(openPR) Mainz. Ein guter Haushalt sollte wie ein Mikro-Unternehmen geführt werden. Und dazu gehört auch gezieltes Cash-Management, sagt der Finanzcoach Antonio Sommese. Dies sei der erste Schritt zu einem erfolgreichen Vermögensaufbau. Der Mainzer Buchautor unterscheidet beim Cash-Management zwischen „Eisernen Reserven“ und „Strategischen Reserven“.
Bei den „Eisernen Reserven“ handele es sich, wie der Name schon vermuten lässt, um Rücklagen für die Wechselfälle des Lebens. „Mal geht die Waschmaschine kaputt, mal wird eine teure Autoreparatur erforderlich oder aber ein neuer PC wird fällig. Wer dann keine Rücklagen hat, muss einen teuren Dispo-Kredit“ in Anspruch nehmen“, warnt Sommese. Laut Bundesbank liegt die Höhe der Dispo-Zinsen derzeit im Schnitt bei 8,29 Prozent.
Als „Eiserne Reserve“ empfiehlt Sommese eine Rücklage von drei bis fünf Netto-Monatsgehältern. Wer also netto 3000 Euro pro Monat verdient, sollte mindestens 9000 Euro auf der hohen Kante haben. Selbstständigen empfiehlt Sommese eine Rücklage von sechs durchschnittlichen Monatseinkommen.
Die „Strategische Reserve“ hingegen diene späteren Investitionen. Als Cash-Position kann der private Anleger nach Ansicht des Finanzexperten zwischen 10 und 30 Prozent des Vermögens halten. In diese Reserve fließen auch Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren oder Fondsanteilen ein. „Nichts spricht dagegen, Gewinne mitzunehmen, wenn die Börse über einen längeren Zeitraum gut gelaufen ist“. Dann könne der Anleger in aller Ruhe die nächste Chance zum Investieren abwarten, rät Sommese. In der Zwischenzeit sollten diese Reserven zum Beispiel in defensive Wertpapiere mit einem kleineren Aktienanteil angelegt werden, um auf diese Weise eine über der Preissteigerungsrate liegende Rendite zu realisieren.
„Wichtig ist, dass man immer die ‚Eiserne Reserve’ von der ‚Strategischen Reserve’ trennt und nicht etwa die Rücklagen für Notfälle an der Börse investiert, weil die Aktien vielleicht gerade günstig sind“, empfiehlt der Finanzcoach. Komme es dann nämlich zu einer teuren Reparatur müsse man entweder einen Dispo in Anspruch nehmen, oder einen Teil der Aktien womöglich unterhalb des Einstandspreises verkaufen. „Sicher keine gute Idee“, resümiert Sommese.






