(openPR) Parents for Future erklärt sich solidarisch mit Fridays for Future und der von ihnen initiierten Week4Climate.
In diesem Zusammenhang greifen Parents for Future täglich vom 21. - 27.09. das Schwerpunktthema auf und fordern eine ambitionierte Klimaschutzpolitik der Bundesregierung!
Week 4 CLIMATE Tag 4
M wie "MARCHLANDS"
Klimaschutz? Geht nicht ohne Moorschutz!
Ein umfassender Klimaschutz kommt an den Mooren nicht vorbei!
Wenn Feuchtgebiete Torf bilden, heißen sie Moore und sind enorm bedeutsame Ökosysteme in Sachen Kohlenstoffspeicherung. Moorböden bedecken nur 3% der Landfläche der Erde, speichern aber mehr Kohlenstoff als die gesamte Waldbiomasse auf unserem Planeten. Doch dieser Kohlenstoff geht in vielen Mooren zunehmend als CO2 in die Luft. Die Emissionen aus Mooren tragen mit einem Anteil von 5% ebensoviel wie der Flugverkehr zum anthropogenen CO2-Ausstoß bei. Der Grund: Bereits 15% der weltweiten Moorböden wurden für Ackerflächen, Beweidung, Forst, Siedlungen oder Torfabbau entwässert.
Die Europäische Union ist nach Indonesien der größte Emittent von Treibhausgasen aus Mooren. Deutschland spielt dabei eine entscheidende Rolle. Etwa 95 Prozent der Moorflächen in Deutschland sind entwässert, das entspricht 7% der landwirtschaftlichen Fläche des Landes. Durch die Entwässerung gelangt Luft in den Torf und er zersetzt sich, CO2 wird freigesetzt. Am stärksten ins Gewicht fallen dabei in Deutschland die Ackerflächen. Ein Hektar entwässertes Moor erzeugt pro Jahr die gleichen Treibhausgasemissionen wie dreimal um die Welt zu fliegen. Das Absurde dabei: Diese klimaschädliche Landnutzung wird durch die aktuelle Agrarpolitik der EU durch Prämienzahlungen aktiv befördert.
Dabei gibt es nachhaltige Alternativen für eine klimafreundliche Moornutzung: die sogenannte Paludikultur. Damit lassen sich Moore auch nach Anhebung der Wasserstände weiter wirtschaftlich nutzen. Ein Beispiel für Paludikultur ist der Anbau von Schilf für Dachreet oder Energiegewinnung. Eine weitere Möglichkeit ist der Anbau von Torfmoosen, welche als Torfersatz für Gartenbau-Substrat fungieren können. An der Forschung und Entwicklung dieser alternativen Moornutzung arbeitet zum Beispiel das Greifswald Moor Centrum.
Es setzt sich dafür ein, dass natürliche Moore erhalten, degradierte Moore restauriert und jegliche Nutzung von Mooren nachhaltig erfolgt. Nur so können die schädlichen CO2-Emissionen aus Mooren gestoppt werden. Langfristig kann sogar wieder zusätzlicher Kohlenstoff gespeichert werden, sodass die Moore weiterhin ihre Senkenfunktion erfüllen können, welche sie schon Jahrtausende lang innehatten.
#MoorMussNass
#Paludikultur #Moor
#peatlandsmatter
@greifswaldmoor
Zuarbeit vom Greifswald Moor Centrum www.greifswaldmoor.de
Ansprechpartnerin: Sophie Hirschelmann,
Für weltweite Klimagerechtigkeit!
http://www.parentsforfuture.de/de/
Aachen, 24.09.2019 - werden noch bekanntgegeben, wird noch bekanntgegeben Baumpflanzaktion
Bielefeld, 24.09.2019 - 18:00, Altstädter Nikolaikirche Vortrag mit Diskussion
Bonn, 24.09.2019 - Ganztägig , Hofgarten Vorträge, Workshops, abends Krachdemo in der Innenstadt
Coburg, 24.09.2019 - 14:00 Uhr, Bahnhof&Marktplatz Vortrag
Coburg, 24.09.2019 - 14:00 Uhr, Bahnhof&Marktplatz Vortrag
Karlsruhe, 24.09.2019 - 18:00, Kronenpl. (Clean-Up)
Kiel, 24.09.2019 - 0:00 Uhr, Anna-Pogwisch Platz Klimacamp
Uelzen, 24.09.2019 - 16:00 Uhr, Altes Rathaus Infostand










