(openPR) Immer mehr Berliner Unternehmen beteiligen sich am globalen Klimastreik am 20.09.19.
Die Mobilisierungskampagne der „Parents for Future Berlin“ trifft auf breites Interesse!
Berlin, 12.09.19 - Die Klimagerechtigkeitsbewegung ruft am 20. September zum globalen Klimastreik auf. Erwartet werden allein in Berlin mehr als 25 000 Teilnehmende. Damit diese Zahl noch übertroffen wird, haben Parents for Future Berlin zusammen mit zahlreichen anderen Klimaschutz-Initiativen eine Mobilisierungskampagne gestartet. In diesem Rahmen werden nun auch lokale, insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen und Organisationen zur Teilnahme am globalen Klimastreik aufgerufen.
"Aus unseren Gesprächen mit Berliner Gewerbetreibenden wissen wir, dass bei vielen Unternehmen großes Interesse an einer nachhaltigen Klimapolitik besteht, die Hürden für eine Teilnahme am globalen Klimastreik insbesondere für kleine Unternehmen aber hoch sind. Wir freuen uns deshalb, dass wir bereits zahlreiche Berliner Unternehmen gewinnen konnten, den Streik zu unterstützen.“, so Marc Schwingel, der für Parents for Future die Ansprache und Mobilisierung von Unternehmen koordiniert.
Seit Ende August gehen die Aktiven von Parents for Future von Laden zu Laden oder schreiben Unternehmen persönlich an. Verteilt werden Plakate und Flyer, mit denen für den Streik geworben wird, sowie vorgefertigte Materialien, mit denen Unternehmen ihre Unterstützung zum Ausdruck bringen können, beispielsweise ein Ladenschild mit zusätzlichen Schließzeiten sowie eine Rote Klimakarte zum vielfältigen Einsatz.
Bisher unterstützen mehrere hundert Geschäfte und Unternehmen den Klimastreik durch das Aufhängen von Plakaten und Flyern. Etwa 100 Berliner Unternehmen haben gegenüber Parents for Future Berlin bisher ihre Bereitschaft zur Beteiligung am Streik signalisiert.
Unternehmen bringen Opfer
Gerade kleinen Gewerbetreibenden fällt es schwer, auf die kompletten Tageseinnahmen zu verzichten und an der Großdemonstration am Brandenburger teilzunehmen. Eine symbolische Schließung für wenige Minuten oder Stunden ist für sie daher ein attraktives Angebot. Stefan Deutschmann, Eishersteller aus Treptow, gefiel auf Anhieb die Vorstellung, am frühen Nachmittag für eine Stunde den Laden zu schließen. „Ich kann es mir nicht leisten, meine kleine Eisdiele den ganzen Tag zu schließen. Am Nachmittag, wenn die Eltern der Kitakinder vorbeikommen, will ich den Laden aber zumachen und dann auch gerne mit vorbeikommenden Kunden über Klimapolitik diskutieren.“
In den digitalen Klimastreik geht die Onlinemetzgerei MeinekleineFarm aus Berlin-Neukölln. Pünktlich zum Streikbeginn schließt die Plattform den Shop und mobilisiert mit einem Pop-Up-Fenster mit dem Text: „Geschlossen! Wir sind beim Klimastreik - komm mit und bewege die Zukunft. Es geht um mehr als um die Wurst.“
Für ganze vier Stunden schließt der Modehändler Moeon in Berlin- Kreuzberg. „Meine beiden Mitarbeiterinnen, ich, meine beiden Kinder (7 und 10 Jahre) werden um 12 Uhr am Brandenburger Tor sein.“, so die Inhaberin Sonja Lotz.
Einige kleine Läden sind sogar bereit, am Streiktag komplett zu schließen – so der Spielzeugladen „Onkel Phillip“ in Berlin-Prenzlauer Berg. Die Beispiele zeigen – es gibt zahlreiche Formen, den globalen Klimastreik zu unterstützen.
Wer mitmachen möchte, kann sich das P4F Mobi-Kit bei
https://parentsforfuture.de/de/mobi_kit_20-09 herunterladen.
Im Anhang befinden sich Statements, Bilder und Kommentare von Berliner Unternehmer*innen sowie von Aktiven von Parents For Future Berlin.
Das Informationsblatt für Unternehmer, das Ladenschild und die Rote Klimakarte finden Sie unter:
https://parentsforfuture.de/de/mobi_kit_20-09.
Kampagnen anderer Initiativen und weitere am Streik beteiligte Unternehmen finden Sie unter:
https://klima-streik.net/liste-der-unternehmen/
https://www.entrepreneurs4future.de
„Es hat mich gefreut, größtenteils das Gefühl zu haben, offene Türen einzurennen. Die meisten Läden, Cafés etc. schienen fast schon auf die Möglichkeit gewartet zu haben, sich endlich auch beteiligen zu können. Ich musste auch selten wirklich erklären, worum es geht. Die derzeitige Mobilisierung macht Mut.“ – Jennifer Fielding, Parents For Future Berlin
„Ich bin auf meiner Tour durch Berliner Läden bisher auf viel Zustimmung gestoßen - einige haben spontan zugesagt: ‚Klar, da sind wir dabei, wir schließen den Laden‘ “. – Anette Keuchel, Parents For Future Berlin
„Wir wollen unseren Beitrag leisten, eine sichere Zukunft für nachfolgende Generationen mitzugestalten. Wir wünschen uns viele Entscheidungsträger die mit ihrer Wirtschaftsmacht (klein oder groß) ihren Impact auf die Gesellschaft nutzen und ihren Teil der Verantwortung übernehmen, Konsum nicht profitgetrieben sondern nachhaltig und zum Wohle der Allgemeinheit zu gestalten.“ – Jule Eisenberg und Michael Nauruschat, Geschäftsführung MeinekleineFarm.org GmbH
„Ich hasse ja jede Form von Pathos, aber in dieser Sache kann man es drehen und wenden, wie man will: Die Lage könnte dramatischer nicht sein. Es gibt nichts mehr zu leugnen. Ich nehme deswegen am Klimastreik teil, weil es doch noch ein klein bisschen Hoffnung gibt, diesen schönen Planeten zu retten. Man sollte mehr tun. Dies ist aber zumindest ein Anfang. Fridays for future machen Mut! Bitte macht weiter.“ – Stefan Deutschmann, Inhaber Eisdiele Fritzze
„Ich habe 2 Kinder, was soll ich denen in 10 Jahren sagen? Ich musste an dem globalen Klimastreiktag, wie an allen anderen Tagen, T-Shirts verkaufen, statt zu versuchen, eure Zukunft zu retten, oder wenigstens ein Zeichen zu setzen? Der Klimawandel ist eines der größten Probleme unseres Planeten, das uns alle betrifft, da kann man nicht tatenlos zusehen.“ – Sonja Lotz, Inhaberin Modegeschäft Moeon












