(openPR) Es ist nicht verwunderlich, dass viele Menschen, die plötzlich an ein Hilfsmittel gebunden sind, ihr positives Denken verlieren. Diese körperliche Einschränkung, kaum oder nichtmehr gehen zu können, wird von diesen Menschen wenig oder gar nicht akzeptiert. Mit der gleichen Motivation und Lebensfreude weiterzuleben empfinden sie als absurd.
Zu der Überwindung und Akzeptanz der Beeinträchtigung oder Erkrankung kommen dann noch die alltäglichen Hemmnisse, Hindernisse und Schwierigkeiten, die vor der Einschränkung ohne Hilfsmittel noch nicht existierten. Wir alle wissen, dass trotz Barrierefreiheit und behindertengerechten Angleichungen an vielen Stellen und Orten die Alltagsbewältigung für Rollstuhlfahrer eine viel größere Herausforderung darstellt.
Auch wenn es anfangs sehr schwer ist, müssen Menschen mit Beeinträchtigungen erkennen, dass der menschliche Körper und die Gesundheit vergänglich sind. Krankheiten und Behinderungen gehören einfach zum Leben dazu. Es muss daher die Einsicht bestehen, dass der Verdruss über diese Beeinträchtigung den Betroffenen letztendlich in zweifacher Hinsicht schadet. Im Gegenteil dazu können positive Gedanken und Einstellungen erreichen, dass der Betroffene viel schneller und besser mit dem entsprechenden Hilfsmittel zurechtkommt.
Wenn Menschen ihre Behinderung annehmen verstehen sie, dass ihre Lebensqualität nicht von dieser Beeinträchtigung eingeschränkt werden muss. Es ist äußerst wichtig, sich umfangreiche Informationen einzuholen, die von der Anschaffung, über die Kostenübernahme bis hin zur Finanzierung reichen.
Rollstuhl-Info hilft Ihnen dabei, die neue Situation zu akzeptieren und sich neu zu orientieren.
Am Anfang stehen die Fragen: Welchen Rollstuhl benötige ich konkret für mich und meine Behinderung? Was kosten die Rollstühle?
Um mit der zweiten Frage zu beginnen, ist die Finanzierung von Rollstühlen nicht so dramatisch, wie viele Menschen vielleicht glauben. Jeder gesetzlich Krankenversicherte ist für solche Eventualitäten mit der Zugehörigkeit einer Krankenversicherung wie der AOK, DAK, TK und BKK abgesichert.
Die Voraussetzung für das richtige Hilfsmittel bildet die Verordnung bzw. das Rezept des Arztes. Hier muss der Betroffene mit dem Arzt ins Gespräch kommen, um gemeinsam mit ihm die optimale Hilfsmittelversorgung zu erreichen. Die Verordnung des Arztes bildet somit die Grundlage für die Entscheidung der Krankenversicherung.
Grundsätzlich haben die gesetzlichen Krankenversicherung den Auftrag die Hilfsmittelversorgung bei kranken, pflegebedürftigen und behinderten Menschen zu garantieren. Die gesetzlichen Krankenkassen AOK, DAK, TK und BKK stellen Rollstühle leihweise zur Verfügung, wobei der Versicherte nur die Zuzahlung in Höhe von 10 EUR trägt. Dies ist häufig dann der Fall, wenn die Beeinträchtigung des Patienten über einen absehbaren, vorübergehenden Zeitraum besteht. Liegt beim Patienten eine Befreiung vor, ist er auch von der Zuzahlung befreit. Darüber hinaus übernehmen gesetzliche Krankenkassen auch einen Teil der Kosten bei Neuanschaffung sowie die Reparatur- und Instandsetzungskosten für Menschen, die dauerhaft auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Bei Neuanschaffung wird der Anteil in Höhe einer Pauschale gezahlt.
Privatversicherten müssen hingegen ihrer Hilfsmittel im vollen Umfang bezahlen. Sie kaufen also das Hilfsmittel direkt beim Anbieter und lassen sich gegebenenfalls einen Teil von der privaten Krankenkasse erstatten.
Ist dieser Schritt getan, verfügt der Betroffene über das passende Hilfsmittel.
Die Wahl des richtigen Hilfsmittels ist dann individuell zu bestimmen. Soll es ein Rollstuhl für Zuhause sein oder ein Rollstuhl für draußen. Soll er für bestimmte Gegebenheiten ausgestattet sein (z. B. unter bestimmte Tischhöhen passen)?
Eine Behinderung muss keine Verhinderung sein!
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