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hybrID

30.07.201916:17 UhrKunst & Kultur
Bild: hybrID
Rachel Monosov, Freedom in the clouds (video still), 2015
Rachel Monosov, Freedom in the clouds (video still), 2015

(openPR) Taysir Batniji, James Bridle, Nidhal Chamekh, Aleksandra Domanovic, Lawrence Abu Hamdan, Admire Kamudzengerere, Rachel Monosov, Raqs Media Collective, Slavs and Tatars, The Otolith Group, Sung Tieu, Helena Wittmann und Guan Xiao

3. September – 17. November 2019

Ausstellungseröffnung
Montag, 2. September 2019, 19 Uhr
Einführung: Katja Schroeder (Künstlerische Leitung)
Anna Nowak (Kuratorin)
Im Anschluss: Performance von Rachel Monosov & Sung Tieu


Die Ausstellung hybrID im Kunsthaus Hamburg knüpft an den europaweiten Diskurs zum Thema kultureller Vielfalt an. Ziel des Projektes ist es, Fragen zu Identitätsformen im transkulturellen Kontext nachzugehen und die Ambivalenz und Vielschichtigkeit räumlicher und kultureller Grenzen in einer global vernetzten Welt aus künstlerischer Perspektive zu diskutieren.

Durch digitale Kommunikation sowie das schnelle Tempo der Entwicklung von Technologien und Mobilität leben wir in einer Zeit der rasanten Transformation. Wir müssen ständig lernen uns neu zu orientieren, da fortwährend neue Möglichkeiten, Technologien aber auch Grenzen unseren Alltag bestimmen. Dabei werden die Informationsflüsse immer fragmentierter und komplexer. Durch den Trend zu Individualisierung gilt die eigene Identität als etwas stets Optimierbares. Sie ist zu einer grundlegenden Obsession unseres heutigen Lebens geworden. Insbesondere in aktuellen gesellschaftlichen Debatten und politischen Polarisierungen wird Zugehörigkeit mit einem universellen Anspruch des lokal Verankertem, Ursprünglichen verbunden. Im Zuge von Migration wird Identität häufig ideologisch instrumentalisiert. Doch nicht nur aktuell sorgen Flucht und Vertreibung vielerorts für Wanderungswellen, über die längste Zeit ihrer Geschichte ist die Menschheit migriert. Aus unterschiedlichsten Einflüssen gehen dabei sowohl in realen Räumen als auch in kulturellen oder digitalen Gemeinschaften neue, hybride Formen und Identitäten hervor.

Diesem Phänomen widmet sich die Ausstellung hybrID. Sie stellt aktuelle Fragen zur Identitätskonstruktionen im Kontext von technologischen, politischen und historischen Entwicklungen. In der Ausstellung sind internationale Künstler/innen unterschiedlicher Generationen vertreten, die Zugehörigkeit als offenes Konstrukt jenseits von Abgrenzung begreifen und individuelle Perspektiven in globale Zusammenhänge stellen.

Kuratiert von Anna Nowak

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