(openPR) QBF Deutschland berichtete bereits Anfang des Jahres von der Entwicklung eines Algorithmus, der in der Lage sein soll, als schwierig geltende Probleme in kurzer Zeit zu lösen. Diese Entwicklung ist nun mit dem neuen QBF 3-SAT Type 2 oder kurz Q2 Algorithmus zu einem eindeutigen Ergebnis gekommen: Wir brauchen ein neues Sicherheitskonzept.
Der Wiesbadener Unternehmensdienstleister QBF Deutschland kündigte bereits in der letzten Pressemitteilung an, dass eine Veröffentlichung des Algorithmus solange nicht in Betracht gezogen würde, bis die Folgen für die Internetsicherheit abgwogen werden könnten. Während der Entwicklungs- und Testphase rechnete das „Team Mathematik und theoretische Informatik“ um Christopher Heiling noch mit Laufzeiten, die zwar schnell genug sind, um diese Probleme praktisch zu lösen, jedoch zu langsam, als dass man den Algorithmus dazu verwenden könnte um beispielsweise Verschlüsselungen bei der Kommunikation über das Internet zu knacken. Mit dem neuen Q2 Algorithmus sieht das allerdings ganz anders aus. Dieser ist nämlich in der Lage, alle 3-CNF SAT Instanzen in linearer Zeit zu lösen. Anschaulich bedeutet das, dass die Dauer, die für die Lösung eines Problemes notwendig ist so zunimmt, wie die Größe des Problems selbst. Dem gegenüber stehen naive Algorithmen, bei denen sich die Lösungsdauer mit jedem Schritt der Problemgröße verdoppelt, also exponentiell wächst.
Praktisch bedeutet das zum Beispiel das Ende der RSA-Verschlüsselung. Das ist das Standardverfahren zur Verschlüsselung im Internet, das darauf beruht, dass es schwierig ist eine große Zahl zu faktorisieren, also als Produkt zweier kleinerer Zahlen zu schreiben. Es ist bislang kein Verfahren bekannt, mit dem man effizient auf eine solche Darstellung der Zahl kommen kann. Allerdings ist dieses Problem eines derjenigen, dass sich in eine 3-CNF SAT Instanz verwandeln lässt. Und diese können nunmehr in Sekundenbruchteilen gelöst werden. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch, dass jede durch diese Methode verschlüsselte Nachricht, wie zum Beispiel Online Banking Passwörter oder behördliche E-Mails, sofort entschlüsselt werden könnten. Da es ethisch nicht vertretbar wäre einen solchen Algorithmus einfach zu veröffentlichen bevor es eine sichere Alternative zu RSA gibt, wird QBF Deutschland dafür Sorge tragen, dass keine weiteren Informationen zu dem Algorithmus an die Öffentlichkeit gelangen und sich selbst an der Entwicklung alternativer Verschlüsselungsmethoden beteiligen.
Neben den Problemen, die sich durch die Existenz des Q2 Algorithmus ergeben, treten aber auch positive Aspekte zutage. Schwierige Probleme in verschiedenen Bereichen der Medizin, der Naturwissenschaft, der Mathematik, der Wirtschaft und der Logistik könnten mit dem neuen Algorithmus ebenfalls rationeller gelöst werden, weshalb es umso wichtiger wird, dass nun zügig an neuen Sicherheitskonzepten im Bereich der Verschlüsselung gearbeitet wird. Erst dann können wir in den Genuss der Vorzüge des Q2 Algorithmus kommen.










