(openPR) Zusammenführung von recyclebarem Biofilament mit dem passenden 3D-Drucksystem
Für die Implementierung der 3D-Drucktechnologie mit dem neuen Biofilament erhielt das Labor Bösing Dental den Innovationspreis Rheinland-Pfalz 2019 in der Kategorie „Handwerk“. Verliehen wurde er von Dr. Volker Wissing, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau in Kooperation mit den Arbeitsgemeinschaften der Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern.
Gemeinsam mit drei anderen Preisträgern für Innovationspreise nahmen Laborinhaber Christoph Bösing und B.Sc Marc Krumpholtz die Ehrung bei der Industrie- und Handelskammer Pfalz in Ludwigshafen entgegen. Die Verleihung erhielt das innovative Binger Dentallabor für „die Zusammenführung von recyclebarem Biofilament mit dem passenden 3D-Drucksystem für den dentalen und medizinischen Bereich.“
Neu an dem 3D-Druckverfahren ist der umweltschonende und gesundheitsunschädliche Herstellprozess für die Kontaktpersonen im Dentallabor. Das liegt vor allem an dem verwendeten Biofilament-Druckmaterial. Mit dem entwickelten ressourcenschonendem und umweltfreundlichem 3D-Druck-Verfahren für den Dental-Medizinbereich wird ein vollständig recyclebares Bio-Compound-Filament verwendet.
BASIS IST DAS AUS MAISSTÄRKE und Milchsäure bestehende Bio-Material Filament, das beim additiven Verfahren bis zum Schmelzen erhitzt und dann durch eine Düse auf eine beheizte Bauplattform extrudiert und strangförmig abgelegt wird. Das extrudierte, heiße Material verschmilzt mit dem abgelegten, abkühlenden Material der unteren Schicht zu einem Druckobjekt. „Ausschlaggebend ist das von uns verwendete Material. Das PLA-Filament (PLA = Polylactid) ist ein Bio-Compound Material mit den Hauptbestandteilen Maisstärke und Milchsäure, das nach der Herstellung vollständig recycelt und wiederverwendet werden kann“, erklärt Christoph Bösing, Geschäftsführer und Laborinhaber von Bösing Dental in Bingen am Rhein.
Ein weiterer großer Vorteil des Materials ist der einfache Recyclingprozess. In einem sehr umweltschonenden Verfahren bildet sich nach dem Schreddern, Erhitzen und erneuter Extrudierung neues Filament. Auch für den Fall, dass das Material nicht recycelt wird, kann es trotzdem bedenkenlos entsorgt und sogar kompostiert werden. Das Filament grenzt sich von den Resinen der lichtoptischen additiven Verfahren ab, in dem auf Postprozesse wie das Säubern des Modells von überflüssigem Resin mit Isopropanol sowie die folgende Endhärtung im Lichthärtegerät durch UV-Bestrahlung komplett verzichtet wird. Direkt nach dem 3D-Druck werden die Modelle von der Bauplatte genommen und eingesetzt. Das Filament-3D-Druckverfahren wird in dem 42 Mitarbeiter umfassenden Labor Bösing Dental erfolgreich für Modelle für die Kronen-, Brücken- und Implantatprothetik, Secret-Smile- Schienen (Aligner-Behandlung) und Kieferbereiche aus dem DVT eingesetzt.
Eine Zulassung als Medizinprodukt wurde bereits beantragt. Damit kann dieses 3D-Druckverfahren mit recyclebaren Materialien in Zukunft auch auf den medizinischen Bereich ausgeweitet werden. Bösing Dental setzt damit auf Nachhaltigkeit, Umweltschutz und unternehmerisches Handeln.
Am 14. September 2019 bringen die Experten das Thema 3D-Druck mit Biofilament Zahntechnikern und Zahnärzten näher. In einem halbtägigen Kurs wird praktisches Wissen und die Anwendung rund um die Technologie vermittelt. Interessierte melden sich unter www.boesing-dental.de an.

















