(openPR) Mittlerweile haben sich so genannte Reits (Real Estate Investment Trusts) als modernes und international anerkanntes Finanzinstrument mit transparenter Besteuerung auf Anlegerebene in über 20 Ländern etabliert; in Deutschland fehlt es derzeit an der zur Einführung notwendigen gesetzlichen Regelung.
Reits sind zum börsennotierten Handel zugelassene Aktiengesellschaften, die ihr Vermögen in Immobilien anlegen. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass die Gewinne nicht auf Gesellschaftsebene besteuert werden, sondern die Gewinnausschüttung beim Anleger. Der Anleger, der Aktien der AG erwirbt, beteiligt sich dadurch indirekt an Immobilienvermögen.
In diesen Tagen zeichnet sich in Deutschland jedoch ab, dass es nur eine „kleine Lösung“ für Reits geben wird. Die SPD will auf Grund des parteiinternen Widerstands das Privileg für Gesellschaften, die auch in Wohnimmobilien investieren, kippen. Die SPD befürchtet, dass durch die Hereinnahme von Wohnimmobilien in das Portfolio von Reits die Mieter zum Spielball der Spekulation werden. Die geplanten Steuervergünstigungen sollen daher nur noch Unternehmen erhalten, die ausschließlich in Gewerbeimmobilien investieren.
Finanzexperten befürchten, dass institutionelle Anleger den deutschen Markt meiden werden und eher im Ausland investieren, weil sie in anderen Ländern in Immobilien AGs investieren könnten, die auch Wohnungen beinhalten. CDU und FDP wollen die Ausklammerung von Wohnimmobilien allerdings noch verhindern. Das Bundeskabinett wird am 02. November den Gesetzentwurf (BT-Drucksache 16/1896) beraten.
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