(openPR) CABARET - Das Berlin-Musical
11. Juli – 15. Sept 2019 / 31. Juli – 27. Sept 2020
Di – Sa 20.00 Uhr, So 19.00 Uhr
"15 Jahre CABARET" feiern die Zelte in diesem Sommer, 2004 - 2009 spielte die Paterson-Inszenierung in der BAR JEDER VERNUNFT und seit 2010 im TIPI AM KANZLERAMT.
Keine drei Kilometer vom TIPI-Standort spielten sich vor neunzig Jahren die Originalgeschichten um das Nachtschattengewächs Sally Bowles, die Zimmervermieterin Fräulein Schneider und den intellektuellen Schriftsteller Clifford "Isherwood" Bradshaw in der Schöneberger Motzstraße ab.
Zu den zentralen Themen des amerikanischen Musicals gehört der herannahende Faschismus, von dem man glaubte, er sei längst in der Vergangenheit gebannt. 15 Jahre nach der Erstaufführung in der BAR JEDER VERNUNFT hat die Warnung vor Rechtsradikalismus eine erschreckende Aktualität bekommen.
Das TIPI AM KANZLERAMT und die BAR JEDER VERNUNFT als Gründungsmitglieder der „Die Vielen“ setzen sich für die Freiheit der Kunst ein. Über das Statement unserer Bühnenprogramme hinaus engagieren wir uns für Respekt und Toleranz und unterstützen die Arbeit von „Gesicht Zeigen!“
SALLY BOWLES: Du meinst Politik? Aber was hat das mit uns zu tun?
CLIFF BRADSHAW: Du hast Recht. Nichts hat es mit uns zu tun. Aber, Sally – verstehst du denn nicht – wenn man nichts gegen diese Rassisten–Politik unternimmt, dann ist man dafür. Oder so gut wie.
Regie und Choreographie: Vincent Paterson
Musikalische Leitung: Damian Omansen
Buch von Joe Masteroff - Nach dem Stück „Ich bin eine Kamera“ von John van Druten und nach den Erzählungen von Christopher Isherwood
Musik von John Kander - Gesangstexte von Fred Ebb - Deutsch von Robert Gilbert - Bühnenbild: Momme Röhrbein
Weitere Infos unter www.tipi-am-kanzleramt.de
Karten-Telefon 030-390 665 50 oder
Karten inkl. aller Gebühren: € 20,00 – 59,50
CABARET _ 1929–2019
CABARET spielt in den Jahren 1929 / 30 und beschreibt die dramatische Zeit der Wandlung der sozial und politisch gebeutelten Vier-Millionen-Stadt Berlin von der vergnügungssüchtigen Metropole zur Schaltzentrale der Faschisten. Autor Christopher Isherwood sieht 1933 wie viele Gleichgesinnte keine andere Möglichkeit mehr als Kapitulation und Exil, er verlässt die Stadt gen Amerika.
1966 wird Isherwoods Geschichte „Goodbye Berlin“ als Musical CABARET in New York am Broadway uraufgeführt. Das Bühnenstück wie die Verfilmung 1972 verzeichnen große Erfolge, die großartige Musik, die anrührenden Liebesgeschichten und die spannende politische Entwicklung tragen zum Erfolg bei. Faschismus in Berlin ist räumlich und zeitlich weit weg.
2004 feiert Vincent Patersons Musical in der Bar jeder Vernunft großen Erfolg. CABARET ist das Berlin-Musical, musikalisch und inhaltlich auf hohem Niveau, von Publikum und Presse wird es enthusiastisch gefeiert.
Und es wird begrüßt, dass CABARET nun regelmäßig wiederkehrend in Berlin zu erleben ist.
2019 erfreut sich die Inszenierung, inzwischen ins größere TIPI AM KANZLERAMT umgezogen, an ungebrochener Begeisterung.
„Babylon Berlin“ trifft den Zeitnerv und mit größtem Interesse wird die Geschichte der Weimarer Republik verfolgt. Parallelen werden gesucht, gefunden und verworfen, viele vereint die Sorge, dass sich eine ähnliche Entwicklung von einer Demokratie zu einer Diktatur wiederholen könnte. 2019 hat CABARET eine sehr beunruhigende Aktualität.
Wir empfehlen:
„My Dearest Sweet Love: Christopher Isherwood & Don Bachardy
Im Schwulen Museum – Lützowstraße 73 – 10785 Berlin
Vom 15. Juni bis 26. August 2019


















