(openPR) Die Nomen International Deutschland GmbH feiert in diesem Jahr 30-jähriges Agenturjubiläum. In der Düsseldorfer Namensschmiede sind bislang etwa 2.300 Marken entstanden, von denen viele weltweit im Einsatz sind.
(Düsseldorf, 21.05.2019) VW Touran, Bosch Ixo, Müller Froop, Lancôme Miracle – vom Auto bis zum Akkuschrauber, vom Joghurt bis zum Luxusduft – das sind nur einige von über zweitausend Markennamen, die die Namensagentur Nomen (www.nomen.de) in drei Jahrzehnten geprägt hat. Auch im weltweiten B2B-Branding ist die Agentur gefragt. Ob Healthcare oder Hightech – es gibt wenig, das Markenexpertin Sybille Kircher mit ihrem Team noch nicht getauft hat. Hier spricht sie über das Erfolgsgeheimnis starker Markennamen und worauf es im professionellen Naming ankommt.
Was zeichnet einen starken Markennamen aus?
Sybille Kircher: Ein guter Markenname ist selbstbewusst. Er fällt auf, macht neugierig und bleibt hängen. Andersartigkeit suggeriert das Besondere und genau das suchen Kunden, ganz unabhängig von ihren konkreten Konsumpräferenzen.
Inwiefern haben sich die Anforderungen an das Naming im Laufe der Jahre verändert?
Sybille Kircher: Heute geht es seltener um die Namensfindung für einzelne Produkte, sondern wir betrachten verstärkt das Produktportfolio als Ganzes. Die Herausforderung besteht darin, oftmals sehr komplexe Zusammenhänge mit Hilfe von Produktnamensystemen zu vereinfachen. Gleichzeitig sollen die Namen für maximale Differenzierung im Wettbewerb sorgen. Der Bedarf an strategischer Markenberatung ist daher so hoch wie nie. Die Namenspositionierung wird dabei immer stärker auf die Markenschlagkraft ausgerichtet, die sich über Emotionen potenziert. Für den Markennamen bedeutet das, dass er den Anker für ein gutes Storytelling bilden muss.
Welche Naming-Dienstleistungen sind bei NOMEN besonders gefragt?
Sybille Kircher: Strategische Beratung steht ganz oben. Wir unterstützen bei der Strategiefindung und Markenpositionierung, bei Wettbewerbsanalysen, der Entwicklung von Naming Guidelines und bewerten auch bestehende Namen. Viele Kunden möchten selbst aktiv werden, dann bieten wir Kreativ-Workshops, Schulungen und Trainings an. Gefragt sind auch Services wie die Adaption oder Übersetzung von Markennamen sowie die phonetische Umschreibung oder Vertonung von Namen. Außerdem werden wir für Namenstests und Logoentwicklung hinzugezogen.
Was waren die außergewöhnlichsten Naming-Projekte Ihrer Karriere?
Sybille Kircher: Jede Aufgabe war besonders und damit ungewöhnlich. Aber es gab schon „exotische“ Anfragen. Wir haben zum Beispiel Hochspannungsnetze getauft, Drehgestelle für Züge, Grenzsicherungs- und Drohnenabwehrsysteme sowie Eigenmarken. Flexibilität ist das A und O – wir haben schon Kundenmeetings um Mitternacht abgehalten. Immer wieder gerne sind wir für internationale Kunden tätig. Es ist spannend, Markennamen zum Beispiel auf den russischen, afrikanischen, indonesischen oder chinesischen Markt zuzuschneiden.
Welche Eigenschaften sollte ein Markennamen-Entwickler mitbringen?
Sybille Kircher: Alle guten Eigenschaften eines Geburtshelfers – Fachwissen und Freude an der Arbeit mit Menschen. Dazu die Eigenschaften, die jeder Marketing-Profi besitzen sollte, also die Fähigkeit zum Querdenken, Humor, hohe Frustrationstoleranz und stoische Gelassenheit. Dazu sollte man immer visionär und manchmal auch undemokratisch sein. Gerade die Namen mit dem höchsten Erfolgspotenzial gefallen erfahrungsgemäß nicht jedem gleich auf Anhieb. Da sind Überzeugungs- und Durchsetzungskraft gefragt.
Was müssen Markennamen in Zukunft leisten?
Sybille Kircher: Durch die Digitalisierung und Globalisierung steigen die Anforderungen weiter: Zukunftsfähige Namen müssen die Produktpositionierung für Anwender weltweit nachvollziehbar und ansprechend widerspiegeln, möglichst frei von bestehenden Markenrechten Dritter und zudem als eigene Domain und als App verfügbar sein.
No name, no fame! Learnings aus 30 Jahren NOMEN: https://www.nomen.de/4508-2




