openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Städteplanung der Zukunft: mit VR und AR gelingt die Partizipation

21.05.201911:22 UhrIndustrie, Bau & Immobilien
Bild: Städteplanung der Zukunft: mit VR und AR gelingt die Partizipation
Aus kryptischen Plänen werden dank AR konkret vorstellbare Lösungen.
Aus kryptischen Plänen werden dank AR konkret vorstellbare Lösungen.

(openPR) Mit VR und AR Infrastruktur erleben, bevor sie gebaut wird
------------------------------

Eine österreichische Forschergruppe unter Beteiligung von Fraunhofer Austria hat eine Simulationssoftware entwickelt, bei der alle im Städteplanungsprozess Beteiligten besser einbezogen werden. Straßengestaltungen werden mit VR-Brille oder Tablet intuitiv erlebbar. Für Kommunen und Städteplaner gibt es zudem einen Leitfaden, wie die neuen Technologien bestmöglich in die eigenen Prozesse integriert werden.



Partizipative Planung ist das alles entscheidende Stichwort, wenn es um Planungs- und Baumaßnahmen vor allem in dicht besiedelten Bereichen geht. In dem kürzlich abgeschlossenen Forschungsprojekt VR-Planning - we"re planning haben sich die Forscher mit dem inklusiven, effizienten und nachhaltigen Gestaltungsprozess von öffentlichen Verkehrsräumen beschäftigt. Virtual und Augmented Reality (VR und AR) kommen als Interaktionsmöglichkeit zum Einsatz, um alle Planungsbeteiligten mit einzubeziehen.

Bei zeitgemäßer Stadtplanung gehören alle an einen Tisch - umso schwieriger ist dieses Vorhaben, wenn Interessenslagen und Hintergrundkenntnisse weit auseinanderliegen. Planer, Architekten, Politiker, Anwohner - alle haben unterschiedliche Vorstellungen vom Bau einer neuen Straße oder gar eines komplett neuen Stadtteils. Liegt ein Entwurf vor, gilt es, diesen transparent zu kommunizieren und allen Beteiligten auf einfache Weise Möglichkeiten zur Rückmeldung zu geben. Das Forschungsprojekt untersuchte, wie VR und AR abgestimmt auf verschiedene Interessensgruppen und deren Kompetenzen eingesetzt werden kann, um bestehende Methoden der Beteiligung zu erweitern. Ein besseres räumliches Verständnis erleichtert die Zusammenarbeit verschiedener Instanzen, steigert die Partizipation der Bürgerinnen und Bürger und fördert die Akzeptanz neuer Straßen- und Baukonzepte.

Mit VR und AR Infrastruktur erleben, bevor sie gebaut wird

Anhand der konkreten Planungsaufgaben in der Seestadt Aspern, einem komplett neu geplanten Stadtteil Wiens, sowie dem neuen Vorplatz beim Bahnhof Kapfenberg wurde der Einsatz von VR und AR in einem partizipativen Planungsprozess mit Bürgern und Planern verschiedener Disziplinen sowie Vertretern der Gemeinde exemplarisch durchgeführt. An einem Demonstrator wandelten Interessierte mit einer VR-Brille virtuell durch die neuen Straßenzüge bzw. den neuen Bahnhof inklusive der unmittelbaren Umgebung. Dabei konnte man zwischen unterschiedlichen Gestaltungsvarianten wechseln, den Raum aus der Perspektive eines Kindes erleben, verschiedene Sonnenstände und die Vegetation nach bestimmten Zeiträumen betrachten. Für die Seestadt konnten zwei Verkehrskonzepte mit unterschiedlicher Anzahl an Parkplätzen und Grünflächen ausgewählt werden und über eine Feedback-Funktion für den Favoriten abgestimmt werden. Doch nicht nur rein virtuell mit VR-Brille lassen sich Planungen leichter nachvollziehen. Im Projekt wurde ebenfalls ein AR-Tool entwickelt, das im Tablet mögliche Endansichten anzeigt, wenn es über Bau- und Straßenpläne gehalten wird. Die im Projekt entstandenen funktionstüchtigen Prototypen für VR- und AR-Anwendungen stehen nun einsatzbereit für künftige Forschungs- und Wirtschaftskooperationen zur Verfügung.

Leitfaden unterstützt Städteplaner bei der Einführung von VR/AR-Anwendungen

Ein weiteres zentrales Ergebnis des Projekts ist ein Leitfaden für die Integration von VR und AR in die Kommunikation von Stadtentwicklung, partizipativer Planung und interdisziplinärer Fachplanungen. Er klärt praxisorientiert über die notwendigen Voraussetzungen zur Integration von VR- oder AR-Anwendungen auf, baut Hemmschwellen und Berührungsängste mit den Technologien ab und unterstützt damit Entscheidungsträger und Stadtplaner aktiv bei der Einführung innovativer Möglichkeiten der partizipativen Planung. Durch die praktischen Erfahrungen aus dem Projekt beinhaltet der Leitfaden auch Aufwandsschätzungen. Anwendungsmöglichkeiten zum Einsatz von VR und AR gibt es im gesamten Planungsprozess vom Ideensammeln im Vorfeld einer konkreten Planung, der Ideenfindung/Visionen-Entwicklung für urbane Räume, über die Verdichtung durch User-Generated Design bis hin zur realitätsnahen Erprobung von Designs. Der Leitfaden steht interessierten Kommunen und planenden Institutionen im Rahmen weiterer Forschungsprojekte zur Verfügung.

Fraunhofer Austria verankert in seinem Geschäftsbereich Visual Computing am Standort Graz seit zehn Jahren die Technologien des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung IGD, das Lösungsansätze zu allen Fragen in der Smart City entwickelt, von Bürgerbeteiligung über Geodaten-Nutzung bis zu Smart Living.

Das Forschungsprojekt VR-Planning - we"re planning wurde im Rahmen des Programms Mobilität der Zukunft durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie gefördert. Projektpartner sind das AIT Austrian Institute of Technology, Fraunhofer Austria, PlanSinn Planung & Kommunikation, Wien 3420, ByteFex und ostertag ARCHITECTS.

Weiterführende Informationen:

- www.igd.fraunhofer.de/projekte/vr-planning-were-planning (https://www.igd.fraunhofer.de/projekte/vr-planning-were-planning)
- www.fraunhofer.at/de/forschung/forschungsfelder/visuelle-entscheidungshilfe/vrplanning (https://www.fraunhofer.at/de/forschung/forschungsfelder/visuelle-entscheidungshilfe/vrplanning)
- www.igd.fraunhofer.de/institut/mission-vision/vision/intelligente-stadt (http://www.igd.fraunhofer.de/institut/mission-vision/vision/intelligente-stadt)




------------------------------

Pressekontakt:

Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
Frau Daniela Welling
Fraunhoferstraße 5
64283 Darmstadt

fon ..: +49 6151 155-146
web ..: https://www.igd.fraunhofer.de
email : E-Mail

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1049528
 602

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Städteplanung der Zukunft: mit VR und AR gelingt die Partizipation“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD

Bild: Jugend forscht: Nachwuchstalente überzeugen mit innovativen Projekten in DarmstadtBild: Jugend forscht: Nachwuchstalente überzeugen mit innovativen Projekten in Darmstadt
Jugend forscht: Nachwuchstalente überzeugen mit innovativen Projekten in Darmstadt
MINT-Förderung am Fraunhofer IGD Von nachhaltigen Materialien bis zur Galaxienforschung: Beim Jugend-forscht-Regionalwettbewerb Hessen Süd zeigten 57 Teilnehmende eindrucksvoll ihren Ideenreichtum. Große Begeisterung, kreative Ideen und beeindruckende Forschungsleistungen prägten den diesjährigen Jugend-forscht-Regionalwettbewerb Hessen Süd, der gemeinsam von den Fraunhofer-Instituten in Darmstadt ausgerichtet wurde. Insgesamt präsentierten 57 junge Forscherinnen und Forscher ihre 29 Projekte der Öffentlichkeit und einer Fachjury. Die Teil…
Bild: Fraunhofer IGD präsentiert auf der Formnext neueste Entwicklungen für realistischen und effizienten 3D-DruckBild: Fraunhofer IGD präsentiert auf der Formnext neueste Entwicklungen für realistischen und effizienten 3D-Druck
Fraunhofer IGD präsentiert auf der Formnext neueste Entwicklungen für realistischen und effizienten 3D-Druck
Virtuell prüfen, real perfektionieren: Fraunhofer IGD zeigt Cuttlefish®::Proof und biomimetisches 3D-Denture Auf der Formnext 2025 präsentiert das Fraunhofer IGD zwei technologische Neuheiten für den industriellen 3D-Druck: die weiterentwickelte Software Cuttlefish® mit dem neuen Modul Cuttlefish®::Proof, das erstmals eine physikalisch akkurate Vorschau des Druckergebnisses ermöglicht, sowie ein im Multimaterial-3D-Druck hergestelltes monolithisches Zahnmodell, welches die natürliche Schichtstruktur von Zähnen nachbildet. Auf der internatio…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Für ein demokratisches Weltparlament – Internationaler Tag der Demokratie am 15. SeptemberBild: Für ein demokratisches Weltparlament – Internationaler Tag der Demokratie am 15. September
Für ein demokratisches Weltparlament – Internationaler Tag der Demokratie am 15. September
… Demokratie ist eine Gelegenheit, daran zu erinnern, dass es bei der Demokratie um Menschen geht. Demokratie baut auf Integration, Gleichbehandlung und Partizipation auf – und ist ein grundlegender Baustein für Frieden, nachhaltige Entwicklung und Menschenrechte.“https://www.un.org/en/events/democracyday/ Um den Bemühungen der UNO für die Demokratie in …
Bild: Nationales Forum für Engagement und Partizipation konstituiertBild: Nationales Forum für Engagement und Partizipation konstituiert
Nationales Forum für Engagement und Partizipation konstituiert
Am heutigen 27. April 2009 konstituiert sich im Deutschen Bundestag das unabhängige Nationale Forum für Engagement und Partizipation mit einem ersten Fachkongress. Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) hat über 300 Expertinnen und Experten aus Zivilgesellschaft, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft eingeladen, um die von der Bundesregierung …
Bild: „Responsibility for one world“Bild: „Responsibility for one world“
„Responsibility for one world“
… Reporting und Compliance Issues, bis hin zu Green IT und HR Management. Wir zeigen Ihnen Lösungen zu Klima im Wandel, Energieeffizienz, Kommunen und Städteplanung und Socially Responsible Investment. Im Kapitel Social Entrepreneurship stellen wir Ihnen die Zukunft verantwortungsvollen Unternehmertums vor. Wir portraitieren mit Yvon Chouinard den Gründer …
MEDIATOR GmbH an der Universität Potsdam: Partizipation und Kommunikation in der Umweltplanung
MEDIATOR GmbH an der Universität Potsdam: Partizipation und Kommunikation in der Umweltplanung
… MEDIATOR GmbH führt im Rahmen des Masterstudiengangs Geoökologie an der Universität Potsdam im Wintersemester 2013/2014 ein Seminar zum Thema „Partizipation und Kommunikation der der Umweltplanung“ durch. Die Studenten erwarten unter anderem folgende Themen: - Ziele, Funktionen und Nutzen von Partizipation - Einsatzmöglichkeiten partizipativer Verfahren - Beteiligte …
Bild: Online Zertifikats-Lehrgang - Personalentwicklung für die Arbeitswelt 4.0Bild: Online Zertifikats-Lehrgang - Personalentwicklung für die Arbeitswelt 4.0
Online Zertifikats-Lehrgang - Personalentwicklung für die Arbeitswelt 4.0
… Ihren Mitarbeitern neue Möglichkeiten der Wissensvermittlung anbieten zu können. Bildung 4.0 findet virtuell unabhängig von Zeit und Raum statt. Die neuen Formate sind geprägt durch Partizipation und einen Dialog auf Augenhöhe und nennen sich beispielsweise Barcamp, MOOC oder Jam Session. Diesen neuen Werkzeugen müssen Sie sich in Zukunft stellen. In dem …
Bild: Polens Blick auf die Autobusse der ZukunftBild: Polens Blick auf die Autobusse der Zukunft
Polens Blick auf die Autobusse der Zukunft
… Gesamtverkehrsaufkommen bis 2025 realisiert werden soll. Gefordert sind hier vor allem eine eindeutige politische Zielsetzung von Regierung und kommunalen Organisationen, eine zukunftsweisende Städteplanung mit guten Rahmenbedingungen für den Öffentlichen Personenverkehr. Bereits zum dritten Mal wurde die TRANSEXPO von der Ausstellung MOTO-TECH begleitet, die sich …
Bild: Baukultur statt Vorschriften-KutBild: Baukultur statt Vorschriften-Kut
Baukultur statt Vorschriften-Kut
… die Politik schaut zu, schwingt große Reden und entwickelt am Ende doch keine langfristige Linie. Baukultur beinhaltet ein stimmiges Bild von Architektur und Städteplanung Wohnen bedeutet Wohlfühlen! Warum erfreuen sich Altbau-Wohnungen bei allen Altersklassen und Einkommensschichten so großer Beliebtheit? Es ist nicht nur die Baukunst, die begeistert, …
Bild: Partizipation? … und alle so: Yeah! - Unkonventionelle Formen Politischer PartizipationBild: Partizipation? … und alle so: Yeah! - Unkonventionelle Formen Politischer Partizipation
Partizipation? … und alle so: Yeah! - Unkonventionelle Formen Politischer Partizipation
Graffiti, Flashmobs, LeserInnenbriefe, Losentscheide, Massenverfassungsbeschwerden, Occupy Wall Street, Predigten und strategische Prozessführung – die Ausdrucksformen politischer Partizipation sind vielfältig. Das in Kürze im Verlag Barbara Budrich erscheinende Buch „Politische Partizipation jenseits der Konventionen“ beschäftigt sich mit Partizipationsformen, …
United Technologies und American Architectural Foundation starten Initiative für nachhaltigen Städtebau
United Technologies und American Architectural Foundation starten Initiative für nachhaltigen Städtebau
… und New Bedford. Die Emissionen von Gebäuden machen weltweit 40 Prozent der klimaschädlichen Treibhausgase aus. Ein Faktor also, der bei einer ökologisch nachhaltigen Städteplanung stets berücksichtigt werden muss. Bereits die Nutzung der richtigen Technologie kann den negativen Umwelteinfluss von Gebäuden entscheidend reduzieren. Mit der Gründung der …
Bild: „Auf Tour“ – Die aktuelle Ausgabe des monatlichen Fachmagazins von Kultur Management NetworkBild: „Auf Tour“ – Die aktuelle Ausgabe des monatlichen Fachmagazins von Kultur Management Network
„Auf Tour“ – Die aktuelle Ausgabe des monatlichen Fachmagazins von Kultur Management Network
… die 133. Ausgabe seines monatlich erscheinenden Fachmagazins mit dem Schwerpunkt „Auf Tour“ veröffentlicht. Dabei hat das Online-Medium einen weiten Bogen von kulturellem Austausch über Partizipation bis hin zum notwendigen Kulturmanagement für das „Auf Tour gehen“ gespannt. Im Fokus stehen die Herausforderungen, die der immer stärker überregional und …
Sie lesen gerade: Städteplanung der Zukunft: mit VR und AR gelingt die Partizipation