(openPR) Das Bruckner Akademie Orchester bietet mit dem Abschlusskonzert der 27. Osterakademie einen Doppelschlag für Liebhaber des sinfonischen Klangs. Im Herkulessaal der Münchner Residenz wird Maestro Jordi Mora dieses Doppelkonzert am Montag nach Ostern dirigieren, das Bruckner Akademieorchester kommt aus einer einwöchtigen Arbeits-Klausur in Benediktbeuren.
Dvoráks. 7. Sinfonie bildet den Auftakt zu den großen Sinfonien des reifen Komponisten, uraufgeführt und von ihm selbst dirigiert in London am 22. April 1885. Dieses Werk galt als einer seiner größten Erfolge zu Lebzeiten und ist seither fester Bestandteil des sinfonischen Aufführungskanons.
Die 10. Sinfonie in e-Moll op. 93 von Dmitri Schostakowitsch wurde vom Leningrader Philharmonischen Orchester unter der Leitung von Jewgeni Mrawinski am 17. Dezember 1953 uraufgeführt. Aufgrund der stalinistischen Repressionen warteten zahlreiche seiner Werke auf ihre Aufführung, die nach dem Tod des Diktators im März 1953 sukzessive aufgenommen wurden.
Das Bruckner Akademie Orchester zeichnet sich durch die lebendige Art der methodischen Orchesterarbeit und durch ungebremste Freude am Musizieren aus. Der hohe Asnpruch der Programme und die hervorragende Resonanz haben dieses aus engagierten Laien, Musikstudenten und Berufsmusikern bestehende Orchester längst vom Amateur-Niveau abgehoben. Geblieben sind der Enthusiasmus und die Experimentierlust, die das Bruckner Akademie Orchester für Musiker und Zuhörer gleichermaßen attraktiv machen.
Der Name des Orchesters entspricht der Zielsetzung, vor allem das sinfonische Schaffen Bruckners regelmäßig einzustudieren und aufzuführen. So wurden inzwischen fast alle Sinfonien Bruckners, aber auch u.a. Tschaikowsky "Pathétique", César Francks d-moll-Sinfonie, Siblius´ 2., Schostakowitschs 5., 7. und 9. Sinfonie und "Tod und Verklärung" von Richard Strauss gespielt. Im Jahr 2002 wurde zum 10-jährigen Gründungsjubiläum mit großem Erfolg das "Deutsche Requiem" von Brahms aufgeführt.
Der Erfolg der Osterakademie hat außerdem dazu geführt, dass seit 1999 regelmäßig ein weiteres Treffen im Herbst stattfindet, das den Namen "Münchner Interpretationstage" trägt. Als Ergänzung zur Osterakademie werden während dieser Arbeitsphase Orchesterwerke für eine kleinere sinfonische Besetzung bzw. für eine reine Streicher- oder Bläserbesetzung erarbeitet.
Der gebürtige Katalane Jordi Mora hat nach Studien der Oboe, Musikwissenschaft und Philosophie in Barcelona, Würzburg und München seine Dirigierausbildung im wesentlichen bei Sergiu Celibidache erhalten.
Gastdirigate und Konzertreisen führten ihn unter anderem nach Südamerika, USA, Frankreich, Spanien, Russland, Rumänien und Griechenland, wo er mit verschiedenen großen Sinfonieorchestern arbeitete und zahlreiche Konzerte für Rundfunk und Fernsehen einspielte.
Von 1983 bis 1993 war Jordi Mora ständiger Chefdirigent des Münchner Jugendorchesters, von 1993 bis 1997 Generalmusikdirektor des Orquestra Simfónica de Vallés (Spanien). 1995 wurde er zum ersten Gastdirigenten des griechischen Staatsorchesters in Athen ernannt.
Dem Bruckner-Spezialisten liegt besonders die Förderung des musikalischen Nachwuchses am Herzen. So ist er regelmäßig Jury-Mitglied bei internationalen Musikwettbewerben und führt Orchester- und Interpretationskurse in Europa und Süd-amerika durch. Im Jahr 1999 erhielt er den Nationalpreis für Musikpädagogik seiner Heimat Katalonien. Seit September 2003 ist er Professor für Dirigieren an der Hochschule für Musik in Barcelona.
Er hatte 1992 die jährlich stattfindende Osterakademie ins Leben gerufen und ist damit unabkömmlicher "spiritus rector" des Bruckner Akademie Orchesters.
www.bruckner-akademieorchester.de
29.4.2019, 20 Uhr, Herkulessaal der Münchner Residenz
Karten: 35,- €/25,- €/15,- € (erm. 30,- €/20,- €/15,- €)
Karten unter www.muenchenticket.de, T: 089-54 81 81 81, an den bekannten VVK-Stellen und an der Abendkasse














