(openPR) Weltweiter Elternprotest! Erklärung Parents For Future International: Dringlichkeit der Klimakrise jetzt anerkennen!
Im Rahmen einer gemeinsamen Erklärung beziehen “Parents For Future International” erstmals gemeinsam Stellung.
Die inzwischen weltweit agierenden “Parents For Future”-Gruppen haben sich vernetzt und fordern, die Bewältigung der Klimakrise als oberste Priorität anzuerkennen.
Gleichzeitig ist diese Erklärung ein Aufruf, diejenigen Politikerinnen und Politiker sowie Parteien zu wählen, die die Klimakrise unmissverständlich als solche anerkennen und die politische Zielrichtung danach ausrichten. Das gilt vor allem auch für die bevorstehenden wichtigen Europawahlen im Mai.
Beim Gang zur Wahlurne sollte die Zukunft der eigenen Kinder bedacht werden. “Fridays for Future” haben bereits erklärt: “Die Europawahlen sind Klimawahlen.”. Ihr Statement: „Nicht eine einzige unserer Stimmen wird an eine Partei gehen, die sich nicht um unsere Zukunft kümmert.“ Dieser Aussage schließen wir uns als “Parents for Future” vollständig an.
Mit der internationalen Erklärung wollen wir gleichzeitig alle Eltern, Großeltern und Unterstützer*innen dazu ermutigen, mit dazu beizutragen, den politischen Druck gemeinsam weiter aufzubauen. Dieser ist dringend notwendig, um die Klimakatastrophe einzudämmen.
Einzelpersonen sowie internationale Organisationen sind dazu aufgerufen, sich dieser Erklärung mit ihrer Unterschrift anzuschließen. Darüber hinaus laden wir dazu ein, sich den bestehenden “Parents for Future”-Gruppen anzuschließen und gegebenenfalls weitere zu gründen.
Weitere Informationen sind zu finden unter #ActNOWForFuture und https://www.parentsforfuture.org/actnow .
Erklärung Parents For Future International:
Eltern und Großeltern für eine sichere, gerechte und saubere Zukunft
Am 15. März 2019 streikten 1,6 Millionen Schülerinnen und Schüler sowie Studierende aus 125 Ländern und mehr als 2.000 Städten für schnelle und entschiedene Maßnahmen gegen die uns bevorstehende Klimakrise. In Deutschland beteiligten sich mehr als 300.000 Menschen in über 200 Städten.
Der Klimawandel schreitet schneller voran, als es noch vor zehn Jahren erwartet wurde, und zurzeit verlieren wir diesen Wettlauf. Bereits in den 1990er Jahren wurden internationale, nationale und regionale Anstrengungen, den Klimawandel einzudämmen, auf den Weg gebracht. Doch dieser Weg hat sein Ziel, trotz der Ratifizierung des Pariser Klimaschutzabkommens, völlig verfehlt. Die weltweiten Anstrengungen müssten nun bereits verfünffacht werden, um die Erderwärmung dauerhaft unter 1,5°C zu halten. Schlimmer noch: Wir befinden uns bereits um 1°C über dem vorindustriellen Niveau und steuern aktuell auf eine Welt zu, die noch während der Lebzeit unserer Kinder um deutlich über 3°C wärmer sein wird. Wir hinterlassen ihnen damit eine unsichere Zukunft.
Was unsere Kinder uns heute sagen, ist nichts anderes als das, wovor uns die Wissenschaft bereits seit vielen Jahren warnt. Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren. Der Klimawandel ist keine abstrakte Bedrohung mehr. Er ist eine existenzielle Krise, deren Auswirkungen wir bereits zu spüren bekommen: Zum Beispiel durch extreme Dürren in Honduras, zerstörerische Waldbrände in Kalifornien, Korallenbleiche in Australien, verheerende Taifune auf den Philippinen und den pazifischen Inseln, beispiellose Hitzewellen in Japan, sowie die verhängnisvollen Sturmfluten, die kürzlich Mosambik getroffen haben. Die Vereinten Nationen rechnen in den nächsten 50 Jahren weltweit mit 250 Millionen bis 1 Milliarde Klimaflüchtlingen. So könnten jedes Jahr 5 bis 20 Millionen Menschen ihre Heimat verlieren, wenn wir den Klimawandel nicht schnell stoppen.
Die weltweite Jugendbewegung für den Klimaschutz leistet aktuell den schwierigsten Beitrag: Sie lehnt sich gegen die Trägheit des gegenwärtigen Systems auf um nicht nur ihre, sondern auch unsere Zukunft zu schützen. Unsere Kinder gaben uns den Impuls. Es ist jetzt unsere moralische Pflicht, als Erwachsene zu reagieren.
Wir - Eltern, Großeltern und alle, die sich um die jungen Menschen der nächsten Generation kümmern - stehen für die Zukunft unserer Kinder ein, im engen Schulterschluss mit der wissenschaftlichen Gemeinschaft. Deren Bewertung der bereits beobachtbaren und zukünftigen Konsequenzen des Klimawandels machen unmittelbar greifende Handlungen notwendig. Deshalb fordern wir sofortige und deutlich mutigere Maßnahmen und Gesetze, die im Einklang stehen mit dem Ziel, die globale Erwärmung auf maximal 1,5°C zu
begrenzen. Deshalb fordern wir, dass den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens und den Empfehlungen des Sonderberichts des Weltklimarats (IPCC) zur globalen Erwärmung von 1,5°C zu entsprechen ist. Das bedeutet nicht nur, dass die weltweiten Emissionen insgesamt auf null reduziert werden müssen, sondern auch, dass dies nun so schnell wie möglich und auf der Grundlage der Klimagerechtigkeit erfolgen muss.
Unsere Kinder haben mutig das öffentliche Bewusstsein geschärft und die weltweite Aufmerksamkeit für die Klimakrise auf ein noch nie da gewesenes Maß befördert. Sie haben uns Hoffnung gegeben. Jetzt sind wir es ihnen schuldig, endlich zu handeln, denn Hoffnung ohne Aktion bleibt Wunschdenken. Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht, wir sind die letzten Generationen, die überhaupt noch die Möglichkeit haben, unser Klima zu stabilisieren und einen katastrophalen Klimawandel abzuwenden.
Die Bewegung erlebt eine enorme Dynamik. Diese Dynamik wird jedoch nur weiter wachsen, wenn wir sie mit unserem eigenen Handeln fördern und sich ihr noch mehr Menschen anschließen. Die Unterstützung der Kinder und Jugendlichen bei ihrem weltweiten Klimastreik war der erste Schritt. Als Eltern und Großeltern müssen wir jetzt entschlossen handeln, um die Zukunft unserer Kinder und Enkel zu sichern. Als Bürgerinnen und Bürger müssen wir ihren Stimmen die Macht unserer Stimmen an der Wahlurne verleihen. Wir müssen unser Konsumverhalten hinterfragen und bei Kaufentscheidungen Nachhaltigkeit in den Vordergrund stellen.
Der Klimawandel wird nicht einfach vorübergehen, wenn wir uns weigern, ihn anzuerkennen oder ihn weiter leugnen. Wir können das Klima nur bei 1,5°C stabilisieren, wenn wir Politikerinnen und Politiker oder Parteien wählen, die dieses Ziel klar und unmissverständlich zur obersten Priorität machen. Die Klimakatastrophe kann verhindert werden, wenn wir mehr werden, wenn wir andere informieren, inspirieren und wenn wir endlich handeln. Wir können erfolgreich sein, wenn wir uns über alle Schichten der Gesellschaft hinweg verbinden und mobilisieren.
Eltern! Wir sind überall Teil der Gesellschaft: In Klassenzimmern, auf Ackerflächen, in Fabriken, in Krankenhäusern, in Vorstandsetagen und Parlamenten. Wir haben die Kraft, diese sichere, gerechte und saubere Zukunft für unsere Kinder und uns alle zu erreichen.
Die Eindämmung des menschengemachten Klimawandels muss die größte Errungenschaft dieses Jahrhunderts werden. Gemeinsam sind wir bereit!
Die vollständige Erklärung und eine aktualisierte Liste der Unterzeichner finden Sie unter: https://www.parentsforfuture.org/actnow
Dort finden Sie auch das Anmeldeformular, um die Erklärung ebenfalls zu unterstützen.
AUSTRALIEN: Australian Parents For Climate Action
BELGIEN: Grands-Parents Pour Le Climat Belgique, Grootouders Voor Het Klimaat
DEUTSCHLAND: Parents For Future Germany , Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (Bayern, Berlin)
FINNLAND: Ilmastovanhemmat/Climate Parents Finland
FRANKREICH: Parents For Future France, Grands-Parents Pour Le Climat France, Citoyens Pour Le Climat
INDIEN: #MyRightToBreathe
IRLAND: Parents Climate Strike
KANADA: Citizens Climate Lobby Canada
NIEDERLANDE: Dutch Parents For Future, Grootouders Voor Klimaat
NORWEGEN : Besteforeldre Mot Global Oppvarming Grandparents/Climate Campaign ÖSTERREICH: Parents For Future Austria
PANAMA: Ciudadanos por un Clima Vivible/Citizens' Climate Lobby Panama
SCHWEDEN: Föräldravrålet/Parents Roar, Parents For Future Sweden, GrandPanthers , Fria Pensionärers Klimatnätverk
SCHWEIZ: Parents For Future Switzerland, Grands-Parents Pour Le Climat - Klima-Großeltern
SPANIEN: Madres Por El Clima, Madres Y Padres For Future España SÜDAFRIKA: Fossil Free South Africa,
VEREINIGTE STAATEN VON AMERIKA (USA): Mothers Out Front, Parents For Future Seattle, ClimateMama, DearTomorrow, Elders Climate Action, Parents For The Planet, 350Brooklyn Families
VEREINIGTES KÖNIGREICH (UK): Mothers Rise Up, Parents For Future UK, XR Families London, BirthStrike, For Their Future, Rising Up! Manchester Families, Counselling For Social Change, KidLit4Climate
ZYPERN: Mothers Rise Up













