(openPR) Im Gomaringer Seniorenzentrum Gustav-Schwab-Stift fanden im vergangenen Jahr sechs junge Frauen eine neue berufliche Heimat.
Wer hat nicht schon einmal etwas von Hape Kerkelings Ausstieg aus dem Alltagsleben und seiner Wanderung über den Jakobsweg gehört. Aber wie geht es jungen Menschen, die ihren Familien erzählen, dass sie für immer eine neue Heimat in einem anderen Land suchen?
Sechs dieser mutigen Frauen arbeiten in einem der Seniorenzentren der Zieglerschen. Sie haben den Schritt in eine unbekannte Zukunft gewagt und ein neues Leben in Deutschland begonnen, um andere Menschen zu unterstützen und ihren beruflichen Weg in der Altenpflege zu finden oder zu vertiefen. Drei Frauen stammen aus dem Kosovo und sind bereits als Pflegefachkräfte in Deutschland anerkannt. Über eine rumänische Vermittlungsagentur für Pflegefachkräfte kamen sie nach Gomaringen. Die Region in Deutschland wählten sie bewusst, da ihre Freunde bereits in der Nähe leben. Sie sind froh im Gustav-Schwab-Stift zu arbeiten, denn bereits in der kurzen Zeit konnten sie ihre bisherigen Fachkenntnisse erweitern und vertiefen.
Im vergangenen Jahr begannen auch drei weitere Frauen ihre Ausbildung zur Altenpflegerin bzw. Pflegehelferin. Zwei dieser neuen Auszubildenden kamen über ein trägerübergreifendes Projekt des Diakonischen Werkes Württemberg (DWW) aus dem Kosovo nach Deutschland. Zielsetzung dieses Ausbildungsprojektes ist es, dem Pflegefachkräftemangel in Deutschland entgegenzuwirken. Im Kosovo besuchten sie bereits die mittlere medizinische Schule und konnten Erfahrung als Krankenhelferin bzw. bei der Arbeit in einer Apotheke sammeln. Die dritte Auszubildende fand schon vor einigen Jahren ihr neues Zuhause in Deutschland. Sie folgte ihrem Mann in dessen Heimatsland. Die gebürtige Philippinin profitiert während ihrer Ausbildung von einem Sonderprojekt für ausländische Auszubildende. Nach einer zweijährigen Ausbildung zu Pflegehelferin kann sie, nach einem Schulwechsel, die Ausbildung zur Altenpflegerin absolvieren.
Allen Frauen war bereits in diesen jungen Jahren klar, dass man im Leben „richtig Gas geben muss“, um eine Zukunftsperspektive zu haben.
Einrichtungsleiterin Marcelle Hofmann ist stolz auf ihre Mitarbeiter: „Ich freue mich schon, im April eine weitere Auszubildende aus Nepal begrüßen zu können. Mit der Ausbildung ausländischer Mitarbeiter versuchen wir, den Spagat zwischen Fachkräftemangel und der Beschäftigung von Zeitarbeitskräften zu minimieren. Nur so kann eine dauerhafte und für die Senioren kostengünstige Finanzierung der Pflege sichergestellt werden.




