(openPR) Frankfurt, 11. Oktober 2006 – Hamburgs Hotelbranche ist auf dem Weg, die sieben Millionen-Marke bei Übernachtungen zu erreichen – so die Kernaussage der „Hotelmarktstudie Hamburg“ der Dr. Lübke GmbH. Allein im ersten Halbjahr diesen Jahres stieg die Anzahl an Übernachtungen um rund 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. „Durch sein vielfältiges kulturelles Angebot und zahlreiche Großveranstaltungen ist die Hansestadt besonders beliebt bei Kurz- und Städtereisenden“, so Andreas Erben, Leiter Hotel der Dr. Lübke GmbH. Die Mehrheit der Touristen gibt an, aus privaten Gründen nach Hamburg zu reisen (83%). Die Hälfte davon, um eines der zahlreichen Musicals zu besuchen (41%). 80 Prozent der Gäste stammen aus Deutschland. Aber auch Investoren haben den Charme der Stadt erkannt: 33 Prozent finden Hotelinvestments in Hamburg interessant (Quelle: Dr. Lübke „Die Strategien der Immobilieninvestoren in Deutschland“).
„Unter allen deutschen Großstädten hat Hamburg die höchste Bettenauslastung“, so Erben. Allein in den ersten elf Monaten des vergangenen Jahres waren fast drei Viertel der Zimmer ausgebucht (72,2%). Zum Vergleich: In München waren es 70 Prozent, in Köln 68 Prozent (Quelle: Deloitte & Touche).
Die meisten Touristen reisen privat in die Hansestadt. Nur 17 Prozent sind Geschäftsreisende. „Anders als z.B. in Frankfurt oder München fehlt es Hamburg an renommierten, internationalen Messen.“ 43 Pro-zent der Geschäftsreisenden geben als Grund für Ihren Aufenthalt klassische Geschäftstermine an, 27 Prozent Tagungen und Kongresse sowie 7 Prozent den Besuch einer Messe.
„Um sich langfristig als Kongress- und Messestandort zu etablieren und mehr Geschäftsreisende zu gewinnen, muss das transatlantische Flugnetz Hamburgs weiter verbessert werden“, erläutert Erben.
Aufholbedarf im internationalen Vergleich
Gleiches gelte, um auch für internationale Gäste attraktiver zu werden. Aktuell werden 20 Prozent der Übernachtungen von Touristen aus dem Ausland gebucht. „Damit hinkt Hamburg im Vergleich zu Frankfurt (50%) und München (45%) deutlich hinterher.“
Den größten Nachfragezuwachs verzeichnen Hamburger Hotels aus Österreich (+35%), Großbritannien und den USA ( je +18%) sowie der Schweiz (+12%). „Durch den Routenausbau von Billigfliegern rechnen wir in Zukunft mit mehr Reisenden aus Spanien, Kanada und dem arabischen Raum“. Dies würde besonders Oberklasse-Hotels zugute kommen.
Hotelangebot wächst weiter
Mit dem anhaltenden Trend zum Städtetourismus sehe die Elbmetropole einer blühenden Zukunft entgegen. Auch Investoren hätten das erkannt. „Wir rechnen damit, dass zu den bestehenden 281 Beherbergungsbetrieben bis Ende 2007 neun neue hinzukommen und die Anzahl an Betten auf rund 36.300 steigen wird (+ 7,4%)“, ist sich Erben sicher.
Der Großteil der neuen Häuser wird in der 4-Sterne-Kategorie entstehen, u.a. im Schanzenviertel und in St. Pauli.
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