(openPR) Ja, man spricht in Frankreich mittlerweile von Krieg, wenn man über die Tour de France berichtet. Nur noch zwei Mannschaften haben die Möglichkeit an der der Grand Boucle teilzunehmen. Aber drei Teams sind noch im engeren Kreis. Es sind alles französische Teams, allerdings kommen zwei davon aus der Bretagne und das ist ein Unterschied. Nicht nur weil der ehemalige große Tour Star Bernard Hinault von dort kommt und auch bei der ASO ein großes Wort mitzureden hat. Nun könnte man sich aus deutscher Sicht gemütlich zurücklehnen und sagen: "was geht uns das an." Aber seit diesem Jahr ist nun mal der deutsche Spitzensprinter André Greipel in die Niederungen des französischen Radsports abgestiegen. Nachdem seine Rolle in der ersten Liga bei Lotto Soudal immer mehr angezweifelt wurde, zog er die Reißleine und verdingt sich nun in der zweiten Liga bei Arkea Samsic als Leader sein Brot. Arkea Samsic hat André Greipel natürlich nicht ohne Grund engagiert. Zu groß ist die Palmares Liste des Hürther`s mit 155 Profi- und 11 Tour de France Siegen. Im letzten Jahr hatte André Greipel ein gutes Frühjahr mit Siegen in Australien und bei der Belgium Baloise Tour, wo er die ersten beiden Etappen gewann.
Diese Frühstartqualitäten sind nun notwendig. Denn die Tourteilnahme soll bis spätestens nach dem Ende von Paris-Nizza entschieden sein. Anhand der Gleichwertigkeit der Mannschaften, was die Manpower betrifft, wird das sportlich Abschneiden eine besondere Rolle spielen.
Deshalb kommt dieses Jahr dem Radsport in Afrika eine ganz besondere Rolle zu. Die La Tropicale Amissa Bongo in Gabun wird vom 21.1. bis 27.1. veranstaltet. Sie ist ein wunderschönes Rennen, findet aber in Europa, mit Ausnahme Frankreichs, in der Regel wenig Beachtung. Selbst drittklassige deutsche Mannschaften, wie Bike Aid, werden dort gern gesehen. Dazu muss man sagen, das gerade Bike Aid unheimlich viel für den Radsport in Afrika tut und für viele afrikanische Sportler ein Sprungbrett in die höheren Sphären des Radsportes ist.
Dieses Jahr jedoch wird es hier zum ersten großen Aufeinandertreffen der drei Kontrahenten um die zwei Plätze der Tour de France kommen. Im Gegensatz zu den Jahren davor, wo man schon mal mit den Nachswuchsfahrern angereist ist und nur den Namen präsentiert hat, sind dieses Mal bei einigen Teams die big Boys dabei. Arkea Samsic ist mit André Greipel am Start, Vital Concept deckt die Karten noch nicht auf und bleibt dem Nachwuchs Konzept treu, Direct Energie ist mit Damien Gaudin und Adrien Petit vertreten. Bei den beiden letztgenannten Teams sind jetzt nicht die ganz großen Sprinter dabei. Das Hauptblickfeld liegt also auf André Greipel. Er sollte die Rundfahrt dominieren.
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