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Auf das Studium eingerichtet

09.01.201917:28 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
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(c) uninest
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(openPR) Ob sich Studierende im gerade zu Beginn unbekannten und heute mehr denn je herausfordernden Terrain des Studentenlebens wohlfühlen, ist auch eine Frage des Wohnumfeldes

Trotz aller Euphorie, großer Freiheitsgefühle und Zukunftspläne: Der Semesterstart ist häufig hart – vor allem dann, wenn man sich als Erstsemester aufmacht in das große Abenteuer „Studium“ oder seinen Studienstart gar ins Ausland verlegt. Dann folgt auf die Aufbruchsstimmung oft schnell die Erkenntnis, dass die neue Situation auch neue Herausforderungen mit sich bringt: fremde Stadt, unbekannte Gesichter, das „Hotel Mama“ außer Reichweite, dazu ein forderndes Studium und nicht zuletzt ein ungewohntes Wohnumfeld. Eine fragile Lebensphase! Während manche Studierende gut damit zurechtkommen, leidet die Psyche anderer massiv unter den veränderten Bedingungen. Das studentische Wohlbefinden ist also gefährdet. Laut einer aktuellen GSA-Studie prägt das Wohnen die individuelle Universitätserfahrung wesentlich mit, weshalb unter anderem Anbieter von Studentenunterkünften wie Uninest Student Residences dazu beitragen wollen, die Studienzeit zu einem positiven Erlebnis zu machen.



Gestresste Studenten
Lustig ist das Studentenleben? Gar nicht so leicht, den Titel des alten „Gassenhauers“ als heutiger Student beherzt anzustimmen. Der dem Studium früher gern zugeschriebene Bohème-Charme weicht zunehmend der Belastung, die diese entscheidende Lebensphase mit sich bringt. In Expertenkreisen misst man dem Wohlergehen und der damit einhergehenden Leistung unserer Studenten daher größte Bedeutung zu. In Deutschland beschäftigt sich beispielsweise der „Arbeitskreis gesundheitsfördernde Universitäten“(1) damit oder das „Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung“ der Freien Universität Berlin (DZHW) in Zusammenarbeit mit der Techniker Krankenkasse im Gesundheitsbericht „Gesundheit Studierender in Deutschland 2017“(2). Auch die im Juni 2018 erschienene Studie „Student Wellbeing Matters“(3) des weltweit und auch in Deutschland führenden Anbieters von Studentenunterkünften, der Global Student Accommodation Group (GSA), stellt fest, dass ein dringender Bedarf an großangelegten Forschungsprojekten besteht, die sich mit dem sozialen und psychologischen Zustand der Studierenden auseinandersetzen. Erst vor diesem Hintergrund ließe sich die Entstehung oder Manifestation von psychischen und gesundheitlichen Problemen und anderen Heraus-forderungen bei Studierenden vorhersagen und eventuell verhindern.

Der erhöhte studentische Stresslevel zeigt sich unter anderem am gestiegenen Beratungsbedarf, wobei Studentinnen häufiger Rat suchen als ihre männlichen Kommilitonen. Laut der 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW) hatten 61 Prozent der Studierenden in den letzten zwölf Monaten zu mindestens einem der 21 abgefragten Themen Beratungsbedarf, wobei Studentinnen im Vergleich zu Studenten mit 66 Prozent versus 57 Prozent anteilig häufiger Beratungsbedarf zu mindestens einem der 21 Themen nennen(4). Das bestätigt auch Marco Blasczyk, Abteilungsleiter der Zentralen Studienberatung und Psychotherapeutischen Beratungsstelle der Goethe-Universität Frankfurt am Main (ZSB): „Frauen nehmen deutlich häufiger Beratung in Anspruch als Männer, etwa 75 Prozent unserer Klienten sind weiblich.“ Auch die Art der Anfragen ändert sich. Marco Blasczyk berichtet: „Die ZSB hat circa 3.500 Beratungsgespräche im Jahr. Damit sind die Zahlen zwar gesunken, dafür sind die Anliegen heute komplexer und keine reinen Informationsanliegen mehr.“
Vor dem Hintergrund des gestiegenen studentischen Stresslevels nimmt auch die Zahl Studierender mit psychischen Erkrankungen stetig zu. Der Barmer-Arztreport 2018(5) hat ergeben, dass inzwischen rund eine halbe Million Studenten und damit mehr als jeder sechste von einer psychischen Diagnose betroffen ist. Und von den circa 6.200 Studenten, die für den erwähnten Bericht „Gesundheit Studierender in Deutschland 2017“ befragt wurden, klagte gerade bei den weiblichen Studenten mehr als ein Viertel über ein hohes Maß an Erschöpfung, über ein Fünftel leidet unter Symptomen einer generalisierten Angststörung.

Herausforderungen im Studium
Von akademischem Stress bis sozialem Druck – die Liste stressauslösender Faktoren im Studium ist lang. Das bestätigt auch die GSA-Studie „Student Wellbeing Matters“, die daneben auch finanziellen Druck, lange Fahrzeiten, Besorgnis hinsichtlich der Chancen auf dem Arbeitsmarkt nach dem Studienabschluss, die Balance zwischen Arbeit und Studium sowie Wohnungsprobleme zu den wichtigsten Stressbringern zählt. Als weitere relevante Themen tauchen in Beratungsgesprächen auch immer öfter Zukunftsängste und Sicherheitsbedürfnisse in Bezug auf die berufliche Zukunft auf. In den letzten Jahren hat zudem die Diversität der Studierenden zugenommen. Es gibt in Deutschland weit mehr internationale Studierende sowie Studierende mit beruflicher Vorbildung und ohne Abitur. Auch wird Deutschland bei ausländischen Studierenden immer beliebter. Dem „European Student Accomodation Guide“ von Cushman&Wakefield (Frühjahr 2018) nach sind es in Deutschland aktuell mehr als 350.000 ausländische Studierende. Für sie kommen zu den klassischen Problemen von Erstsemestern noch sprachliche Barrieren.

Die typischen Ersti-Hürden fasst Marco Blasczyk zusammen: „Besondere Herausforderungen bei Studierenden im ersten Jahr scheinen mir die Gewöhnung an mehr Eigenverantwortung als zuvor in der Schule, die Frage ,Habe ich das richtige Fach gewählt?‘ sowie die Finanzierung des Studiums zu sein.“ Insbesondere Studienanfänger haben es also schwer und wechseln zusätzlich oft den Standort, sind das erste Mal von zu Hause weg. Die größte Herausforderung im ersten Jahr ist es für viele, mit der geforderten Eigenverantwortung zurechtzukommen. Ob man in die Uni geht, ob man lernt, ob man sich zur Prüfung anmeldet – darüber muss man nun selbst entscheiden. Auch Romy Winter, selbstständige Beraterin, Erfolgsmentorin und Coach für persönliche und berufliche Veränderungsprozesse sowie Hochschul-Dozentin für Personalmanagement und strategische Karriereplanung in Mönchengladbach, kennt diese Startschwierigkeiten: „Viele Studentinnen und Studenten stehen in Sachen Karriereplanung zu Beginn ihres Studiums wie der sprichwörtliche ,Ochs vorm Berg‘. Zusätzlich zu dieser Orientierungslosigkeit sind Studienanfänger häufig das erste Mal von zu Hause weg, fühlen sich einsam, ohne Vertrauensperson an ihrer Seite. Gleichzeitig strömt soviel Neues auf sie ein. Ich kenne das noch gut von meinem Studienstart. Womit ich nämlich nicht gerechnet hatte, war das Alleinsein und die Erkenntnis, dass es neben der Kür auch immer ein Pflichtprogramm gibt. Selbstmotivation, Selbstmanagement, Lernstrukturen etc. machten mir schwer zu schaffen. Ich wünschte mir eine helfende Hand – heute würde ich sagen einen Coach, Mentor oder eine Beratungsstelle.“ Ganz wichtig scheint ihr: „In einem positiven, schön gestalteten Umfeld, das einerseits Rückzugsmöglichkeiten bietet und zugleich einen großen Raum für gemeinschaftliche Aktivitäten, studiert es sich viel besser und man findet viel leichter sozialen Anschluss.“

Glücksfaktor Wohnumfeld
Dass das Wohnen einen wesentlichen Beitrag zum Wohlbefinden der Studierenden leisten kann, stellt auch die erwähnte Studie „Student Wellbeing Matters“ bei ihrem ganzheitlichen Blick auf die studentischen Lebenserfahrungen an Universitäten in Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Spanien und Australien fest. Außerdem könnten Studentenwohnheime und deren Mitarbeiter laut Studie eine wichtige Rolle übernehmen, indem sie im Krisenfall anderen Hilfsorganisationen mit Frühwarnungen helfen. Auch die 21. Sozialerhebung des DSW bestätigt die Bedeutung des Wohnumfeldes für das studentische Wohl. So lautet gleich der erste Satz im Kapitel „Wohnformen“: „Die Wohnsituation der Studierenden ist ein elementarer Bestandteil ihrer Lebenssituation.(6)“ Auch Christof Jaeger, Leiter der Studentischen Telefonseelsorge in der ESG Hamburg, berichtet: „Die Wohnsituation ist häufiger Thema in unseren Gesprächen, weil sie auch und gerade in Hamburg für Studierende äußerst kompliziert ist. Besonders zu Beginn des Studiums gibt es erhebliche Schwierigkeiten, geeigneten Wohnraum zu finden. Ich finde es deshalb toll, wenn man sich um die Entwicklung von Wohnraum für Studierende bemüht. Ein Hilfsangebot an der Uni Hamburg ist unsere Studentische Telefonseelsorge mit ehrenamtlichen, studentischen MitarbeiterInnen.“ Marco Blasczyk unterstreicht: „Das Thema Wohnen kommt in unserer Telefonhotline sehr oft zur Sprache. Dort geht es – wenn die Studienplatzzusagen verschickt wurden – ganz oft um die Frage, ob der Studienplatz in Frankfurt überhaupt angenommen werden kann. Das Problem: Die Zusagen gehen zwischen August und Ende September raus. Wenn man von Auswärts kommt, ist es fast unmöglich, in der kurzen Zeit in Frankfurt eine bezahlbare Wohnung zu finden. In der Konsequenz kommen viele Studenten gar nicht nach Frankfurt. Die meisten unserer Studierenden kommen aus einem Umkreis von maximal 50 km.“ Gerade an gefragten Studienorten ist uni- und damit meist citynaher Wohnraum Mangelware. Irreale Preise werden oft aufgerufen für qualitativ zweifelhafte Quartiere, die nicht wirklich einer lern- und geselligkeitsfördernden Wohnumgebung entsprechen. Doch wie sieht eine solche eigentlich aus?

Wohlfühl-Wohnkonzept
Idealerweise sollte der Wohnraum uninah sein. Das spart Zeit und Fahrtkosten. Auch Faktoren wie Sicherheit und Rundum-Service sind relevante Aspekte. Ganz wichtig aber ist: Studierende – insbesondere Erstsemester – müssen das Gefühl haben, Teil einer Gemeinschaft, nicht nur einer Bewohnerschaft zu sein, in einem sozialen Umfeld statt nur in einem Apartment zu leben und auf ein Netzwerk zählen zu können, das das Einleben in eine neue Umgebung erleichtert und die Kommunikation fördert. Das gehört zu den Ergebnissen der GSA-Studie, die damit einen wesentlichen Fokus des Wohnkonzeptes der Uninest Student Residences bestätigt. Hierbei geht es um die Schaffung von Community-Umgebungen in den Unterkünften. Um das zu erreichen, müssen Anbieter von Studentenunterkünften auf und außerhalb des Campus die zusätzlichen Herausforderungen im Blick haben, die diese Wohnform für die Studierenden mit sich bringt und härter daran arbeiten, ein soziales Umfeld zu schaffen, in dem die Studenten von einem Team vor Ort unterstützt werden, das ihnen den Übergang weg von ihrem Elternhaus erleichtert. Was eine Immobilie für studentisches Wohnen zum Wohlbefinden seiner Bewohner und damit zu ihren akademischen Leistungen beitragen kann, hängt also wesentlich von der Qualität der Dienstleistung ab – aber auch von der architektonischen Struktur. Das fängt bereits beim Wohndesign an: Neben der ästhetisch-funktionalen Ausstattung von Zimmern und Räumen spielt auch die Grundrissgestaltung und hier beispielsweise die Lage der Gemeinschaftsräume eine wichtige Rolle.

Dass das Uninest-Konzept funktioniert, bestätigen auch Studenten, die bei Uninest wohnen, beispielsweise Felix, der drei Jahre am Standort Frankfurt gelebt hat: „Hier hast du keine Probleme mit dem Vermieter, du lebst in einem studentischen Umfeld und kannst schnell viele internationale Bekanntschaften schließen. Ich würde diese Wohnform auf jeden Fall weiterempfehlen“. Und Sarah, die im fünften Semester Geschichte in Frankfurt studiert und gerade in eine Uninest Student Residence eingezogen ist, berichtet: „Die Wohnform von Uninest ist perfekt für mich und ich erwarte mir davon, mich gut und schnell einzuleben. Der Empfang war bereits super freundlich und alles läuft hier schnell und unkompliziert.“ Auch die Mutter eines Studenten in Frankfurt bringt es auf den Punkt: „Ich glaube, die Hauptherausforderung ist, im positiven Sinne eine Alltagsroutine zu finden und ein ‚Zuhause-Feeling‘. Ich erwarte mir von dieser Wohnform vor allem, dass mein Kind sich wohlfühlt und habe nach dem freundlichen und professionellen Empfang ein gutes Gefühl.“

(1) www.gesundheitsfoerdernde-hochschulen.de/O1_Startseite/index.html

(2) www.tk.de/centaurus/servlet/contentblob/989724/Datei/93076/Gesundheit-Studierender-in-Deutschland-2017-Studienband.pdf

(3) www.gsa-gp.com (Möglichkeit zum Download der Studie)

(4) www.sozialerhebung.de/download/21/Soz21_hauptbericht.pdf

(5) www.barmer.de/presse/infothek/studien-und-reports/arztreporte/barmer-arztreport-2018-144304

(6) www.sozialerhebung.de/download/21/Soz21_hauptbericht.pdf

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