(openPR) Düsseldorf. Da während des Gesprächs zwischen Katze und Fuchs kein Lippenleser anwesend war, wird der nachstehende Inhalt vermutet.
Katze: Hey, Fuchs. Du sollst die Gans stehlen, nicht das Katzenfutter.
Fuchs: Hast du hier schon mal eine Gans rumlaufen sehen?
Katze: Nö. Aber dich sehe ich jetzt immer öfter, wie du uns das Futter stiehlst.
Fuchs: Irgendwie muss ich mich ja ernähren, oder würdest du freiwillig verhungern?
Katze: Natürlich nicht. Aber du kommst ja erst neuerdings hierher an unsere Futterkisten, wieso?
Fuchs: Weil unser Revier komplett abgeholzt worden ist, um da Häuser zu bauen. Und weil die Erde knochentrocken war in diesem Sommer. Sonst ernähren wir uns ja auch von Kleingetier, wie Regenwürmern. Doch ohne Regen sind halt keine da. Und als wir beobachtet haben, dass einmal am Tag Leute kommen, die euch Futter in diese Kisten stellen…
Katze: ..dachtet ihr, die Katzen haben’s ja, da bedienen wir uns mal?
Fuchs: Du sagst es.
Katze: Das Futter ist aber für uns bestimmt, Fuchs. Wir haben nämlich kein Zuhause, in dem uns jemand Futter gibt.
Fuchs: Ach? Dann seid ihr auch obdachlos?
Katze: Genau genommen, ja, aber wir haben ganz großes Glück gehabt. Der Grundstückseigentümer hat erlaubt, dass Tierfreunde für uns Schlafhäuser und Futterkisten aufstellen und uns mit Futter versorgen dürfen.
Fuchs: Wie bitte? Muss der Grundstückseigentümer auch erlauben, dass wir Füchse uns auf dem Gelände aufhalten?
Katze: Nein, ihr seid ja Wildtiere. Ihr braucht keine Erlaubnis. Zu euch kommen ja auch keine Menschen, die Futterhäuser aufstellen und euch versorgen.
Fuchs: Hm. Aber ohne Lebensraum können wir nicht überleben. Da habt ihr es viel besser.
Katze: Vorausgesetzt, der Grundstückseigentümer erlaubt uns den Aufenthalt auf seinem Gelände. Wenn nicht, sind wir genauso von Vertreibung bedroht wie ihr.
Fuchs: Oh.
Katze: Ja, und ohne sicheres Revier, bekommen wir vielleicht mal von dem einen oder anderen Menschen eine kleine Futterschale, von der wir aber nicht satt werden und an Schlafhäuser ist gar nicht zu denken.
Fuchs: Könnt ihr denn dann den Winter überstehen?
Katze: Manche schaffen das, wenn der Winter mild ist und kaum Schnee liegt, denn im Gegensatz zu dir, Fuchs, haben wir kurze Beine und können durch hohen Schnee nicht laufen.
Fuchs: Oh je. Das wusste ich nicht.
Katze: Tja, viele Menschen wissen das auch nicht und denken, wir schaffen das schon, wir jagen ja Mäuse.
Fuchs: Die jagen wir ja auch, nur wohnen hier nicht riesige Mäusekolonien.
Katze: Genau. Ich weiß. Und so wie du werden wir von den paar Mäusen, die wir hin und wieder fangen, auch nicht satt.
So verharrten Fuchs und Katze eine Weile schweigend nebeneinander, bis die Katze zur Seite blickte und der Fuchs sich blitzschnell eine Futterschale schnappte und verschwand.
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