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Das unmoralische Angebot des Jens Spahn

13.12.201816:57 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Das unmoralische Angebot des Jens Spahn

(openPR) Herxheim, im Dezember 2018 - Gesundheitsminister Spahn hat seine Krallen ausgefahren: Für ein paar Euro „Schweigegeld“ pro inländische Apotheke bleibt der Versand verschreibungspflichtiger Arzneimittel auch aus dem Ausland bestehen! Die Freie Apothekerschaft ist empört! Damit stellt sich der Minister öffentlich gegen den Koalitionsvertrag. Man muss den Eindruck gewinnen, als ob der früher mit Spahn geschäftlich liierte und heutige Geschäftsführer eines niederländischen Arzneimittelversenders diese Vorschläge persönlich in die Feder des Bundesgesundheitsministers geschrieben habe.



Damit gipfelt die bisherige Veräppelung der Apotheker. Das Apothekensterben wird weiter Fahrt aufnehmen.

Genauso abstrus klingt es aus dem Mund dieses Ministers, dass eine für ausländische Versender neu zu schaffende "Marktanteil-Grenze von 5%" und die "Deckelung von Boni" die EU-Juristen nicht stören sollen. Das Zynische: Jetzt sollen denen die höheren Marktanteile und das Gewähren von Boni offiziell zugestanden, ja sogar im Sozialgesetzbuch festgeschrieben werden. Und das alles ohne irgendeine Ahnung davon zu haben, was der Gesetzgeber machen will, wenn diese Grenzen überschritten werden. Die Konzerne, die die ausländischen Versender am Leben halten, lachen sich schlapp, denn deren Aktienkurse werden dank Spahn steigen.

Den Apotheken geht es nicht nur um Geld sondern vielmehr um Gerechtigkeit und vor allen Dingen um die Preisgleichheit beim hohen Gut des verschreibungspflichtigen Arzneimittels, das eben keine normale Ware ist. Dr. med. Helma Gröschel, 1. Vorsitzende der Freien Apothekerschaft: „Mal ganz abgesehen davon, dass die Apotheken vor Ort als einzige Leistungserbringer im Gesundheitswesen seit 14 Jahren komplett von der Inflationsrate abgekoppelt sind, soll ihnen jetzt 5% der Wertschöpfung per Gesetz, also ca. 260 Millionen Euro, ohne Ausgleich weggenommen werden! Damit wird das Angebot Spahns für die Apotheken nicht nur zu einem Nullsummenspiel, es werden den Apotheken weitere Verluste zugemutet! Von einem irgendwie gearteten „Geschenk“ kann also überhaupt keine Rede sein! Alle Leistungserbringer, die sich in Deutschland an der Arzneimittelversorgung der Versicherten beteiligen wollen, müssen denselben Bedingungen unterworfen werden – ohne Wenn und Aber! Innerhalb der Handelskette vom Hersteller über den Großhandel bis zur Apotheke ist jede Stufe auf den Cent festgelegt, Rabatte sind ausgeschlossen. Das erzählen Sie mal einem Holländer.“ Dr. Gröschel weiter: „Die Regierung, die Apotheken mit einem Versorgungsauftrag knebelt und durch die Hintertür ausländischen Versandkonzernen Tür und Tor öffnet, die muss sich den Vorwurf von Protektionismus gefallen lassen. Vor diesem Hintergrund mutet die Entscheidung der EU geradezu grotesk an, verschreibungspflichtige Tierarzneimittel vom Versand grundsätzlich auszuschließen.“

Die Freie Apothekerschaft schreibt schon jetzt der CDU ins Poesiealbum: Die Legislaturperiode mit Herrn Spahn wird bei Beibehaltung dieser Positionen die Partei teuer zu stehen kommen!
Hinzu kommt eine Standesvertretung ABDA ohne Rückgrat, die sich anscheinend billig kaufen lässt und sämtliche Bemühungen der Basis hinsichtlich eines Versandverbots verschreibungspflichtiger Arzneimittel konterkariert hat. Sollte es bei diesem „Verhandlungsergebnis“ bleiben, fordert die Freie Apothekerschaft den sofortigen Rücktritt des ABDA-Präsidiums!

Die Geheimniskrämerei, das Hinhalten und die Kungelei zwischen ABDA und Spahn war und ist unanständig und respektlos gegenüber den Basisapothekern, die jeden Tag ihren Kopf hinhalten müssen für eine eiskalte Gesundheitspolitik, für politische Entscheidungen, die sie nicht zu verantworten haben. Einer Politik, die ausländische Aktiengesellschaften und internationale Konzerne über die heimischen Apotheken stellt, über Leistungserbringer, die rund um die Uhr an 7 Tagen die Woche die Arzneimittelversorgung der deutschen Bevölkerung zu 100 Prozent aufrechterhalten, der muss man attestieren, dass sie versagt hat!
Dr. Gröschel: „Diese Politik ist beschämend! Jegliche Beweihräucherung, wie wichtig die Apotheken angeblich sein sollen und dass die flächendeckende Versorgung erhalten bleiben müsse, darf man jetzt getrost als Makulatur bezeichnen. Im Hintergrund werden anscheinend bereits andere Maßnahmen geplant, das jetzige Apothekensystem zu ersetzen durch ein System, das den Patienten dann vollends zu einer digitalen Nummer degradiert.“

Eine reibungslose Arzneimittelversorgung der Patienten gibt es nur mit den Apotheken vor Ort. Das sollte dann auch ein nicht zuletzt finanzielles Engagement der Politik und auch der Krankenkassen bedeuten, deren ureigenes Interesse es sein müsste, die Patienten optimal versorgt zu wissen. Weder beim Gesundheitsminister noch bei den Krankenkassen kann die Freie Apothekerschaft zurzeit ein derartiges Interesse erkennen.

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