(openPR) Skier adé, Sand olé! Ein Hauch von Garmisch-Partenkirchen in Sarasota: Über eine Visitor Experience Managerin mit ganz besonderem Werdegang
München / Sarasota, 12. November 2018. Sie zog ihre Bahnen in den verschneiten Alpen, bewanderte als Kind in den Herbstferien das Eifelgebirge und den Schwarzwald und wärmte sich am Glühwein von Kölns und Düsseldorfs Weihnachtsmärkten die Hände: Allein ihr Herz führte Sandrina McCloud raus aus Europa und direkt an Floridas Golfküste, wo sie als Visitor Experience Manager bei Visit Sarasota County zum Concierge für eine ganze Destination wurde. Als Anlaufstelle für Besucher aus der ganzen Welt schult sie Freiwillige sowie Einwohner mit Wissen über die Region – und denkt dabei stets gern an ihre sehr deutsche Kindheit zurück …
Morgens, halb acht in Florida: Guten Morgen, Goedemorgen, Bonjour, Good morning! Seit gut einem Jahr weht ein multikultureller Wind durch Sarasotas vier Besucherzentren – jedes für eine Sprache, möchte man meinen, spricht die frisch gebräunte Visitor Experience Managerin Sandrina McCloud doch fließend Deutsch, Niederländisch/Flämisch, Französisch und Englisch. Geboren und aufgewachsen in Belgien und während der Schulferien stets in Deutschland unterwegs, zog es sie 2002 im Alter von 32 zusammen mit ihrem amerikanischen Ehemann, den sie 1993 während seiner Zeit als Profi Basketballer in Belgien kennenlernte, in die USA. „Obwohl mein Mann Andre 17 Jahre lang in Europa spielte, darunter zwei Jahre in Bayreuth und Hannover, wusste ich immer, dass er irgendwann zurück in die Staaten will. Und es war damals schon klar, dass es dann Sarasota sein wird, schließlich ist es sein Geburtsort, wo auch nach wie vor noch seine Familie lebt“, erinnert sich Sandrina. Obwohl hier und da mal das Heimweh durchkommt, könnte sich Sandrina keinen besseren Wohnort als Sarasota vorstellen. Die Liebe zur Region wuchs und wuchs – und so lag die berufliche Orientierung schnell auf der Hand.
Wenn McCloud aus allen Wolken fällt: 15 Jahre lang arbeitete Sandrina am Sarasota Bradenton International Airport und kümmerte sich als Marketing & Air Service Coordinator um die Vermarktung von Non-Stop-Flügen. In enger Zusammenarbeit mit Fluggesellschaften und Werbeagenturen war es ihr schon damals ein großes Anliegen, die Destination weltweit bekannt zu machen. In ihrer neuen Position als Visitor Experience Manager, die sie am 2. November 2017 antrat, tauscht sie nun Land gegen Luft. Ein schicksalhafter Tag, wie sie sich erinnert: „Kurz nachdem ich die Arbeit erstmals aufnahm, hörte ich einen ehrenamtlichen Mitarbeiter im Gespräch mit einem Touristenpärchen. Ich erkannte sofort einen belgischen Akzent – und begrüßte die beiden in unserer gemeinsamen Muttersprache. Da wusste ich, dass der Job nach mir gerufen hat.“
„Sie sind groß. Ich meine, richtig gro?, sagt Sandrina und schaut dabei permanent gen Himmel. Eigentlich nicht gerade die Antwort, die man erwartet, fragt man nach dem typisch deutschen Touristen. „Aber es stimmt! Und immer sind sie äußerst gut in Form und fragen nach dem öffentlichen Verkehrssystem. Am meisten interessieren sie sich für die Strände, besonders für unseren mehrfach ausgezeichneten Siesta Key Beach. Aber auch sportliche Aktivitäten wie Wandern, Radeln, Paddeln, und Kayakfahren sind bei Deutschen sehr beliebt, genauso wie Restaurants und Museen. Wie praktisch, dass all das in Sarasota innerhalb einer Stunde erreicht werden kann”, so Sandrina. Nach Kanada und England schickt Deutschland auf Platz 3 die meisten Urlauber nach Sarasota, durchschnittlich kommen sechs deutsche Touristen pro Woche ins Besucherzentrum. Sprachbarrieren gibt es dabei keine, lernte Sandrina doch schon auf der High-School neben Französisch und Englisch Deutsch als Fremdsprache.
Vier Besucherzentren, ein fünftes in Planung, 40 freiwillige Mitarbeiter und sechs Teilzeitkräfte – und kein Stress in Sicht. „Ich finde es großartig, mit ehrenamtlichen Mitarbeitern zu arbeiten und sie in Sarasotas Tourismusindustrie zu schulen“, so die 48-Jährige, die auch Hotelangestellte fit für die Region macht und immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten ist, Sarasota von seiner besten Seite zu präsentieren. Und das seit 2013 sogar offiziell als amerikanische Staatsbürgerin. Ob es ein Comeback zu Schwarzwald und Glühwein gibt? Wohl eher nur zu Besuch, hört man die Wahlamerikanerin schwärmen: „Ich liebe mein Leben hier! Wir haben einige der weltbesten Strände und eine wunderbare Natur mit all ihren Parks, der Wildnis und den Wassersportmöglichkeiten. Zudem ist Sarasota die einzige Stadt Floridas, die für ihr vielfältiges Angebot an Kunst und Kultur bekannt ist – von einer Oper, einem Ballett, mehreren Theatern und einem Symphonieorchester über Bühnen für Sänger, Bands, Comedians und Fernsehstars bis hin zu Größen wie Stephen King, Oprah Winfrey, Jerry Springer und Monica Seles, die Sarasota ihr Zuhause nennen. Kulinarische Angebote gibt es zu Hauf, gekocht von Chefköchen aus der ganzen Welt. Ich wünschte ich würde nicht so weit weg von meiner Familie leben, aber ich bin glücklich, dass ich sowohl in Belgien, als auch in Sarasota beheimatet bin“, sagt sie und nimmt einen Schluck aus ihrem Kaffeebecher – eine Glühweintasse in Stiefelform, original vom Kölner Weihnachtsmarkt.












