(openPR) [Cottbus/09.10.18] Das neue Corporate Design ist äußeres Zeichen eines kräftezehrenden Neuaufstellungsprozesses der Wirtschaftsförderung Cottbus, welcher mit der neuen Gesellschafterstruktur und der Berufung von Tina Reiche zur Geschäftsführerin vor genau einem Jahr begonnen wurde. Seitdem zogen unternehmerisches Denken sowie fachspezifische und wirtschaftserfahrene Projektentwickler in die Wirtschaftsförderung ein.
Tina Reiche: „Mein Anspruch war es nicht, die EGC einfach nur zu übernehmen und an gewohnte Strukturen anzuknüpfen. Wir arbeiten mit hohem qualitativem Anspruch. Dieser bedingt, dass mit professionellem Projektmanagement Projekte überlegt angegangen werden, oftmals nicht immer für die Öffentlichkeit sichtbar. Spezialisiertes Personal, leistungsfähige Partner und die entsprechende Budgetierung sind Grundvoraussetzungen einer erfolgreichen Projektumsetzung unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen, politischen und institutionellen Rahmenbedingungen.“
Vor besonderen Herausforderungen steht das zweiköpfige Team Gewerbeflächenentwicklung und -vermarktung. In monatelanger Kleinstarbeit wurden und werden die zahlreichen Nutzungseigenschaften der Gewerbegebiete analysiert, um ´Vermarktungspotentiale herauszuarbeiten. Insbesondere der Technologie- und Industriepark (TIP) bietet enorme Entwicklungspotentiale.
Tina Reiche: „Es gibt auch aktuell Projekte, bei denen es uns, trotz Gewerbeflächenpotentials nicht gelingt, Investoren in Cottbus anzusiedeln. Die Gründe hierfür sind vielfältig und weniger in der Arbeit der EGC zu suchen. Der Teufel steckt wie so oft im (planungsrechtlichen) Detail. Aktuell entwickeln wir u.a. ein vielversprechendes Projekt, welches allerdings nicht auf Cottbuser Stadtgebiet gelegen ist. Nachhaltige Effekte für das Oberzentrum Cottbus können nichtsdestotrotz bei erfolgreicher Umsetzung erzielt werden. Zudem spielt der interkommunale Gedanke eine nicht zu unterschätzende Rolle.“
Weitere Schwerpunkte der EGC-Tätigkeit bilden zudem der Bereich der Bestandsentwicklung und Akquise, die Standortvermarktung sowie der Technologietransfer: „In den einzelnen Teilbereichen müssen wir im ersten Schritt strategische Ansätze entwickeln und uns dann auf Projektentwicklungsebene begeben. Seit Frühjahr arbeiten wir beispielsweise zusammen mit der BTU intensiv an der konzeptionellen Umsetzung eines Projekts im Bildungsbereich mit den Zielen, bessere MINT- und Digitalisierungs-Bildungsmöglichkeiten im Hinblick auf den Fachkräftemangel zu schaffen, aber auch zur Etablierung neuer Arbeitskräfte und zur räumlichen Konzentration von Bildungsangeboten am Dienstleistungsstandort Cottbus. Das zuständige Ministerium hat uns bereits hohes Interesse am Projekt signalisiert.“
Das Team der Investorensuche und Unternehmensbetreuung unterbreitet regelmäßig initiative Angebote an Unternehmen, betreut zahlreiche Anfragen aus der etablierten Cottbuser Wirtschaft, schafft Vernetzungspotentiale und führt regelmäßig und intensiv Unternehmensbesuche durch. Im Zuge dessen werden sehr konkret Potentiale ermittelt, die sich aus aktuellen und zukünftigen Erfordernissen ergeben.
Zum Ende des Jahres wird nach langer Suche mit einer weiteren kompetenten Mitarbeiterin der Bereich der Standortvermarktung besetzt. Nichtsdestotrotz wurden bereits Veranstaltungen organisiert. So wird Ende November in Kooperation mit der Firma SIEMENS eine wichtige impulsgebende Veranstaltung zum Thema „Smart City“ ausgerichtet. Die Wirtschaftsförderung ist einer der sieben Projektkoordinatoren zur Umsetzung von Projekten im Rahmen der Digitalen Agenda Cottbus.
Wenige Tage später veranstaltet die Wirtschaftsförderung in Kooperation mit dem Gründungszentrum ZUKUNFT LAUSITZ ein Treffen zur Vernetzung von etablierten und jungen Unternehmen. Diese Veranstaltung aber auch die dafür vorgesehenen Räumlichkeiten sollen als Vorbote des bald in Bau befindlichen Cottbuser Gründerzentrums dienen.
Tina Reiche erläutert eine weitere strategischen Säule der Arbeit der Wirtschaftsförderung: „Unserer Stadt fehlt ein gesamtstädtisches Standort-Vermarktungskonzept. Einzelne Themen losgelöst voneinander zu bewerben ist wenig nachhaltig, insbesondere vor dem Hintergrund enger finanzieller Spielräume. Ein gesamtstädtisches Marketingkonzept ist alternativlos. Mit der Stadtverwaltung Cottbus, dem Ostseemanagement und anderen städtischen Institutionen sind wir bereits in enger Abstimmung zur Erstellung der Konzeption und darauf aufbauender Projekte“
Die Wirtschaftsförderung zielt weiterhin in allen Fachgebieten darauf ab, Entwicklungen auf dem Stadtgebiet in Einklang zu bringen und strategisch nachhaltige Projekte zu entwickeln, ohne die tagesaktuellen und ebenso wichtigen Anfragen aus der Wirtschaft zu vernachlässigen. Tina Reiche abschließend: „Wir arbeiten heute mit insgesamt 6, bald 7, Kollegen. Bis zum Jahr 2003 hatte die Wirtschaftsförderung ein Team von 14 Mitarbeitern. Daher bitten wir um Verständnis, dass es uns wichtig ist, glaubwürdige Lösungen zur Belebung der Cottbuser Wirtschaft zu entwickeln und die Sorgen der Unternehmensvertreter ernst zu nehmen. Wir arbeiten hart an der Umsetzung unserer Projekte auch wenn diese nicht sofort sichtbar sind. Unsere Projekte sind in den frühen Stadien, in denen sie sich befinden in den allermeisten Fällen nicht geeignet, in der Öffentlichkeit besprochen zu werden. Das gebietet im Übrigen die Vertraulichkeit gegenüber Unternehmern bzw. Investoren. Unser Motto ist und bleibt weiterhin: Wir reden nicht über den Strukturwandel, wir versuchen ihn mit den uns zur Verfügung gestellten Mitteln zu bewältigen.“
Die Wirtschaftsförderung rund um Tina Reiche blickt auf ein Jahr des Neuaufbruchs aber auch der Erfolge zurück. Die Anzahl der Ansiedlungen, die von der Wirtschaftsförderung unterstützt wurden, ist mit 15 Unternehmen und der Schaffung einer Vielzahl an Arbeitsplätzen mehr als vorzeigbar. In zahlreichen Fällen konnten etablierte Cottbuser Unternehmen unterstützt werden. Diese reichen von der Unterstützung in bauplanungsrechtlichen Genehmigungsfragen bis zur Fachkräftegenerierung.








