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Bayern wählt: Wie stehen die Parteien zur Homöopathie?

08.10.201809:26 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Bayern wählt: Wie stehen die Parteien zur Homöopathie?

(openPR) Am 14. Oktober wird in Bayern ein neuer Landtag gewählt. Der Bundesverband Patienten für Homöopathie (BPH) wollte von der CSU, SPD, Bündnis90/Die Grünen, Die Linken und der FDP in Bayern wissen, wie sie zur aktuellen Situation der Homöopathie und/oder der integrativen Medizin stehen und welche Planungen es gibt. Nachgefragt wurde, wie die Landesparteien zur Wissenschafts- und Therapiefreiheit, wie zur Apothekenpflicht homöopathischer Arzneien stehen und ob die GKV-Satzungsleistung Homöopathie bei ihnen Bestand habe? Der BPH wollte weiter wissen, ob die Parteien eine öffentliche Forschungsförderung und einen Lehrstuhl für integrative Medizin planen, so wie es Schwarz-Grün in Baden-Württemberg im Koalitionsvertrag verfasst haben.


Von den fünf angefragten Parteien haben vier geantwortet. Die Linke nicht - sie liegt eine Woche vor der Wahl bei 4,5 Prozent. Keine Antwort ist auch eine Antwort und damit dürften die bayerischen Linken auf einer Linie mit der Bundespartei liegen. Diese hatte sich im vergangenen Jahr vor der Bundestagswahl auf Anfrage deutlich gegen die Homöopathie ausgesprochen.

Die Parteien im Überblick
CSU steht klar zur Homöopathie
„Der Kern unseres freiheitlichen Gesundheitswesens bilden die freie Arzt- und Krankenhauswahl, die Therapiefreiheit und die Unabhängigkeit der freien Gesundheitsberufe. Daran halten wir fest.“ Klare Aussage auch zur Apothekenpflicht: „… die CSU [wird sich] deshalb nicht für die Aufhebung der Apothekenpflicht für homöopathische Arzneien einsetzen.“ Der Grund: Die CSU setzt auf die qualifizierte Beratung der Apothekerinnen und Apotheker. Auch an der GKV-Satzungsleistung wird die CSU nichts ändern, sie schreibt: „Die Homöopathie hilft sehr vielen Menschen, … die langjährige Geschichte der Homöopathie hat einen eigenen Stellenwert in der medizinischen Behandlung. … So lange die Behandlungsmethode Homöopathie Menschen hilft, werden wir sie nicht in Frage stellen.“ Damit vertritt die CSU auch die Meinung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der sich unlängst für die Satzungsleistung Homöopathie aussprach. Undeutlich hingegen bleibt die CSU in den Antworten zu Hochschule und Forschungsförderung.

SPD äußert sich verhalten positiv
Die Wissenschafts- und Therapiefreiheit wird von den bayerischen Sozialdemokraten nicht in Frage gestellt, ebenso steht die SPD in Bayern zur Apothekenpflicht homöopathischer Arzneien. Jedoch ist für sie die „Evidenz für die Wirksamkeit von homöopathischen Präparaten“ nicht belegt. Keine klare Antwort kommt von der SPD zum Thema Satzungsleistungen. Dafür unterstützt sie einen Lehrstuhl für integrative Medizin in Bayern.

FDP äußert sich negativ zur Homöopathie
Die Freien Demokraten stehen „selbstverständlich für die grundgesetzlich geschützte Freiheit von Wissenschaft- und Forschung. Wir setzen uns für den Erhalt der ärztlichen Therapiefreiheit unter Wahrung des Selbstbestimmungsrechtes der Patientinnen und Patienten ein“, heißt es. Beim Thema Apothekenpflicht hat die FDP noch keine Linie gefunden. Einerseits halten sie die Beratungskompetenz der Apotheker in Bezug auf homöopathische Arzneien für wichtig, andererseits würde die Apothekenpflicht „den falschen Eindruck vermitteln, homöopathische Arzneimittel hätten eine pharmakologische Wirkung.“ Klare Ansage zur Satzungsleistung: Homöopathische Arzneien sollen nach den Vorstellungen der FDP den Status von sogenannten Life-Style-Produkten erhalten und von den Versicherten selbst gezahlt werden. Hochschule und Forschung: Hier möchte die FDP keine Vorgaben machen.

Die Grünen setzen sich für die „Erforschung alternativ-medizinischer Verfahren“ ein
Die Grünen halten an der Wissenschafts- und Therapiefreiheit und an der Apothekenpflicht homöopathischer Arzneien fest. Der Grund ist die Patientensicherheit. Auch stehen die bayerischen Grünen zu den GKV- Satzungsleistungen Homöopathie. Im Bereich Forschung sprechen sie sich für die bessere Erforschung alternativ-medizinischer Verfahren mit anerkannten Methoden“ aus.

Fazit: Auch in Bayern steht die Politik zur Homöopathie
Die Umfrage des Bundesverbandes Patienten für Homöopathie zeigt deutlich, dass es keine klare, bundeseinheitliche Haltung zur Homöopathie und integrativer Medizin gibt. Die Bundesparteien haben jedoch eine deutlich positivere Meinung als der eine oder andere ihrer Landesverbände. So bekannte sich beispielsweise die SPD-Bundestagsfraktion in den DZVhÄ- Wahlprüfsteinen 2017 dazu, „dass sie an der Homöopathie als Wahlleistung der gesetzlichen Krankenkassen festhält.“ Auch handeln die Parteien bei diesem Thema in den Ländern unterschiedlich: Die FDP Baden-Württemberg hat sich gerade in einem Grußwort zum 150-jährigen Jubiläum der Hahnemannia deutlich für die Komplementärmedizin ausgesprochen. Sie stelle „eine tragende Säule unseres Gesundheitssystems dar, die von vielen Menschen genutzt wird und unsere medizinische Versorgung auf vielfältige Weise ergänzt.“ Nun wird sich zeigen, welche Koalition nach der Landtagswahl in Bayern mehrheitsfähig sein wird und welche Impulse von der Politik im Freistaat für die Homöopathie ausgehen werden.

Die Patienten haben bereits gewählt
Eine repräsentative Umfrage von Kantar Health vom Juli 2018 zeigt deutlich, die Deutschen möchten Homöopathie:
56 Prozent der Deutschen haben Erfahrung mit Homöopathie bzw. homöopathischen Arzneimittel.
75 Prozent der Deutschen befürworten eine integrative Medizin, das Miteinander von Schulmedizin und Homöopathie und anderen natürlichen Heilweisen.
66 Prozent der Befragten wollen in der Apotheke frei zwischen Medikamenten aus der Schulmedizin und der Naturmedizin bzw. Homöopathie wählen können.
64 Prozent erwarten, dass ihr Arzt auch entsprechende Medikamente einsetzen kann.

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