(openPR) im Kabinett des Kunsthandels Dr. Wilfried Karger
im stilwerk Berlin, Kantstraße 17, 10623 Berlin, 3. Etage
Laufzeit: 28. September bis 10. November 2018,
geöffnet Dienstag bis Freitag von 14 bis 19 Uhr
und Sonnabend von 10 bis 19 Uhr
Brüste, Schenkel und Bäuche gibt es dieses Mal nicht zu sehen in der Galerie für figurative Skulptur, keine Mimik und keine Gestik, ›nur‹ Zeichen: Zeichen als Skulptur, Zeichen als Collagen und Malereien, Zeichen als Schmuck.
Pit Kroke, der 1940 in Fürstenwalde in Brandenburg geboren ist, studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin Skulptur und Malerei. Dort arbeitete er auch auf dem Gebiet der konkreten Fotografie sowie dem konkreten Film und betrieb architektonische Studien. Als Meisterschüler schloss er seine Studien bei Heinz Uhlmann ab. 1964 ging er nach Sardinien, wo er als Architekt arbeitete. Ab 1981 beschäftigt er sich wieder mit der freien Kunst und ab 1993 lebte und arbeitete er auch wieder in Berlin und Sardinien.
Die Architektur prägt auch das freie künstlerische Schaffen von Pit Kroke.
Beginnend mit Skizzen und Zeichnungen, später Collagen, entwickelte Kroke seinen freien Formkanon. Balken, Kanten, Schrägen sowie Tore, Bogen, Winkel bilden die Formen, die er aus der Anschauung alter Bau- und Handwerkstraditionen gewonnen hat. Sie muten archaisch an und erscheinen zugleich überzeitlich.
Die strenge Geometrie der Architektur wird bei Pit Kroke humanisiert, inneren Impulsen folgend lässt er sie auf- und abschwellen, rhythmisiert sie emotional, löst sie auf in impulsiven Pinselstrichen.
Mit einer Sicherheit wählt Kroke von Beginn an und ausschließlich den Stahl für seine skulpturale Arbeit. Dieser ist frei formbar, in allen Richtungen und Kurven. Keine anderen Versuche plastischen Gestaltens sind bekannt.
Die Skulpturen aus geschwärztem Stahl stehen meterhoch als Zeichen im Raum: in Berlin, New York, Bologna, Toronto und verschiedenen Städten Deutschlands, eigentlich zweidimensionale Zeichen entwickelt aus seinen Collagen. Ihre Skulpturalität entsteht durch die Einbindung in den konkreten Raum, wenn das lineare Zeichen aus Stahl umschritten wird. Seine Skulpturen sind Bewegung im Raum. Die Ausstellung selbst zeigt neben den Grafiken Skulpturen kleineren Ausmaßes.
Der Schmuck, entwickelt aus dem gleichen Formenkanon, entstand ausschließlich als Geschenke für seine Frau als Unikate. Ob ihrer Zeichenhaftigkeit entschlossen sich die Veranstalter exklusiv für diese Ausstellung zwei Jahre nach seinem Tod erstmals eine zertifizierte Auflage von sechs Exemplaren einiger Schmuckstücke herauszugeben und zum Verkauf anzubieten. Der von Pit Kroke erwählte Juwelier hat sie gefertigt aus Gold, bzw. gedunkeltem Silber.
Pit Kroke wurde 1940 in Fürstenwalde/Spree geboren und hat an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin Skulptur und Malerei studiert. Dort arbeitete er auch an ›Konkreter‹ Fotografie und Film, ebenso betrieb er architektonische Studien. Als Meisterschüler schloss er seine Studien bei Heinz Uhlmann ab. 1964 ging er nach Sardinien, wo er anfänglich als Architekt arbeitete.
Ab 1981 näherte er sich wieder der freien künstlerischen Tätigkeit. Schließlich widmete er sich gänzlich der Skulptur und der Grafik.
Seit 1993 lebte und arbeitete er auf Sardinien und in Berlin. Bekannt wurde er vor allem durch seine Stahlplastiken im öffentlichen Raum, die in New York, in Bologna, Toronto, Berlin, Hannover, Dortmund und in weiteren deutschen Städten stehen. 2016 verstarb Pit Kroke in Berlin.
Einzelausstellungen hatte er in Berlin an der Akademie der Künste, in der Galerie Tammen & Busch und in der Galerie AEDES sowie in den Hackschen Höfen, in Bologna, Cagliari, Dortmund, Dresden, München, im Lehmbruckmuseum in Duisburg, in Essen, in Frankfurt am Main, in Rom und in Ulm.
Weitere Informationen und Abbildungen: http://www.kunsthandel-karger.com/bisher/58_aktuelle.htm













