(openPR) Bildhauer Rainer Opolka protestiert mit politischer Kunstaktion gegen Hass und Gewalt von rechts oder links
Zehn riesige Bronzewölfe stehen am Donnerstag, den 13.09.2018 von 10.00 bis 19.30 Uhr vor dem Karl-Marx-Monument in Chemnitz. Fünf Wölfe zeigen den Hitlergruß, einige greifen an, wieder andere haben Augenbinden und sind (noch) an der Leine. Am Rand stehen Mitläufer.
Der Brandenburger Künstler Rainer Opolka, dessen Ausstellung „Die Wölfe sind zurück?“ in Dresden, Berlin und Potsdam von 250.000 Menschen besucht wurde, will mit der Aktion gegen zunehmenden Hass und gegen Gewalt protestieren.
Der Hitlergruß, in Chemnitz vielfach gezeigt, war die Geste einer Gesellschaft, an deren Ende verbrannte Kinder, Auschwitz und 50 Millionen Tote standen. Rechtsradikale wie Björn Höcke bezeichnen sich gerne als „Wölfe“. Der Künstler Rainer Opolka protestiert mit den Wölfen gegen Hass und Gewalt, ganz gleich ob diese von rechts oder links, von Terroristen, Neonazis, Deutschen, Ausländern oder „normalen“ Straftätern ausgeht. Radikalismus ist keine Lösung.
Umrahmt wird die politische Kunstaktion von riesigen Schildern, auf denen steht:
„Wo gehetzt wird, wird später auch getreten!“,
„Wölfe bitte nicht füttern!“,
„Herr Maaßen und Herr Seehofer: Rechtsradikalismus ist die Mutter aller Probleme.“ und
„AFD / Pegida und Nazis instrumentalisieren unsere Angst und hetzen!“.
„Chemnitz ist das Symptom einer Entwicklung,“, so der Künstler aus Storkow, „die überall auf unserem Planeten Angst und Verbitterung hervortreibt und Gesellschaften spaltet. Es ist etwas faul, wenn Terroristen oder Kriminelle morden, aber es ist ebenso problematisch, wenn der Hitlergruß gezeigt, Menschen wegen ihrer Hautfarbe gejagt, Asylheime angesteckt, Journalisten angegriffen und jüdische Restaurants überfallen werden. Weshalb werden nicht Kriege und Armut, sondern die Menschen, die davor flüchten, als Bedrohung wahrgenommen? Zu hören ist auch auf die Stimmen derer, die sagen, die Möglichkeiten unseres Landes zu helfen, sind begrenzt.
Wir brauchen Mittel gegen die Angst und das hitzige Fieber, welches unser Land ergriffen hat, und Lösungen gegen Hass und Gewalt. Kommt es nicht zum Dialog aller, droht in der Gesellschaft eine Spirale des eskalierenden Streits. Radikalismus und Fanatismus gehören geächtet. Was nottut ist ein großer gesellschaftlicher Kompromiss. Deutschland kann das. “
Die Ausstellung wird am Donnerstag den 13.09.2018 ab 7.00 Uhr aufgebaut, um 10.00 Uhr eröffnet und um 19.30 Uhr abgebaut.
Um 10.10 Uhr findet am Marx-Monument eine Pressekonferenz statt. Der Künstler ist den ganzen Tag vor Ort.














