(openPR) Dass die Arbeitsbedingungen in der Alten- und Krankenpflege hart und stark belastend sind, weiß man nicht erst seit den heute in Berlin veröffentlichten Ergebnissen einer Sonderauswertung des DGB-Index Gute Arbeit. „Seit vielen Jahren weist der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) auf die unhaltbaren Arbeitsbedingungen für die Pflegeberufe hin. Sie sind durch Daten, groß angelegte Befragungen und internationale Vergleiche vielfach belegt“, sagt DBfK-Sprecherin Johanna Knüppel. „Die daraus resultierenden Konsequenzen – Berufsausstieg, Teilzeit als Flucht vor chronischer Überlastung, hohe Krankheitsquoten und frühzeitige Erwerbsunfähigkeit – treten immer stärker zutage und verschärfen tagtäglich den Pflegefachkräftemangel im Gesundheitssystem. Die Verwerfungen unseres durch und durch ökonomisierten Gesundheitswesens sind offensichtlich. Sie zeigen, wohin es führt, wenn sich die Politik aus der Verantwortung stiehlt. Immer wieder betont Bundesgesundheitsminister Spahn an die Adresse der beruflich Pflegenden, dass er „verstanden“ habe. Messen lassen muss er sich allerdings an der erfolgreichen Realisierung seiner Vorhaben und daran, ob Pflegende in Krankenhäusern, Heimen, Rehakliniken und ambulanten Pflegediensten tatsächlich eine Verbesserung ihrer Arbeitssituation erkennen und dauerhaft erleben. Viel Zeit bleibt nicht mehr, das Ruder noch herumzureißen. Denn einen Beruf, in dem täglich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter „verbrannt“ werden, „cool“ machen zu wollen – so die Ankündigung der Konzertierten Aktion Pflege – grenzt an Zynismus und verkennt den Ernst der Lage vollständig.“













