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NETZ Bangladesch - Wie Menschen dem Klimawandel widerstehen

23.07.201813:09 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: NETZ Bangladesch - Wie Menschen dem Klimawandel widerstehen
Salma Begum und ihre Tochter Jannatun vor ihrem ausgespülten Haus in Nordbangladesch. Mit Hilfe von
Salma Begum und ihre Tochter Jannatun vor ihrem ausgespülten Haus in Nordbangladesch. Mit Hilfe von

(openPR) WETZLAR „Die Zunahme von Wetterextremen und die Zerstörung von Ernten erschüttert überwiegend Menschen, die am Rand der Gesellschaft leben“, erklärt die Entwicklungsorganisation NETZ die Auswirkungen des Klimawandels in Bangladesch anlässlich der Vorstellung ihres Jahresberichts.



„Frauen sind ungleich härter davon betroffen“, fasst die angehende Astronautin Insa Thiele-Eich die Folgen der Erderwärmung im aktuellen Jahresbericht von NETZ zusammen. Die Meteorologin, die derzeit für ihren Einsatz als erste deutsche Frau im All trainiert und in ihrer Promotion die Auswirkungen des Klimawandels in Bangladesch untersucht hat, erläutert: „Durch die Aufenthalte vor Ort habe ich erst begriffen, wie wahnsinnig komplex die wechselseitige Beziehung zwischen Mensch und Umwelt in Bangladesch ist, und gleichzeitig erlebt, wie sehr der Klimawandel besonders die Ärmsten der Armen bedroht.“

Der Jahresbericht von NETZ veranschaulicht, dass der gemeinnützige Verein vorrangig Frauen in Bangladesch unterstützt, die in extremer Armut leben. Im Rahmen des Projekts „Ein Leben lang genug Reis“ erhalten sie Startkapital, nehmen an Schulungen teil und gründen ihre eigenen Selbsthilfe-Organisationen. Die Familien bauen damit kleine Landwirtschaften oder Handwerksbetriebe auf. NETZ-Geschäftsführer Peter Dietzel verdeutlicht die Erfolge: „54 619 Frauen haben durch das Projekt die Ernährung und das Einkommen ihrer Familien verbessert. 3 000 Familien konnten unserer Partner vor Ort neu in das Projekt aufnehmen“. Die Bewältigung der Klimafolgen würde gezielt einbezogen. In flutgefährdeten Regionen schütteten die teilnehmenden Familien Land auf, pflanzten Bäume und leisteten Katastrophenvorsorge, berichtet Dietzel. Sie organisierten auch eigenständig Nothilfe für stärker betroffene Nachbardörfer, erläutert der Geschäftsführer: „Während der Flut im vergangenen Jahr verteilten 33 Selbsthilfe-Organisationen der Frauen fünf Tonnen Lebensmittel an Bedürftige und finanzierten dies komplett aus eigenen Mitteln.“

Das Jahresberichts-Thema Klimawandel skizziert die wüsten Schattierungen des globalen Phänomens in Bangladesch. Dietzel verweist auf den steigenden Meeresspiegel, der zur Versalzung von Ackerland führe und die Flüsse verlangsame: „Durch gesteigerte Sedimentablagerungen treten die großen Ströme, die das Land durchziehen, häufiger und heftiger über die Ufer. Durch Wetterveränderungen nehmen Dürren, Fluten und saisonale Kältewellen zu.“ Dass die Klimafolgen und die eigene Lebensweise in Deutschland verbunden sind, steht für Dietzel außer Frage: „Wir in Europa und den übrigen reichen Industriestaaten sind mitverantwortlich für die Probleme.“

Im Berichtsjahr förderte NETZ außerdem die Schulbildung von 38 190 Kindern in abgelegenen Regionen. An Schulungen zu Menschenrechten nahmen zudem 4 200 Frauen und Männer teil, um sich gegen Landraub, Korruption und für Frauenrechte zu engagieren.

Imtiaz Ahmed, Botschafter Bangladeschs in Deutschland, lobt die Arbeit: „Sie stärkt Selbsthilfekapazitäten, verbessert die Ernährungslage, hilft Auskommen und Schulzugang zu sichern, fordert Frauenrechte und Rechtssicherheit ein. Dies ermöglicht nachhaltige strukturelle Veränderungen. Wir hoffen, dass NETZ seine freundschaftliche Verbundenheit mit Bangladesch weiterführt“, schreibt er im Jahresbericht.

Finanziert werden die Projekte durch Privatspenden zusammen mit Fördergeldern des Bundesentwicklungsministeriums und der EU. Auf 4 Millionen Euro beliefen sich die Einnahmen im vergangenen Jahr, wobei Kosten für die Verwaltung, Transparenz und Kommunikation mit den Spendern nur 8,6 Prozent betrugen. 56 Prozent der Ausgaben flossen in das Projekt „Ein Leben lang genug Reis“. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) hat NETZ dieses Jahr zum 17. Mal in Folge das Spenden-Siegel verliehen und bestätigt, dass der Verein sachlich, wahr und umfassend über seine Arbeit informiert.

Über ein großes ehrenamtliches Engagement freuen sich die Mitarbeiter in der Wetzlarer Geschäftsstelle: „Mehr als 20 500 Stunden ehrenamtliche Arbeit haben die Aktiven im vergangenen Jahr bundesweit in der Partnerschaft mit Bangladesch geleistet“, hebt Dietzel hervor. „Dafür sind wir sehr dankbar.“ Die angehende Astronautin Insa Thiele-Eich begründet ihr ehrenamtliches Engagement so: „Ich freue mich, dass Organisationen wie NETZ unermüdlich daran arbeiten, insbesondere Frauen und Mädchen nachhaltige Chancen zu schaffen.“

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