(openPR) Emanzipation ist Frauensache, vermeintlich. Aber was passiert eigentlich, wenn sich ein Teil einer Gesellschaft regt und nach vorn bewegt? Dann werden sich wohl auch andere Teile neu arrangieren. Ergreifen wir die Chance nach einem freien Selbst!
Ich bin eine emanzipierte Frau, die Männer liebt. Aus dieser Position heraus stelle ich folgende These auf: Frauen können dann voll emanzipiert leben, wenn auch Männer emanzipiert sind. Die These scheint einen Widerspruch in sich zu bergen und klingt auch nicht nach unmittelbarer Selbstbestimmtheit der Frau. Ich meine, der Widerspruch versiegt bei genauerer Betrachtung. Wie so oft lohnt es sich, vom Schwarz-Weiß in die Graustufen vorzudringen, schließlich bewahrheitet sich die Aristotelische Mitte nur allzu oft in der Realität.
Das Bedürfnis, sich abzugrenzen rührt aus der Suche nach Identität und ist zutiefst menschlich. In Gruppen und Gemeinschaft ist das Überleben schließlich deutlich leichter. Trotz dieser Erkenntnis behaupte ich, dass sich über andere zu stellen ein Zeichen innerer Schwäche ist – und zwar insbesondere in einer aufgeklärten Gesellschaft. Stellt man sich über andere, geht es in der Regel um einen selbst. Dabei ist es egal, worüber man sich erhebt oder urteilt - körperliche oder geistige Defizite, geringere Begabung in einem Bereich oder schlichtweg ein Anders-Sein. Wer es als Angst verspürt, selbst als auf einem Gebiet minderwertig oder „anders“ zu gelten, findet vielleicht die Lösung seines Problems darin, andere in diesem oder anderen Sinne als negativ herauszustellen. Ein tolles Ablenkungsmanöver, das wohl jeder schon einmal gefahren ist. Gleichzeitig bekennt man sich vorsorglich wann immer möglich zum Starken oder Normativen. Das wäre dann die zweite Fliege mit der gleichen Klappe. Am besten geht das, indem man vermeintlich Schwache und Irreguläre als solche entlarvt. Der Mensch ist halt ein Rudeltier.
Was folgt daraus im Umgang mit Selbstverständnissen und Abhängigkeiten von Männern und Frauen? Frauen sind einen weiten, steinigen Weg gegangen um rechtliche, politische und gesellschaftliche Gleichstellung zu erlangen. Das Ziel ist noch nicht erreicht und dafür gibt es viele Gründe. Die weitreichenden gesellschaftlichen Veränderungen betreffen in diesem Prozess alle. Folglich müssen auch die Männer umdenken, klar. Die reine Akzeptanz von Frauen und deren Emanzipation ist dafür allerdings nicht ausreichend. Viel mehr noch ist es für Männer an der Zeit, aus dieser Entwicklung heraus eine neue eigene Identität, Individualität und Stärke für sich zu entdecken. Das bloße patriarchale Selbstverständnis entfällt schließlich als Anker für das Selbst und die Persönlichkeit. Auch dieser Prozess ist in vollem Gange und bedarf und verdient es, anerkannt zu werden.
Zurück zu meiner These: Frauen können dann emanzipiert leben, wenn auch Männer emanzipiert sind. Oder: Auf die weibliche Emanzipation folgt die männliche Emanzipation hin zu einem liberalen Selbstverständnis. Natürlich ist all das sehr individuell und vielschichtig. Besonders deutlich zeigt sich die Veränderung in der Mode. Der Anzug ist längst nicht mehr das eine Kleidungsstück der Wahl für einen gut gekleideten Mann. Influencer und Labels geben immer mehr Input für schöne, lässige, edle, sportliche, … Männer-Looks. Endlich, lasst uns Individualismus und Vielseitigkeit feiern!
Sind wir schon angekommen? Nein. Werden wir je ankommen? Wer weiß das schon und wo ist eigentlich „angekommen“? Auf jeden Fall sind wir unterwegs. Aber eines fehlte mir bisher auf der Reise – und nun komme ich zurück zu meiner Liebe für den Mann. Als Frau (explizit als emanzipierte Frau!) lege ich persönlich viel Wert auf schöne Unterwäsche. Sie ist für mich ein Ausdruck von Selbstliebe, positiver Körperlichkeit und Ästhetik. Aber wie sieht es hier bei den Männern aus? Die Auswahl ist groß, von Feinripp bis Latex ist alles dabei. Zumindest fast, denn ausgerechnet in der Mitte der Extreme herrscht gähnende Langeweile. Was zieht ein Mann drunter, um das gleiche positive Gefühl zu erhalten, welches ich selbst so liebe? Schön, hochwertig und sinnlich ohne allzu plakativ zu werden – das gab es bisher schlicht nicht im Bereich der Herrenwäsche. Schließlich bin ich das Thema selbst angegangen. Mit der Gründung des Herrenunterwäsche-Labels ECCËNT .. möchte ich dem emanzipierten Mann ästhetisch-sinnliche Kleidung verfügbar machen, die eine neue Form der Männlichkeit zulässt. Die „Mantimates“ sind hochwertige Unterhosen, die zugleich edel und sinnlich sind, ganz ohne Fetisch-Touch. Das ist mein persönlicher Beitrag zur Emanzipation – in alle Richtungen .. als emanzipierte Frau, die Männer liebt.
.. zu kaufen gibt es die Mantimates-Unterhosen auf www.eccent-berlin.com.








