(openPR) Vaskuläre Ultraschalluntersuchungen mit SonoSite-Systemen ermöglichen bei Frauen genauere Einschätzung des Risikos
Erlangen, 21. September 2006 – Dr. John Postley, Mitglied der New York Physicians Group, hat auf dem World Congress of Cardiology 2006 (2.-6. September, Barcelona) die Ergebnisse seiner Studie „Gender Differences in the Relationship of Ultrasound Identified Atherosclerosis to Framingham Risk Score“ vorgestellt. Die Studie, bei der Ultraschallsysteme von SonoSite, dem führenden Anbieter von portablen Ultraschallgeräten, zum Einsatz kamen, zeigt, dass vaskuläre Ultraschalluntersuchungen insbesondere bei Frauen eine genauere Auskunft über das Herzinfarktrisiko geben als der herkömmlich hierfür genutzte Framingham Risk Score (FRS).
Im Rahmen der Studie untersuchte Dr. Postley 120 Patienten aus seiner Praxis per Ultraschall auf Ablagerungen in der Arteria carotis oder femoralis und erfasste ebenfalls die Intima-Media Thickness (IMT) der A. carotis. Unter den 50 teilnehmenden Frauen fand Dr. Postley keine Korrelation zwischen dem Framingham Score und der Verdickung der Gefäßinnenhaut der A. carotis, allgemein ein anerkanntes Indiz für kardiovaskuläre Erkrankungen. Darüber hinaus zeigten 50 Prozent der Frauen Plaques, während 72 Prozent dieser Gruppe laut Framingham nur ein geringes Herzinfarktrisiko hatten. Gerade bei Nichtvorhandensein anderer Risikofaktoren sind Plaques ein Hinweis auf einen drohenden Herzinfarkt oder Schlaganfall.
„Arteriosklerose ist die Haupttodesursache in den USA, da sie letzten Endes zu Herzinfarkt und Schlaganfall führt und die Todesrate hierbei sehr hoch ist“, so Dr. Postley. „Es liegt auf der Hand, dass wir eine bessere Untersuchungsmethode benötigen, damit Vorsorge bei den Patienten frühzeitig beginnen kann, die sie besonders nötig haben. Das Screening der IMT der A. carotis und von Plaques kann mit vaskulärem Ultraschall Risikopatienten mit größerer Genauigkeit als herkömmliche Methoden bestimmen. Es sollte daher bereits frühzeitig eingesetzt werden, um dem Fortschritt der Krankheit vorbeugen zu können.“
„Dieses Screening sollte während einer jährlichen Vorsorgeuntersuchung durchgeführt werden. Portable Ultraschallsysteme sind dabei die idealen Untersuchungsgeräte“, so Dr. Postley weiter. „Mit einer Auflösung bis hin zu einem Tausendstel eines Millimeters kann Ultraschall eine Verdickung der Intima-Media frühzeitig aufzeigen, die mit CT oder MR-Angiographie möglicherweise übersehen würde. Ich gehe davon aus, dass Ultraschall jährlich Hunderttausenden das Leben retten könnte, wenn er häufiger bei ärztlichen Untersuchungen genutzt würde.“
„Diese wegweisende Studie unterstreicht unsere Überzeugung, dass die Messung der IMT der A. carotis zur ärztlichen Standarduntersuchung gehören sollte. Wenn vaskuläre Bildgebung bei der Erstuntersuchung zum Einsatz kommt, kann eine Routineuntersuchung noch häufiger lebensrettend werden“, kommentiert Kevin M. Goodwin, President und CEO von SonoSite. „Dr. Postleys Studie kann dazu beitragen, die frühe Erkennung und Behandlung der Arteriosklerose zu verbessern und wir freuen uns, dass unsere Systeme dabei eine solch wichtige Rolle gespielt haben.“
Alle Messungen der IMT der A. carotis wurden mit SonoSite TITAN®-Systemen durchgeführt, die mit der patentierten Software SonoCalc™ IMT mit Automated Edge Detection (automatische Intima-Wanderkennung) ausgestattet sind. Diese Ergebnisse können in Verbindung mit anderen medizinischen Daten genutzt werden, um den kardiovaskulären Gesundheitszustand eines Patienten einzuschätzen. Dr. Postley ist Mitglied des IMT Advisory Board von SonoSite, einer Gruppe von Allgemeinärzten, Kardiologen und Neurologen, die sich mit der Auswertung der IMT der A. carotis und den damit verbundenen Möglichkeiten für die ärztliche Untersuchung und die effektivere Erkennung und Behandlung von Risikopatienten beschäftigen.
Zusammenfassung der Studie
Arteriosklerose, die sich in z.B. als Koronar-, Zerebralarterien- und Nephrosklerose manifestiert, ist die Haupttodesursache in den USA. Die Mortalität beim ersten Auftreten, insbesondere beim Myokardinfarkt, ist sehr hoch. Daher ist es wichtig, Risikopatienten noch vor dem ersten Auftreten identifizieren zu können. Die Dicke der IMT der A. carotis ist allgemein ein anerkanntes Indiz für kardiovaskuläre Erkrankungen. Das Screening der A. carotis und femoralis per Ultraschall als Indiz für Koronarsklerose wurde durch die CAFES-CAVE-Studie bestätigt. Der Framingham Risk Score (FRS) war die bisher übliche Methode zur Bestimmung des Risikos einer kardiovaskulären Erkrankung.
In der vorliegenden Studie wurden 120 bisher unbehandelte Patienten aus einer an einer Universität angesiedelten Gemeinschaftspraxis zufällig ausgewählt. Mit Hilfe von Ultraschall wurden sie auf das Vorhandensein und die Art von Plaques an der Verzweigung der A. carotis und femoralis untersucht. Des Weiteren wurde die Dicke der IMT der A. carotis bestimmt. Die 50 Frauen und 70 Männer waren zwischen 34 und 74 Jahre alt. Der FRS verteilte sich bei den Männern folgendermaßen: 0-6: 31 %, 7-12: 39 %, 13-25: 30 % und bei den Frauen: 0-6: 72 % und 7-18: 28 %.
Die Korrelation des FRS zur durchschnittlichen IMT der A. carotis lag für alle Patienten bei r = 0,40 (p < 0,001) und die Korrelation des FRS zur maximalen IMT der A. carotis bei r = 0,40 (p < 0,001). Betrachtet man die Ergebnisse geschlechtsspezifisch, war die Korrelation des FRS mit der durchschnittlichen IMT der A. carotis (r = 0,49) und maximalen IMT der A. carotis (r = 0,47) bei den Männern sehr deutlich (p < 0,001), während es keine Korrelation für die durchschnittliche IMT der A. carotis (r = 0,04, p = 0,7) oder für die maximale IMT der A. carotis (r = 0,07, p = 0,6) bei den Frauen gab.
Diese geschlechtsabhängige Abweichung der Korrelation der IMT der A. carotis mit dem FRS wiederholte sich in der Bewertung arterieller Plaques. Bei den Männern traten Plaques bei den FRS-Gruppen folgendermaßen auf: 0-6: 27 %, 7-12: 59 %, 13-25: 67 % und bei den Frauen: 0-6: 50 % und 7-18: 43 %.
Vaskuläre Ultraschalluntersuchungen ergaben insbesondere bei den Frauen eine andere Risikoeinschätzung als der herkömmliche Framingham-Score. Der Einsatz von vaskulären Ultraschalluntersuchungen als Ergänzung zu herkömmlichen Risikobewertungen kann somit zusätzliche Risikopatienten aufdecken und ein früheres Eingreifen ermöglichen, um dem Fortschritt der Erkrankung vorzubeugen.
Die Ergebnisse der Studie von Dr. Postley stehen auf der Website von SonoSite zur Verfügung (www.sonosite.com).
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