(openPR) Oppenheim / Rhein. Nein, um eine Frau handelt es sich bei Ambrosia nicht. Vielmehr gehört sie zur Gruppe der Beifuß-Pflanzen, ist vor längerer Zeit aus Nordamerika eingewandert und verbreitet sich nun auch in der Südhälfte Deutschlands durch überdurchschnittliche Herbsttemperaturen immer mehr. Das Unangenehme daran: Ihre Pollen reizen Allergiker besonders stark - Heuschnupfen und Asthma können die Folge sein. Darüber berichten die Meteorologen des privaten Wetterdienstes meteoXpress Ltd.
Da die Pflanze ein "Spätzünder" ist und zwischen August und Oktober blüht, ist die wachsende Belastung für Allergiker brandaktuell. Ein einzelnes Exemplar kann bis zu 62.000 Samen ausbilden - eine Menge Ungemach für die Allergiker unter uns. Sie kann eine Höhe von bis zu 2 Metern erreichen und bildet 15 Zentimeter lange Blütenkerzen mit gelb-grünen Blütenköpfen.
Die Pflanze existiert bei uns zwar schon seit rund 150 Jahren, doch seit dem warmen und sonnigen Herbst im letzten Jahr blüht die Pflanze bei uns richtig auf. Sie hat sich stark vermehrt, und der neuerlich zu erwartende warme Herbst in diesem Jahr tut sein Übriges dazu. Warm, aber nicht zu trocken - das ist der Nährboden für Ambrosia. Bisher hatte ein "normaler", kühlerer Herbst das rechtzeitige Reifen des Samens und damit ihre Ausbreitung bei uns noch verhindert.
Zudem wird ihr Samen mit Vogelfutter aus Osteuropa eingeschleppt. Auf den dortigen Sonnenblumenfeldern wächst vielfach auch Ambrosia. Infolgedessen gedeiht die Pflanze bei uns nun häufig dort, wo Vogelfutter ausgestreut worden ist.
Hunderte von Allergikern haben sich bereits gemeldet und ihr Leid geklagt. Fakt ist: Ambrosia dürfte die Heuschnupfen-Saison deutlich verlängern und für eine Zunahme von asthmatischen Beschwerden sorgen.
Das ist die Kehrseite des sonnigen und warmen Spätsommers. Zwar zeigt nächste Woche die Temperaturkurve etwas nach unten, aber eine Trendwende wird dadurch für Allergiker noch nicht eingeleitet. Die Temperaturen zollen lediglich der fortschreitenden Jahreszeit ihren Tribut. Mit der nun negativen Strahlungsbilanz kühlt sich die Luft Tag für Tag ein wenig ab. Die Zeiten der stetigen Erwärmung sind vorbei.
Bis zum nächsten Mal,
Udo Baum, Meteorologe bei meteoXpress
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Herr Florian Hirschmann
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