openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Klebstoffindustrie in der Kostenfalle

25.06.201814:53 UhrIndustrie, Bau & Immobilien

(openPR) Deutliche Preissteigerungen bei Basischemikalien und Zwischenprodukten, eingeschränkte Verfügbarkeiten und eine starke globale Nachfrage verteuern Klebrohstoffe signifikant. Darüber hinaus führen stetig steigende Regulierungskosten und die Verknappung von Frachtkapazitäten zu spürbaren Mehrbelastungen der Kostenstruktur deutscher Klebstoffhersteller.



Seit Beginn des Jahres 2016 beobachtet die Klebstoffindustrie mit Besorgnis deutliche Preissteigerungen bei Basischemikalien und Zwischenprodukten, die die Ausgangsbasis für eine Vielzahl wichtiger Klebrohstoffe sind.

Der Kontraktpreis für Ethylen in Europa ist in den vergangenen 24 Monaten um etwa 40 Prozent angestiegen, der Preis für Propylen sogar um 70 Prozent. Butadien, dessen Preis sich nahezu verdoppelt hat, und Styrol (+ 30 Prozent) gehören in die Kategorie der sogenannten „volatilen Rohstoffe“, deren Preisniveau in Europa stark von der globalen Angebots- und Nachfragestruktur abhängen.

Bereits seit Mitte 2016 wirken sich die Mehrkosten für die Basischemikalien in Form spürbar deutlicher Preissteigerungen bei den Zwischenprodukten und den Spezialchemikalien aus.

Beim Vinylacetatmonomer (VAM), dem Hauptrohstoff für wässrige Dispersionsklebstoffe, sowie für sogenannte EVA Polymere, verzeichnet die Klebstoffindustrie seit Ende 2016 Preissteigerungen von 40 Prozent. Ursache ist eine angespannte, von Importen abhängige Versorgungssituation aufgrund eines anhaltenden Nachfragesogs, insbesondere aus den asiatischen und US-amerikanischen Märkten.

Die Einstandskosten für die typischen Rohstoffe zur Herstellung thermoplastischer Schmelzklebstoffe – EVA Polymere, Polyolefine, Harze und Wachse – sind im gleichen Zeitraum entsprechend der vorgenannten Kostenentwicklung der Rohstoffe ebenfalls deutlich gestiegen.

Dramatisch wirken sich die eingeschränkten Verfügbarkeiten bei Polyestern und Isocyanaten aus; diese sind die Hauptbestandteile der Polyurethan-Schmelzklebstoffe. Die Preissteigerungen für Isocyanate betrugen in den vergangenen zwei Jahren um bis zu 70 Prozent. Durch etliche Force Majeur Meldungen verschiedener Hersteller im Jahr 2017 ist die Verfügbarkeit auf dem Weltmarkt weiterhin eingeschränkt und die Klebstoffindustrie sieht sich mit deutlich gestiegenen Rohstoffkosten konfrontiert. Durch den sehr hohen Anteil an Isocyanaten in der Formulierung von PUR-Klebstoffen sind die Herstellkosten dieser Produkte besonders betroffen.

Die weiterhin eingeschränkte Rohstoffverfügbarkeit, verbunden mit einer andauernd starken globalen Nachfrage bei chemischen Grundstoffen und Spezialchemikalien, aus denen Klebstoffe hergestellt werden, führen letztlich zu weiteren Mehrbelastungen der Formulierungs- und Herstellkostenstruktur deutscher Klebstoffhersteller.

Darüber hinaus ist die gesamte chemische Industrie, zu der auch die Klebstoffindustrie zählt, mit einer Vielzahl nationaler und europäischer Gesetze und Verordnungen (EEG, BImSchG, REACh, CLP, EU-BiozidVO, etc.) konfrontiert , welche in der gesamtem Wertschöpfungskette erhebliche administrative Zusatzkosten verursachen.

Eine gegenwärtig besondere Herausforderung stellen zudem die knappen Frachtkapazitäten in Europa dar, die unmittelbar auf den zunehmenden Mangel an qualifiziertem Fahrpersonal zurückzuführen sind, und in der Folge Transporte signifikant verteuert hat.

Weitere Informationen: www.klebstoff-presse.com

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1008846
 667

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Klebstoffindustrie in der Kostenfalle“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Industrieverband Klebstoffe e.V.

Bild: IVK launcht Website: „Informationsplattform in der digitalen Welt“Bild: IVK launcht Website: „Informationsplattform in der digitalen Welt“
IVK launcht Website: „Informationsplattform in der digitalen Welt“
Modern, informativ, übersichtlich gestaltet: Die neue Website des Industrieverband Klebstoffe e.V. (IVK) ist online. Mitglieder und Klebstoff-Interessenten können jetzt noch einfacher auf Informationen zugreifen und sich rund um das Thema Klebstoffe informieren. Eine Neuheit: Das Online-Magazin „Kleben fürs Leben“ ist nun stimmig in die Homepage integriert. Mit der neu gestalteten Website möchte der IVK alle Basisinformationen zum Thema Klebstoffe gebündelt vermitteln und eine bequeme Anlaufstelle zu offenen Fragen schaffen. Neben der optisc…
Bild: Smarter catecholhaltiger Unterwasserklebstoff: Stromstoß löst HaftkraftBild: Smarter catecholhaltiger Unterwasserklebstoff: Stromstoß löst Haftkraft
Smarter catecholhaltiger Unterwasserklebstoff: Stromstoß löst Haftkraft
Bisher war es unmöglich die Hafteigenschaften von Klebstoffen unter Wasser wie auf Knopfdruck ein- und auszuschalten – beispielsweise zur Montage von Sensoren. Einen ersten Erfolg auf diesem Gebiet konnten jetzt Wissenschaftler der Michigan Technological University (Michigan Tech) erzielen: Ihnen ist es in einem Experiment gelungen, die Haftkraft eines catecholhaltigen Unterwasserklebstoffs mit Hilfe eines elektrischen Stromstoßes zu lösen. Die Forschergruppe um Dr. Bruce P. Lee (Professor Abteilung für biomedizinische Technik) an der Michig…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Neuerscheinung: Adhesives Technology Compendium 2019Bild: Neuerscheinung: Adhesives Technology Compendium 2019
Neuerscheinung: Adhesives Technology Compendium 2019
… „Handbuch Klebtechnik“ erscheint im jährlichen Wechsel zur deutschen Version, so dass sich Interessierte aus der ganzen Welt über die Leistungsfähigkeit der deutschen Klebstoffindustrie informieren können. Das ursprünglich auf den deutschen Markt und den IVK fokussierte Kompendium enthält in seiner Neuauflage wieder ebenfalls wichtige Informationen über …
Die wirtschaftliche Situation der deutschen Klebstoffindustrie 2019 – Keine Prognose für 2020 möglich
Die wirtschaftliche Situation der deutschen Klebstoffindustrie 2019 – Keine Prognose für 2020 möglich
… – u.a. auf Grund von Handelskonflikten, Strafzöllen, dem anstehenden Brexit und einer unvorhersehbaren Entscheidungsbildung in der EU – hat sich die deutsche Klebstoffindustrie 2019 in einem anhaltend heterogenen und volatilen wirtschaftlichen Umfeld bewegt. Über alle Schlüsselmarktsektoren betrachtet konnte die Klebstoffindustrie im Jahr 2019 ein Gesamtwachstum …
Deutsche Klebstoffindustrie weiterhin auf Wachstumskurs
Deutsche Klebstoffindustrie weiterhin auf Wachstumskurs
Die deutsche Klebstoffindustrie hat im Geschäftsjahr 2016 mit allen Klebstoffsystemen einen Umsatz von 3,7 Milliarden Euro erzielt. Damit wurde die Wachstumsprognose von 1,2 Prozent nominal erfüllt. Auch der Ausblick auf die wirtschaftliche Entwicklung ist positiv. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Branche ein nominales Umsatzwachstum von mindestens …
Bild: Deutsche Klebstoffindustrie steigert UmsatzBild: Deutsche Klebstoffindustrie steigert Umsatz
Deutsche Klebstoffindustrie steigert Umsatz
Die deutsche Klebstoffindustrie hat das Jahr 2015 in einem wirtschaftlich herausfordernden Marktumfeld mit einer Umsatzsteigerung erfolgreich abgeschlossen: Der mit allen Klebstoffsystemen erzielte nominale Umsatz stieg um 2,2 Prozent auf 3,71 Milliarden Euro. Das Exportgeschäft legte um 3 Prozent zu auf 1,6 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr 2016 …
Bild: Wachstumspfad KlebenBild: Wachstumspfad Kleben
Wachstumspfad Kleben
Die gesamtwirtschaftliche Erholung hat zu einer steigenden Nachfrage an Klebstoffen geführt. Bis zum Ende des Jahres 2010 wird die Klebstoffindustrie in Deutschland mehr als 1,3 Millionen Tonnen Kleb-, Dicht- und zementäre Bauklebstoffe sowie fast eine Milliarde Quadratmeter Klebebänder und -folien produzieren. Dies entspricht einem Wachstum der Produktionsmenge …
Bild: Marlene Doobe mit Verdienstmedaille der deutschen Klebstoffindustrie ausgezeichnetBild: Marlene Doobe mit Verdienstmedaille der deutschen Klebstoffindustrie ausgezeichnet
Marlene Doobe mit Verdienstmedaille der deutschen Klebstoffindustrie ausgezeichnet
Marlene Doobe wurde im Rahmen der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Industrieverband Klebstoffe e. V. (IVK) mit der Verdienstmedaille der deutschen Klebstoffindustrie ausgezeichnet. Als Chefredakteurin der Zeitschrift adhäsion KLEBEN + DICHTEN hat sie diese für die Klebstoffindustrie wichtige Fachzeitschrift zu einer interdisziplinären 360°-Kommunikationsplattform …
Bild: Neuerscheinung: Adhesives Technology Compendium 2015Bild: Neuerscheinung: Adhesives Technology Compendium 2015
Neuerscheinung: Adhesives Technology Compendium 2015
… Zusammenarbeit mit der Redaktion adhäsion herausgegebene englischsprachige Handbuch Adhesives Technology Compendium ist neu erschienen. Das ursprünglich auf die deutsche Klebstoffindustrie und den IVK fokussierte Kompendium enthält in seiner Neuauflage erstmalig auch wichtige Informationen über die österreichische, schweizerische und niederländische …
Bild: Rohstoffkosten verteuern KlebstoffproduktionBild: Rohstoffkosten verteuern Klebstoffproduktion
Rohstoffkosten verteuern Klebstoffproduktion
Mit einer produzierten Menge von 852.000 Tonnen Klebstoffe hat die deutsche Klebstoffindustrie im Jahr 2010 eine Rekordmarke erreicht und ihren europäischen Marktanteil auf 35 Prozent ausgebaut. Insgesamt generiert die Branche, die neben Klebstoffen auch Dichtstoffe, Klebebänder und -folien sowie zementäre Bauklebstoffe herstellt, einen Gesamtumsatz …
Bild: 'Wer in der Klebstoffindustrie arbeitet, hat eine rosige Zukunft'Bild: 'Wer in der Klebstoffindustrie arbeitet, hat eine rosige Zukunft'
'Wer in der Klebstoffindustrie arbeitet, hat eine rosige Zukunft'
… Klebstoff-Experten arbeiten an der Technologie für die Zukunft. So auch Prof. Dr. Andreas Groß vom Fraunhofer IFAM: der Bremer Forscher über Karrierechancen in der Klebstoffindustrie. Was ist das Fraunhofer IFAM und womit beschäftigt sich das Institut? Das Fraunhofer IFAM ist ein Forschungsinstitut, das sich mit „Hightech Kleben“ beschäftigt. Diese kommen …
Bild: Handbuch Klebtechnik 2018Bild: Handbuch Klebtechnik 2018
Handbuch Klebtechnik 2018
… V. (IVK) in Zusammenarbeit mit der Redaktion der Fachzeitschrift adhäsion herausgegebene Handbuch Klebtechnik ist neu erschienen. Das ursprünglich auf die deutsche Klebstoffindustrie und den IVK fokussierte Kompendium enthält auch in seiner Neuauflage 2018 erneut wichtige Informationen über die österreichische, schweizerische und niederländische Klebstoffindustrie …
Sie lesen gerade: Klebstoffindustrie in der Kostenfalle