(openPR) Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Selbstständigen in der SPD Friedrichshain-Kreuzberg ist für die Liberalisierung der Öffnungszeiten von inhaber*innengeführten Spätis.
„Unsere Spätis sind systemrelevant. Für das Lebensgefühl der Berliner*Innen und im Kampf gegen die Verdrängung aus unseren Kiezen.“ sagt Andreas Dahrendorf, der Vorsitzende Arbeitsgemeinschaft der Selbstständigen in der SPD Friedrichshain-Kreuzberg.
Es gibt eine Diskussion darüber, wie man eine rechtskonforme Definition der Ladenöffnungszeiten für inhaber*innengeführte Spätis gesetzlich verankern könnte. In der Berliner rot-rot-grünen Koalition steht dem unter anderem die Beschlusslage der SPD entgegen, die verständlicherweise traditionell den Schutz der Arbeitnehmer*Innen und hoch hält und den Sonntag als Ruhetag erhalten will.
Aber für Kleinstunternehmer*Innen, die Spätis betreiben ist das gesamte umsatzstarke Wochenende wichtig, um bei steigenden Mieten bestehen zu können. Sonst gibt es in den Kiezen bald ausschließlich Tankstellen und Gastronomiebetriebe, die an Sonntagen öffnen dürfen und deren Preise oft nur für Besserverdienende und Touristen bezahlbar sind.
Andreas Dahrendorf dazu: „Fällt mein Späti, dann fällt mein Kiez.“
Der Späti ist längst mehr, als nur ein Lebensmittelgeschäft. Er sind ein Treffpunkt der Menschen im Kiez, sowie ein Marktplatz für den Austausch von Ideen und Meinungen. Wenn sich die Menschen nur noch in Cafés, Bars und Restaurants treffen können, dann wird Vielfalt ein teures Privileg.
Selbstständige und Arbeitnehmer*Innen dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Beide brauchen unseren Schutz und unsere Unterstützung. Aber bei inhaber*innengeführten Spätis stellt sich die Frage nach dem Schutz der abhängig Beschäftigten nicht in der Art, wie im sonstigen Einzelhandel. Denn oft arbeiten Familienmitglieder oder Freund*Innen als Aushilfen mit, die die flexiblen Arbeitszeiten auch an Sonntagen durchaus schätzen.
„Das billig verzinste Geld der Investoren*Innen strömt in unsere Kieze und darum brauchen wir nach der Bankenrettung jetzt die Spätirettung.“ fordert Andreas Dahrendorf.











