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Selbstverstümmelung: Warum Gesunde sich nach einer schweren Behinderung sehnen

22.05.201815:22 UhrMedien & Telekommunikation
Bild: Selbstverstümmelung: Warum Gesunde sich nach einer schweren Behinderung sehnen
. Stirn, A. Thiel, S. Oddo (Eds.) Body Integrity Identity Disorder
. Stirn, A. Thiel, S. Oddo (Eds.) Body Integrity Identity Disorder

(openPR) Die Störung ist selten, absurd und ausweglos: Körperlich gesunde Menschen wollen ein Bein oder einen Arm oder ihr Genital verlieren, querschnittgelähmt werden oder blind oder taub. Sie akzeptieren ihren gesunden Körper nicht, sie hassen ihn - und oft verstümmeln sie ihn. Psychologen, Psychiater und Betroffene analysieren die Körperintegritäts-Identitätsstörung in einem Aufsatzband. Er trägt als Titel die englischsprachige Originalbezeichnung der Störung: Body Integrity Identity Disorder (BIID).

Professor Dr. Erich Kasten diagnostiziert bei BIID-Betroffenen drei Komponenten:

- eine leichte neurologische Störung des Körper- Repräsentationssystems, verursacht noch im fetalen Stadium
- eine nur schwerlich feststellbare mentale Störung, die zu dem intensiven Wunsch führt, behindert zu sein
- eine erotische Komponente

Ärzte in Europa dürfen kein gesundes Körperteil amputieren. Andrew Becker fand dennoch einen Chirurgen, der den Eingriff vornahm, und berichtet: "Nach der Amputation änderte sich mein Leben fundamental. Nachdem der Beinstumpf abgeheilt war, musste ich lernen, mit Krücken die Balance zu halten und zu gehen." Er schwärmt von dieser Phase und berichtet über seine nächsten Schritte: Anschaffung eines Holzbeins, Anschaffung zweier unterschiedlicher Rollstühle. Jetzt hat er drei verschiedene - allesamt kräftezehrende - Möglichkeiten der Fortbewegung - und ist begeistert. "Ich bin von BIID und dessen psychischen Torturen befreit. Ich habe gelernt, das Leben mit einem Bein zu meistern - und ich liebe es. Jetzt fühle ich mich vollständig und freue mich über mein neues Körperbild."

Männer, die ihr biologisches Geschlecht nicht akzeptieren und unter ihrem "falschen Körper" leiden, können in einer hormonellen und chirurgischen Behandlung zur Shemale umgewandelt werden; die Amputation des Genitals ist dabei unstrittig lege artis und mit tiefgreifenden Folgen verbunden. Auch BIID-Betroffene leiden unter ihrem "falschen Körper"; eine psychotherapeutische oder pharmakologischen Therapie ist nicht in Sicht. Daher diskutieren Autoren im Aufsatzband, ob bei einer BIID-Diagnose u.U. eine Amputation als einzige Therapiemöglichkeit akzeptiert werden könnte.

>>A. Stirn, A. Thiel, S. Oddo (Eds.) Body Integrity Identity Disorder - Psychological, Neurobiological, Ethical and Legal Aspects. Pabst, 252 Seiten Paperback, ISBN 978-3-89967-592-4

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