(openPR) Seit Anfang des Jahres gibt es im Seniorenzentrum der Zieglerschen in Gomaringen eine Praktikantin im Bereich der Tagespflege. Pauline Rau sucht den Umgang mit Senioren, um deren Bedürfnisse, Wünsche und Anforderungen für ihren zukünftigen Beruf als Ergotherapeutin kennenzulernen.
Wenn Sie schon einmal darüber nachgedacht haben, warum Zeitung lesen in unserer heutigen Zeit noch wichtig ist, dann fragen Sie am Besten Pauline Rau. Sie absolviert zurzeit ein freiwilliges Praktikum im Seniorenzentrum Gustav-Schwab-Stift. Die junge Frau genießt es, während ihrer Arbeitszeit den Gästen des Tagespflegebereichs die Tageszeitung vorzulesen. Denn anders als erwartet, lauschen die Senioren nicht einfach nur den Nachrichten. Spätestens, wenn Paulinchen – wie sie liebevoll von den Senioren genannt wird – beim Wetterbericht ankommt, beginnt eine rege Diskussion. Diese kann bei der Wettervorhersage für die nächsten Tage beginnen und endet dann plötzlich mit der Fachsimpelei über einen Aprikosenbaum im Garten der Einrichtung. Und Pauline lächelt und diskutiert kräftig mit. Besonders spannend sind diese Gespräche, wenn die Senioren plötzlich den Austausch mit ihr suchen: Da wird nachgefragt, wie die heutige Jugend manche Dinge so macht oder sieht. Und die älteren Leute schmunzeln dann, wenn die junge Frau von ihrer „Jugend“ erzählt.
Für Pauline Rau stand sehr schnell fest, dass sie nach der Schule im sozialen Bereich arbeiten möchte. Praktika im Bereich der Kinderbetreuung und im Krankenhaus bestärkten sie in diesem Wunsch. Im Oktober dieses Jahres beginnt die lebenslustige Frau eine Ausbildung als Ergotherapeutin. Der Umgang mit Senioren wird dann für sie eine wichtige Rolle spielen. Grund genug, vorab noch ein Praktikum in Bereich der Altenhilfe zu absolvieren. Die Anforderungen und Bedürfnisse der Senioren zu verstehen, ist für Pauline ein wichtiger Lernschritt im Rahmen des Praktikums. Die Mitarbeit bei den täglichen Aktivierungs- und Bewegungsprogrammen hilft ihr beim Verstehen der unterschiedlichen Ansprüche der Senioren weiter.
Praktika sind wichtig! Diese Lebensweisheit hat die 18-Jährige schnell gelernt. Denn nur so kann man Erfahrungen fürs Leben sammeln. Und die sind laut ihrer eigenen Aussage wichtig. Nicht nur, wenn man im sozialen Bereich arbeiten möchte. „Arbeiten in der Altenhilfe wird von vielen Menschen nur als eintöniger Beruf gesehen. Der intensive Kontakt zu den Menschen macht das Besondere an der Arbeit aus“, erzählt Pauline Rau. „Was die meisten Leute nicht wissen, dass man jeden Tag von den Senioren mit einem Lächeln begrüßt wird.“




