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Metergenaue Satellitennavigation – EGNOS macht’s möglich!

24.04.201816:34 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Metergenaue Satellitennavigation – EGNOS macht’s möglich!
Airbus bindet SCISYS in die Weiterentwicklung von EGNOS V3 ein.
Airbus bindet SCISYS in die Weiterentwicklung von EGNOS V3 ein.

(openPR) Airbus und SCISYS verbessern Genauigkeit der Satellitennavigation

Satellitennavigation wird genauer und zuverlässiger: ein bis drei Meter statt zehn bis 20 Meter. Denn Airbus bindet das Bochumer Raumfahrtunternehmen SCISYS in die Weiterentwicklung des satelliten- und bodengestützten Erweiterungssystems EGNOS zur Version V3 mit ein. Das Projekt EGNOS V3 der europäischen Raumfahrtagentur ESA ermöglicht mit zusätzlichen Bodenstationen eine verbesserte Positionierung, sogar bei atmosphärischen Störungen, für bestehende Satellitennavigationssysteme wie GPS, Glonass und Galileo.



Millionen Menschen nutzen das US-amerikanische Global Positioning System (GPS), das russische System Glonass oder das europäische System Galileo, um durch die Welt zu navigieren. Weniger bekannt ist EGNOS – ein seit 2009 betriebenes Erweiterungssystem, das die Europäische GNSS Agentur GSA im Auftrag der Europäischen Union betreibt und für dessen technische Evolution die ESA zuständig ist. EGNOS optimiert die Genauigkeit der Ortsbestimmung bestehender Satellitennavigationssysteme mit Hilfe von Nutzlasten auf geostationären Satelliten und einem europaweiten Netz aus Bodenstationen, das ein Expertenkonsortium unter Leitung der Raumfahrtsparte von Airbus ab 2018 weiterentwickelt. Dank EGNOS ist es beispielsweise möglich, dass ein Hubschrauber im Schneesturm per Autopilot metergenau zu einem verunglückten Skifahrer navigieren kann. Ohne EGNOS liegt die Genauigkeit von satellitengestützter Navigation in einem Bereich von mehreren Metern, was einen Einsatz für sicherheitskritische Anwendungen weitestgehend ausschließt.

SCISYS als Partner im EGNOS V3 Team
Um die Leistung von EGNOS weiter zu erhöhen, hat Airbus SCISYS für die nächste Weiterentwicklung unter dem Projektnamen EGNOS V3 für wichtige Teilsysteme beauftragt. „Wir sind seit 18 Jahren am Aufbau des europäischen Satellitennetzwerks Galileo beteiligt und haben Airbus von unserer Expertise auf dem Gebiet der Satellitennavigation überzeugen können“, zeigt sich Dr. Peter Scheidgen, Geschäftsentwicklung SPACE bei SCISYS Deutschland sichtlich begeistert. „Wir sind überzeugt, unser Expertenwissen nun auch erfolgreich in das EGNOS-Projekt einbringen zu können, das gemeinsam mit Galileo das Fundament der europäischen Satellitennavigation ist.“

SCISYS wird dazu beitragen, die Leistungsstärke und Zuverlässigkeit der EGNOS Bodenstationen weiter zu erhöhen. Dafür setzt das Team auf ein selbstentwickeltes Software Framework namens egmc2. „Das Framework ermöglicht die Überwachung, Steuerung und Konfiguration der komplexen EGNOS-Infrastrukturen und stellt modernste Archivierungs- und Datenverarbeitungstechnologien zur Verfügung“, erklärt Scheidgen. „Unsere Experten werden in den nächsten Jahren für die Integration, Verifizierung und Wartung wichtiger Teilsysteme von EGNOS V3 zuständig sein.“

Hintergrund: Satellitennavigationssysteme kämpfen mit der Ionosphäre als Störquelle
Etablierte Satellitennavigationssysteme wie das US-amerikanische Global Positioning System (GPS) kämpfen mit einer Störquelle: der Ionosphäre – ein Teil der Atmosphäre, der mit Ionen und freien Elektronen die Geschwindigkeit der Funksignale beeinflusst. Diese sogenannten Laufzeiteffekte setzen die Genauigkeit der Positionsbestimmung bei GPS-Einfrequenz-Empfängern deutlich herab.

Satellite Based Augmentation Systems (SBAS) wie EGNOS verbessern die Positionsgenauigkeit. EGNOS besteht aus einem Netzwerk von über 40 Bodenstationen in ganz Europa, die Daten von Navigationssatelliten analysieren und Korrekturdaten über Galileo-Satelliten an Empfänger senden. Die Empfangsgeräte können diese auf die Navigationssignale anwenden und dadurch die Positionsgenauigkeit auf ein bis drei Meter erhöhen. Zudem steigt die Integrität der Systeme – Nutzer erfahren innerhalb von sechs Sekunden, wenn der Empfang gestört ist.

Die Arbeit aus diesem Vertrag wird finanziert von der Europäischen Union (EU). Die in dieser Veröffentlichung getroffenen Aussagen repräsentieren in keiner Weise die offizielle Meinung von Airbus, der Europäischen Union, der GSA, und/oder der ESA.

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