Ein Konzern oder Unternehmen sollte sich nach außen hin in einer einheitlichen Kommunikation darstellen. Dieses Vorgehen ist extrem wichtig und stellt sicher, dass alle in Frage kommenden Adressaten auch dieselbe Botschaft erhalten und verstehen können.
Es gibt nichts Schlimmeres, wenn viele unterschiedliche Aussagen zu beispielsweise einem Produkt existieren. Sobald verschiedene Zielgruppen auch widersprüchliche Angaben und Aussagen zu einem Unternehmen erhalten, erscheint dieses unglaubwürdig. Dies kann einen nicht unerheblichen Schaden nach sich ziehen.
Was versteht man unter Corporate Communication?
Die Grundlage für eine strukturierte Unternehmenskommunikation (engl. CC = Corporate Communication) liegt in einer einheitlichen Sprache und Darstellung aller relevanten Betriebsbelange. Durch eine zusammenhängende und konsistente Kommunikationsstrategie verfolgt man den Ansatz, dass Kunden bereits an einer Kernaussage das Unternehmen erkennen können. Die Vereinheitlichung der Unternehmenskommunikation tangiert jedoch viele einzelne kleinere und größere Bereiche wie:
- CI – Corporate Identity, das äußerliche Auftreten des Unternehmens
- Corporate Design – Teilbereich der CI mit Druckwerken, Broschüren etc.
- Koordinierte, vereinheitlichte Marketingmaßnahmen
- Messeauftritte
- PR-Kommunikation mit Agenturen und Medienvertretern
- Unternehmenswebseite und –blog
- Lobbyarbeit mit Politikern und Verbänden
Aufbau einer optimalen Kommunikationsstruktur
Um eine optimale Struktur und Schema in der Unternehmenskommunikation sicherzustellen, sollte man in einem ersten Schritt die anzusprechende(n) Zielgruppe(n) genau definieren. Unterschiedliche Adressaten benötigen auch zielgerichtete Kommunikationsformen. Hier ist aber nicht nur die „externe“ Kommunikation gemeint, vielmehr zählt auch die „interne“ Ausrichtung als wichtiger Punkt. So sollte die komplette Firmenhierarchie vom Unternehmensgründer, CEO, Abteilungsleiter und bis zum einzelnen Mitarbeiter mit der gleichen Stimme sprechen.
Sobald die Definitionsphase der Zielgruppen abgeschlossen ist, sollte die Analyse des derzeitigen Standes in der Corporate Communication erfolgen. Sprechen alle Mitarbeiter im Unternehmen die gleiche Sprache? Stimmt das Leitbild des Konzerns mit der Meinung der Mitarbeiter überein? Wie wird eine neue Strategie oder ein neues Produkt im Betrieb kommuniziert? Hierbei ist es auch besonders wichtig, dass wirklich alle Aspekte vom Umsatz, der Marktentwicklung sowie alle Stärken und Schwächen notiert und in den folgenden Schritten betrachtet werden. Fragen wie „Wo stehen wir aktuell mit unserer Kommunikation?“ oder „Wie sprechen unsere Mitarbeiter über den Betrieb?“ sind extrem wichtige Aspekte.
In einem dritten Schritt geht es nun an die Umsetzung der optimierten Unternehmenskommunikation. Hierbei hat sich eine strategische Vorgehensweise in Form des prägnanten Schlüsselwortes SMART bewährt:
- Spezifisch – eindeutige Definition des Unternehmenszieles
- Messbar – die Kommunikation sollte jederzeit messbar dargestellt werden können
- Angemessen – Ihre Zielgruppe sollte die Kommunikationsaussage akzeptieren können
- Realistisch – eine Umsetzung der Kommunikationsform sollte realisierbar sein
- Terminierung – eine klare Zeitvorgabe zum Erreichen der Zielsetzung vorgeben
Eine besondere Beachtung gilt hier für die Kommunikation mit B2B- und B2C-Adressaten. Hier sollten Sie genau unterscheiden, welche Informationen und wie diese an die Zielgruppe kommuniziert werden soll. Ein Firmenkunde (B2B: Business-To-Business) sieht Ihr Produkt grundsätzlich unter anderen Aspekten wie ein Konsument (B2C: Business-To-Consumer), der Ihr Produkt nicht nur kaufen, sondern aus Leidenschaft und Überzeugung besitzen möchte.
Tipps zur Strategie und Personalschulung
Eine gute Strategie ist die regelmäßige Prüfung der Unternehmenskommunikation im Inneren sowie nach außen hin. Kommunizieren Sie nur das, was Sie grundsätzlich auch einhalten können. Bilden Sie eine zentrale Anlaufstelle oder ein gemischtes Team, die alle Anfragen, Neuerungen und Kommunikationsziele aufbereiten und ausspielen. Achten Sie dabei besonders auf eine professionelle Vorgehensweise und einheitliche Außendarstellung. Starten Sie neue frische Marketingkampagnen und kommunizieren diese auch über mehrere Social-Media-Kanäle, die möglicherweise in Ihrem Unternehmen schon vorhanden sind.