Als wir 2007 die Jugendgruppe VOSIFA gründeten, stand das erste Ziel schnell fest: ein deutliches Zeichen der alternativen politischen Kultur in Pankow setzen.
Dies schafften wir mit der Organisation des ersten Open Air for Open Minds-Festivals, das seitdem neben musikalischer Vielfalt auch immer unterschiedlichste politisch engagierte Gruppen vorstellt. Seit dem ersten erfolgreich auf die Beine gestelltem Festival festigte sich die Jugendgruppe VOSIFA und wir fanden einen politisch motivierten Konsens, der die Struktur und die Ziele unserer Gruppe bestimmt:
Wir verstehen uns als offene, eigenständige, von Parteien unabhängige und hierarchiefreie Gruppe junger, engagierter Leute, die basisdemokratisch und antiautoritär funktioniert. Kritisches Hinterfragen sowie die Akzeptanz der individuellen Freiheiten gehören zur gängigen Praxis. Wir versuchen, den Utopiegedanken in jedem politischen Bestreben zu vertreten. Dazu gehört auch die Ablehnung von Überwachung, jeglicher Art von Diskriminierung, sei es in Form von Rassismus, Sexismus, Homophobie oder Antisemitismus.
Neben dem Festival organisieren wir verschiedene Veranstaltungen, um den politischen Horizont inner- und außerhalb der Gruppe zu erweitern und Ansätze darüber zu finden, wie ein erstrebenswertes Zusammenleben ohne Unterdrückung und Diskriminierung aussehen könnte. Dazu gehören regelmäßige Plena, Infoveranstaltungen und Filmeabende, auf denen Organisatorisches und Grundsätzliches diskutiert werden.
Um unsere politische Relevanz zu vertiefen, arbeiten wir mit vielen anderen Gruppen aus dem Großbezirk Pankow zusammen. Dazu gehört auch die Unterstützung von Protestbewegungen wie der Dieter-Eich-Gedenkdemo, „Mauerpark fertigstellen“ und „Wir stellen uns quer!“.
Im Rahmen dieser Zusammenarbeit findet nun zum ersten Mal unter dem Motto: „Es gibt ein anderes Leben - unter dem Pflaster liegt der Strand“ eine zehntägige Workshopreihe im Anschluss an das Open Air for Open Minds- Festival statt, die sich mit verschiedenen politischen Themen befasst.