Ein Leben für die Musik – Uwe Gronaus Werdegang
Der im Rheinland geborene Komponist, Musiker und Autor Uwe Gronau (*1957) glaubt, Musik verbinde die Menschen aus allen Ländern und Kulturen: „Es gibt Dinge, die nur mit Hilfe von Musik oder Kunst beschrieben werden können. Sie mit Worten zu erklären zerstört sie. Menschen brauchen Geheimnisse und Wunder, ohne sie ist das Leben nicht lebenswert.“
Der bodenständig wirkende Gronau wuchs in Düsseldorf, später in Bocholt nahe der niederländischen Grenze auf, wo er heute noch wohnt. „In den 70er und 80er Jahren waren die Niederlande mehr als Deutschland an der Entwicklung von Jazz, Pop, Rock und Soul beteiligt, und ich hörte, bedingt durch die Grenznähe, viel gute Musik.“Gronaus Vater war Chorführer, Orchesterdirektor, Musikschul- und Klavierlehrer, seine Mutter Konzertsängerin. In diesem musikalischen Umfeld wuchs Gronau auf und lernte mit sechs Jahren Klavierspielen.
Seit seinem vierzehnten Lebensjahr spielte er in einer Reihe von Bands und legte damit den Grundstein für seine spätere Musikerkarriere. Nach dem Abitur studierte er klassische Musik, begeisterte sich aber auch für Jazz- und Rock-Künstler wie Brian Auger, Keith Emerson, Patrick Moraz , Refugee , Joe Zawinul und Wether Report. Sänger und Bands wie Supertramp, Jethro Tull, Gilbert ‚O Sullivan, Keith Jarrett, Sting, Peter Gabriel und Dream Theatre beeinflussten seine weitere musikalische Entwicklung.
Mit dem CD-Album „Trenchcoat Man“ von Fabrique gelang ein internationaler Erfolg.
Im Gegensatz zu vielen anderen Musikern spielte Gronau von Anfang an nur eigene Stücke und verzichtete auf das Covern anderer Künstler. Seine Band Sternberg nahm zwei Alben auf, gab zahlreiche Konzerte, gewann einen regionalen Musikwettbewerb und wurde im WDR ausgestrahlt. In diese Zeit fiel auch ein Soloerfolg für Gronau: er gewann einen Filmmusikpreis für den Soundtrack von Zerreiß den Bogen in den Wolken nicht beim Internationalen Santander Film Festival in Spanien.