Die Universität Wien ist die älteste Universität im deutschen Sprach- und Kulturraum und eine der größten in Zentraleuropa. Derzeit sind rund 71.000 Studierende zugelassen. Das aktuelle Studienangebot umfasst mehr als 130 Studien. Mit rund 8.000 Mita
Forschern an den Universitäten Wien und Göttingen ist es gelungen, eine auf künstlicher Intelligenz aufbauende Methode zur Vorhersage von molekularen Infrarotspektren zu entwickeln. Diese chemischen "Fingerabdrücke" konnten von gängigen Vorhersagetechniken bislang nur für kleine Moleküle in hoher Qualität simuliert werden. Mit Hilfe der neuen Technik, die auf neuronalen Netzwerken ähnlich dem menschlichen Gehirn basiert und damit lernfähig ist, konnte das Team Simulationen durchführen, die zuvor nicht möglich waren. Das Potenzial dieser neuen…
Die Eigenschaften von Sternen sind ausschlaggebend dafür, ob ein sie umkreisender Planet Leben tragen kann, oder nicht. So ist etwa das Leben auf der Erde ganz wesentlich von den Eigenschaften der Sonne abhängig. Ein internationales ForscherInnenteam um Franz Kerschbaum vom Institut für Astrophysik der Universität Wien hat nun mittels Radiobeobachtungen die letzte Lebensphase von U Antliae, einem Stern im südlichen Sternbild "Luftpumpe", untersucht und dabei festgestellt, dass der Ausstoß von Gasen während des Sternentods episodisch auftritt.…
Ein internationales Konsortium unter der Leitung des "International Crops Research Institute for the Semi-Arid Tropics" hat unter Beteiligung eines Forschungsteams um den Systembiologen Wolfram Weckwerth von der Universität Wien das Genom der trockenresistenten Getreidepflanze Pennisetum glaucum (Perlhirse) sequenziert. Die Pflanze hat große Bedeutung für die Landwirtschaft in trockenen Regionen in Afrika und Asien. Perlhirse ist in der Lage, trotz großer Trockenheit und hohen Temperaturen bis zu 42°C Erträge zu liefern, im Gegensatz zu Weize…
Frauen bewerten Bilder von männlichen Gesichtern als attraktiver und würden diese Männer eher daten, wenn sie zuvor Musik gehört haben. Je größer die musikalische Erregung, desto größer ist der Effekt von Musik auf die sexuelle Anziehung. Was uns dieser Befund über den Ursprung von Musik verrät, legen PsychologInnen um Manuela Marin und Helmut Leder in ihrer neuesten Publikation in der Fachzeitschrift PLOS ONE dar.
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Musik ist Teil jeder Kultur, aber der Ursprung von Musik gibt nach wie vor große Rätsel auf. Warum investieren Menschen so v…
Wie sind Darm, Haut und Muskulatur während der Evolution der Tiere entstanden? Diese Frage beschäftigt WissenschafterInnen seit über 100 Jahren. Die Entwicklungsbiologen Ulrich Technau und Patrick Steinmetz von der Universität Wien stellen durch ihre Arbeiten an Seeanemonen die 150 Jahre alte "Keimblatt-Theorie" in Frage: Sie fanden heraus, dass Darm bildende Drüsenzellen nicht aus dem Entoderm, sondern aus eingestülptem Ektoderm entstehen. Damit werfen sie ein grundlegend neues Licht auf die Evolution von Darm und Muskelgewebe. Die Ergebniss…
Goffin-Kakadus benötigen in der freien Natur keine Werkzeuge. In Experimenten hat sich jedoch gezeigt, dass diese indonesische Kakadu-Art sehr wohl geschickt genug ist, solche einzusetzen. KognitionsbiologInnen der Universität Wien sowie der Veterinärmedizinischen Universität Wien um Isabelle Laumer und Alice Auersperg haben die Fähigkeit dieser Vögel, Werkzeug zu benutzen, untersucht und nachgewiesen, dass die Tiere verblüffenderweise Hakenwerkzeuge (sowie in einem weiteren Test Stoßwerkzeuge) herstellen, ohne jemals zuvor Haken gesehen oder…
Pfeilgiftfrösche sind bekannt für ihre elterliche Fürsorge. Sie legen ihre Eier an Land, und transportieren ihre Kaulquappen nach dem Schlüpfen auf dem Rücken ins Wasser, damit sie sich dort weiterentwickeln können. Dies ist keine leichte Aufgabe, da passende Gewässer oft weit im Regenwald verstreut sind. Ein Forschungsteam der Universität Wien um Kristina Beck hat Pfeilgiftfrösche beim Transport der Kaulquappen begleitet, indem sie die Tiere mit einem Sender in einer "Unterhose" ausstatteten. Dabei fanden die WissenschafterInnen heraus, dass…
Lösung des Stickstoff-Problems für Landwirtschaft, Kläranlagen und Trinkwasser rückt näher
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Der natürliche Stickstoff-Kreislauf der Erde wird aufgrund von menschlichen Aktivitäten, vor allem durch die Düngung mit Stickstoff in der Landwirtschaft, massiv beeinflusst. Das hat dramatische ökologische Folgen. Ein Prozess des Stickstoff-Kreislaufs, die Nitrifikation, ist dabei besonders wichtig. Sie wird von Mikroorganismen durchgeführt. Ein internationales ForscherInnenteam unter der Leitung der Mikrobiologen Michael Wagner und Holger Daims v…
PhysikerInnen messen physikalische Eigenschaften von Vitaminen
In der Quantenphysik breiten sich unbeobachtete Teilchen wie ausgedehnte Wellen im Raum aus. Dieses Phänomen ist philosophisch spannend und von technologischer Relevanz: Ein Forschungsteam der Universität Wien um Markus Arndt konnte an einer Reihe von Vitaminen zeigen, dass die Kombination von experimenteller Quanteninterferometrie und Quantenchemie erlaubt, Informationen über die optischen und elektronischen Eigenschaften von Biomolekülen zu gewinnen – mittels eines "Quantenline…
Virtuelle Welten erlauben neue experimentelle Designs für die Untersuchung von Hirnfunktionen
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Verhaltensexperimente sind nützliche Werkzeuge um Gehirnfunktionen zu untersuchen. Standardversuche zur Erforschung des Verhaltens von beliebten Labortieren wie Fischen, Fliegen oder Mäusen imitieren aber nur unvollständig die natürlichen Bedingungen. Das Verständnis von Verhalten und Hirnfunktion ist daher begrenzt. Virtual Reality hilft bei der Erzeugung einer natürlicheren experimentellen Umgebung, erfordert aber eine Immobilisierung des Tier…
Quantenmechanische Teilchen können sich wie Wellen verhalten und mehrere Wege gleichzeitig nehmen, um an ihr Ziel zu gelangen. Dieses Prinzip basiert auf Borns Regel, einem Grundpfeiler der Quantenmechanik; eine mögliche Abweichung hätte weitreichende Folgen und könnte ein Indikator für neue Phänomene in der Physik sein. WissenschafterInnen der Universität Wien und Tel Aviv haben nun diese Regel explizit mit Materiewellen überprüft, indem sie massive Teilchen an einer Kombination aus Einzel-, Doppel- und Dreifachspalten interferierten. Die An…
Utl. Neues Bewertungsschema für die Auswirkungen gebietsfremder Arten
Invasive gebietsfremde Tier- und Pflanzenarten stellen eine Bedrohung für die biologische Vielfalt auf unserem Planeten dar und können auch Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen einschränken. Ein internationales ForscherInnenteam um Franz Essl von der Universität Wien sowie Wolfgang Rabitsch vom Umweltbundesamt hat nun ein neues Bewertungsschema entwickelt, mit dem wirtschaftliche und gesundheitliche Auswirkungen klassifiziert werden können. Die Ergebnisse sind kürzlich…
Mit mindestens 300.000 Arten sind die Blütenpflanzen die mit Abstand größte Pflanzengruppe. Der Ursprung der Blütenpflanzen und deren rasante Evolution wurde schon von Charles Darwin als "abominable mystery", als ein schreckliches Mysterium, bezeichnet, und ist noch immer eines der größten, ungelösten Rätsel in der Biologie. Ein internationales Forschungsteam entwirft nun ein neues Szenario der frühen Evolutionsgeschichte der Blüten: Die Ur-Blüte war zweigeschlechtlich und hatte eine Blütenhülle von in Dreierkreisen angeordneten Organen. Die …
Magnetische Quantenobjekte in Supraleitern, sogenannte "Fluxonen", eignen sich besonders für die Speicherung und Verarbeitung von Datenbits. Computerschaltkreise ließen sich damit mit wesentlich höherer Geschwindigkeit bei viel geringerer Wärmeentwicklung herstellen. PhysikerInnen um Wolfgang Lang an der Universität Wien und ihren KollegInnen an der Johannes-Kepler-Universität Linz ist es nun gelungen, mit einer neuartigen und einfachen Methode einen "Quanten-Eierkarton" herzustellen, in dem hunderttausende Fluxonen stabil und regelmäßig ange…
Magnetic quantum objects in superconductors, so-called "fluxons", are particularly suitable for the storage and processing of data bits. Computer circuits based on fluxons could be operated with significantly higher speed and, at the same time, produce much less heat dissipation. Physicists around Wolfgang Lang at the University of Vienna and their colleagues at the Johannes-Kepler-University Linz have now succeeded in producing a "quantum egg-box" with a novel and simple method. They realized a stable and regular arrangement of hundreds of t…
8. April 2008 - Am 15. April 2008 verleiht Rektor Georg Winckler dem renommierten Sozialhistoriker Eric J. Hobsbawm, das Ehrendoktorat der Universität Wien. Hobsbawm hat mit seinen Werken seit den 1960er Jahren herausragende Orientierungspunkte in der historisch-kulturwissenschaftlichen Forschung geschaffen. Seine Betroffenheit als Zeitzeuge, seine biografische und wissenschaftliche Internationalität sowie seine Fähigkeiten als Forscher und Autor machen ihn zu einer großen Leitfigur der politischen Geschichtsschreibung des 19. und 20. Jahrhun…
WissenschafterInnen der Universität Wien haben das älteste Zeugnis jüdischen Lebens Österreichs entdeckt
13. März 2008, ArchäologInnen des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Universität Wien entdeckten im Gräberfeld in Halbturn in einem römischen Kindergrab aus dem 3. Jahrhundert n. Chr. ein Amulett, das mit einer jüdischen Gebetsformel beschriftet ist. Bei dem 2,2 Zentimeter langen Goldblech handelt es sich um das älteste Zeugnis jüdischen Lebens auf heute österreichischem Boden.
Dieses Amulett ist ein Hinweis, dass bereits in der …