Factsheet – CrossCulTour
Hintergrund
Ein Pfad durch Europa, basierend auf dem gemeinsamen historischen Erbe der Romanik, bildet die Grundlage des zentraleuropäischen Projekts CrossCulTour. Es dient der nachhaltigen Regionalentwicklung und der Forcierung des Kulturtourismus aller beteiligten Regionen in Deutschland, Österreich, Italien und Slowenien.
Die durch den Europarat als Europäische Kulturstraße anerkannte Route Transromanica (www.transromanica.com) verbindet das gemeinsame romanische Erbe der Regionen und hat den Grundstein für CrossCulTour gelegt. Transromanica hat vom Europarat den Titel einer Europäischen Kulturstraße erhalten.
Die Epoche der Romanik zwischen 950 und 1250 gehört zu den kulturprägenden Zeitaltern in Europa. Ein einheitlicher Stil mit regionalen Facetten in Kunst und Architektur prägt das Gesamtbild. Dieses kulturelle Erbe wird im Rahmen von CrossCulTour deutlich hervorgehoben und nach außen präsentiert und erweitert. Auch spätere Stilepochen und andere Kulturzeugnisse der Regionen werden mit einbezogen.
Zudem etabliert das Projekt die Einführung von überregionalen und branchenübergreifende Vermarktungskooperationen.
Ziele
• CrossCulTour wird Kulturstätten und -landschaften bewahren und in Wert setzen und nutzt dazu Crossmarketing-Ansätze.
• CrossCulTour schafft in den beteiligten Regionen Arbeitsplätze und Einkommen durch Kooperationen mit der Wirtschaft.
• CrossCulTour stärkt die regionale und europäische Identität für 7,6 Millionen Bürger in den Partnerregionen.
Beteiligte Regionen und Projektpartner
Deutschland
• Landestourismusverband Sachsen-Anhalt (Deutschland)
• Thüringer Tourismus GmbH (Deutschland)
• TRANSROMANICA – The Romanesque Routes of European Heritage (Deutschland)
• Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt (Deutschland)
• Dwif-Consulting GmbH (Deutschland)
Österreich
• Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (Kärnten)
Italien
• Provinz Modena (Emilia Romagna)
• Lokale Entwicklungsagentur Langhe Monferrato Roero (Piemont)
Slowenien
• Internationales Tourismusinstitut
Regionale Sehenswürdigkeiten und Kulturdenkmäler
Das romanische Erbe sowie die Ausprägungen späterer Epochen zeigen sich in zahlreichen touristischen sowie historischen Sehenswürdigkeiten. Auch andere architektonische Höhepunkte späterer Epochen werden hier mit einbezogen.
Im folgenden eine Auswahl von Kulturdenkmälern mit welthistorischen Rang.
Sachsen-Anhalt: Quedlinburg
Im Herzen von Sachsen-Anhalt, nördlich des Harzes, liegt die Stadt Quedlinburg, das Bilderbuch des Fachwerkbaus und UNESCO-Welterbe, die rund um den historischen Stadtkern ein reiches Angebot an geschichtsträchtigen Sehenswürdigkeiten bietet. Touristisch lohnenswert sind insbesondere das Quedlinburger Schloss, die romanische Stiftskirche sowie der Domschatz.
Thüringen: Die Wartburg
Berühmt wurde die um 1067 entstandene Wartburg insbesondere durch die hier im 15. Jahrhundert entstandene Bibelübersetzung von Martin Luther. Nicht nur aufgrund des Reformators gehört die Burg heute zum Weltkulturerbe und vermittelt wie kaum ein anderes Bauwerk einen Überblick über rund 1000 Jahre deutsche Geschichte. Sie ist zudem eine der besterhaltenen Burganlagen nördlich der Alpen.
Provinz Modena: Der Dom von Modena
Eines der bekanntesten Baudenkmäler ist der Dom von Modena mit seinem majestätischen, auf zwei Löwen ruhenden Portal. Der im 11. Jahrhundert entstandene Bau gehört samt dem Glockenturm (Torre Ghirlandia) sowie der angrenzenden Piazza inzwischen ebenfalls zum Weltkulturerbe.
Piemont: Saccra Michaele
Die Sacra di San Michele im Susatal in der norditalienischen Region Piemont wurde 983 vom Grafen Hugo von Montboissier gegründet und bestand bis 1622. Sie diente als eine der baulichen Vorlagen für das Ambiente in Umberto Ecos Roman „Der Name der Rose“.
Kärnten: Stift St. Paul im Lavantthal
Zu den ehemals gewaltigsten Kirchenburgen Österreichs gehört das Stift St. Paul. Hier entstand ab 1091 eine der bedeutendsten europäischen Klosteranlagen. Das Zentrum bildet der Sakralbau der bekannten Stiftskirche mit romanischen Reliefs und Wandmalereien. Neben den historischen Touren bietet sich in Kärnten natürlich ein Besuch der Hauptstadt Klagenfurt am Wörthersee an.
Slowenien: Die Burg Podsreda
In der Region Kozsjansko findet sich das Mitte des 12. Jahrhunderts erbaute Kastell, dessen rechteckige Grundform typisch für die Zeit der Romanik ist. Mittlerweile dient das romanische Schloss als Ort für Ausstellungen, Konzerte sowie andere Veranstaltungen.