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Tierschutz AG der Universität Mainz

Tierschutz AG der Universität Mainz

Im Rahmen der zurzeit laufenden Einführungsveranstaltungen an der Universität Mainz informieren Studierende der Fächer Biologie, Medizin, Jura und Ethnologie über das Anliegen der von ihnen im Herbst 2004 gegründeten Tierschutz-Arbeitsgruppe (AG): Die Förderung alternativer Verfahren zum Tierversuch. Nach ihrer Ansicht ist die Zahl der zu Präparier- und Versuchszwecken getöteten Tiere an der Universität Mainz unnötig hoch. Längst bekannte Computersimulationen, Plastinate oder In-vitro-Verfahren, wie sie an anderen Universitäten zum Einsatz kommen, würden an der Mainzer Universität nur ausnahmsweise angeboten. "Obwohl europäische und deutsche Rechtsvorschriften bereits seit 1986 eine Reduktion und - soweit wie möglich - die vollständige Einstellung von Tierversuchen sowohl in der Ausbildung als auch in der Forschung fordern, wird an der Universität Mainz immer noch unsinnig mit dem Leben der Tiere umgegangen. Das möchten wir gerne zusammen mit den Professoren ändern", so Lena Hildermann, Jurastudentin und Mitglied der AG. Auch der Bau der neuen Tierhaltungs- und Laborgebäude, der im Sommer diesen Jahres beginnen soll, beschäftigt die AG. Sie hält es nicht nur für unethisch, sondern auch für rechtlich bedenklich, dass 25 Millionen Euro für die tierexperimentelle Forschung ausgegeben werden, während das Land für die tierversuchsfreie Forschung lediglich 80.000 Euro pro Jahr bereit hält. Die AG hat bereits mit der Universitätsleitung ein erstes Gespräch geführt, in welchem der Präsident Professor Jörg Michaelis die Kooperation für die notwendigen Veränderungen in der Lehre in Aussicht stellte. Weitere Gespräche, so die AG, sollen in Kürze zwischen der Universitätsleitung, Professoren der betroffenen Fächer und der Tierschutz-AG stattfinden. Bei dem ersten Zusammentreffen habe die Universitätsleitung ebenfalls auf das scheinbar mangelnde Interesse der Wissenschaftler an tierversuchsfreier Forschung hingewiesen. Der Vorschlag des Universitätspräsidenten, eine Preisverleihung für innovative tierversuchsfreie Forschung einzurichten, sei nach Ansicht der AG ein Schritt in die richtige Richtung, den sie gerne unterstützen werde. Kontakt: Lena Hildermann, Jurastudentin, mobil: 0152/ 02449010

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