Terramor: Sybille Wetzel und ihr Mann haben in den ersten Jahren ihres vor nunmehr zehn Jahren gegründeten Bestattungsunternehmens regelmäßig die Bestattung eines an Demenz erkrankten Menschen begleitet. Die Familie berichtete dann über den Krankheitsverlauf, den schleichenden Verlust ihres geliebten Menschen und den gravierenden Einfluss, den diese Krankheit auf alle Beteiligten hatte. Nach einigen Jahren aber kam es jedoch immer häufiger vor, dass nun ein Demenzkranker seinen Partner, sein Kind oder andere Angehörigen anlässlich der Bestattung begleiteten. Der Demenzkranke wurde zum Hinterbliebenen. Das stellte die verantwortlich Angehörigen vor immense Herausforderungen. Wie oft hörten die Bestatter in den Vorgesprächen: „Wir sagen es Vater oder Mutter nicht. Wir können es nicht wagen oder gar dem Hinterbliebenen mit Demenz zumuten, ihn Abschied nehmen zu lassen oder in die Trauerfeier offiziell einzubinden.“ So haben Sybille Wetzel und Koert Huber in jedem Einzelfall nach Möglichkeiten gesucht, die Angehörigen mit Demenz einzubeziehen und an der Bestattung zu beteiligen. Dies geschah zunehmend erfolgreich und mit steigender Häufigkeit. Aufgrund dieser Erfahrungen entstand Schritt für Schritt eine strukturierte Methode für eine „Demenzfreundliche Bestattungsberatung“.