Die Kreativen hinter Schnaubi und Lisu
Künstler und Zahlenmenschen
„Wir wollten ein lustiges Spiel machen, nichts Kompliziertes. Dann tüftelten wir über drei Jahre an Schnaubi und Lisu“, lacht Johannes. Er ist Mathematiker und bat die Künstlerin Chiharu, ihm ein Tier für ein Videospiel zu zeichnen. Bald mischte Gra kdesigner Sierk als Produzent mit und vermittelte zwischen Künstlerin und Zahlen- mensch, denn sie stellten schnell fest: Figuren plus Code ergibt nicht automatisch ein Game.
Retro trifft Retina
Die Macher blendeten aktuelle Trends aus, um sich bei der Gestaltung maximale Gedankenfreiheit zu bewahren. Für Schnaubi und Lisu schauten sie auf charmante Spiele-Klassiker wie „Pac-Man“ oder „Space Invaders“ zu- rück. „Die Einfachheit dieser Onescreener besticht noch immer. Doch heute können wir dank hochau ösender Displays die Optik deutlich aufwerten, indem wir Feinheiten wie Pinselstriche darstellen“, sagt Sierk.
Spielspaß mit Innovation
Wer Schnaubi und Lisu auf dem Smartphone steuert, entwickelt durch Drehen und Drücken eine individuelle Navigationsstrategie. „Gutes Game-Design ist ein schwieriger Job: Um Leute zu begeistern, müssen die Funktionen klar verständlich sein und die Gestaltung muss ansprechen“, meint Sierk. „In unserer App bleiben die Hindernisse stets ähnlich, aber nie gleich – auf dem Display tut sich ein kontrolliertes Chaos auf“, sagt Johannes.
Stilvoll reduzierte Form
Chiharu malte die bezaubernden Figuren und Objekte per Hand und setzte sie am Computer zusammen. Jazz-Gitarrist Christian unterlegte die klare Optik mit einer Blues-Melodie und witzigen Sounds. Nur ein sehr kleiner Teil der Welt, die in den letzten Jahren um Schnaubi und Lisu entstanden ist, hat es nun in die App ge- schafft. Von den Karlsruher Kreativköpfen wird man auch in Zukunft noch hören ...