Synanon ist eine Suchtselbsthilfegemeinschaft, die 1971 von Betroffenen für Be- troffene gegründet wurde. Aufgabe von Synanon ist es, hilfesuchenden süchtigen Menschen Zuflucht vor ihrer Sucht zu geben, ihnen ein Zuhause zu bieten und die Möglichkeit, ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben ohne Suchtmittel und ohne Kriminalität zu erlernen.
Der Schwerpunkt der Arbeit von Synanon liegt in der Rehabilitation suchtmittelab- hängiger Menschen. Von der sofortigen und jederzeitigen Aufnahme bei sogenann- tem kalten Entzug bietet die Lebensschule Synanon ihren Bewohnern in der alles entscheidenden Phase nach dem körperlichen Drogenentzug neben der täglichen Auseinandersetzung mit dem Thema Sucht und Nüchternheit Schul-, Berufsaus- und
-weiterbildungsmöglichkeiten bis hin zur Erlangung des Führerscheins und vieles andere mehr. Die Dauer seines Aufenthaltes bestimmt jeder Bewohner selbst. Nach der empfohlenen Aufenthaltsdauer von 2 bis 3 Jahren leben über 60 % der ehemali- gen Bewohner dauerhaft nüchtern und selbstbestimmt. Das Hauptziel der Lebens- schule ist die (Wieder)Integration in die Gesellschaft.