Angela Lichius (Jahrgang 1966) und Stephanie Gebhart (Jahrgang 1967) sind seit vielen Jahren in der Lernberatung mit der Begleitung von Kindern mit Lernproblemen und Verhaltensschwierigkeiten vertraut.
Hierbei spielt die Gehirnentwicklung eine große Rolle: Jüngste Erkenntnisse der Gehirnforschung belegen: Ist in den ersten Lebensjahren die stufenweise Entwicklung des Gehirns nicht optimal verlaufen, dann treten häufig Verhaltensauffälligkeiten und Lernschwierigkeiten auf. Die Vernetzung im Gehirn ist in bestimmten Bereichen dann nur schwach ausgeprägt oder blockiert. Häufig sind übermäßiger Stress, negative oder mangelnde Erfahrungen in der kindlichen Entwicklung die Ursache dieser Blockaden.
Ist also hier die Vernetzung nicht so ausgebildet wie es für eine erfolgreiche Bewältigung des Alltags nötig wäre, kommt es wiederum zu akuten Stress in bestimmten Situationen. Stress ist nichts anderes als ein Ungleichgewicht im Körper. Das innere System muss dann eine Gegenreaktion auslösen um das Gleichgewicht wieder herzustellen. Das System wird dann auf eine Art und Weise reagieren, wie es in einer ähnlichen Situation vorher schon einmal erfolgreich war. Dies alles läuft im Unbewussten ab und lässt sich häufig rational nicht bewusst steuern (vergleichbar mit Hormonsystem im Körper oder dem Blutdruck). Diese Blockaden aufzulösen und neue Erfahrungen zu ermöglichen ist das Ziel der Lernberatung. Erst dann ist das Kind wieder fähig, frei zu lernen und im Verhalten flexible auf verschiedenen Situationen zu reagieren. Ziel der Seminare ist es, das Verständnis der begleitenden Erwachsenen zu schulen, praktisches Handwerkszeug zu vermitteln und somit die uns anvertrauten Kinder gut unterstützen zu können.