Der Saalbau Luisengarten – ein Stück Würzburger Geschichte
Vor über 100 Jahren, im Jahre 1904, erwarb der Evangelische Arbeiterverein das „Cafe Smolensk“ an der Rennweger-Glacisstraße, heute Martin-Luther-Straße. Das rege Vereinsleben erforderte dringend größere Räumlichkeiten, um allen Gruppierungen gerecht zu werden.
Zu Ehren der Königin Luise von Preußen, die sich damals aktiv für die sozialen Belange des Volkes eingesetzt hatte, erhielt das Vereinshaus den Namen „Luisengarten“. Umfangreiche Maßnahmen waren erforderlich bis zur feierlichen Eröffnung am 22. Juli 1911. Schon bald verband man mit dem Namen Luisengarten einen Ort der Begegnung und Geselligkeit.
Nach der Bombardierung Würzburgs 1945 lag auch der Luisengarten in Schutt und Asche. Zu einem Neubeginn kam es 1948. Der Luisengarten diente übergangsweise der Johanniskirchengemeinde als Gottesdienstraum bis zum Wiederaufbau der Johanniskirche. So wurde die Begegnungsstätte Luisengarten auch als Notkirche geweiht.
1954 kamen die Auf- und Umbauarbeiten im Luisengarten zum Abschluss. Über die folgenden Jahrzehnte wurden die Räumlichkeiten immer wieder umgearbeitet und den wechselnden Bedingungen des Vereinslebens angepasst.
1996 dann die Überlegungen zur Renovierung bzw. der Wiederherstellung der Säle im Vereinszentrum. Am 8. Februar 2002 ist es dann soweit: nach über 5 Jahren Planungs- und Bauzeit wird der neue „Saalbau Luisengarten“ feierlich eingeweiht. Neben der Begnungsstätte für ältere Menschen ist ein modernes Veranstaltungszentrum in der Stadt entstanden.
Heute bietet der Luisengarten modernste Veranstaltungskompetenz an historischer Stätte. Die Säle mit über 400 Sitzplätzen sind für Theateraufführungen, Ausstellungen, Tagungen, Seminare und private Feiern bestens geeignet.
Mittlerweile schätzen Kunden aus dem ganzen Bundesgebiet das einmalige Ambiente. Und so hat sich der Saalbau Luisengarten ganz im Sinne seiner Gründer weiterentwickelt: als Ort der Begegnung und Geselligkeit.