Die Robert-Havemann-Gesellschaft,
im November 1990 von der Bürgerbewegung Neues Forum als politischer Bildungsverein gegründet, dokumentiert und vermittelt die Geschichte und Erfahrungen von Opposition und Widerstand in der DDR. Zu diesem Zweck haben wir im Jahr 1992 nicht nur ein Archiv eröffnet, es wurden und werden zu einer Reihe von Themen Publikationen, Ausstellungen und Dokumentationen erarbeitet, Veranstaltungen und Seminare organisiert.
Grundlage der Arbeit sind unsere inzwischen auf 400 laufende Meter Schriftgut angewachsenen Archivbestände. In unseren Archivbeständen finden sich Materialien von Einzelpersonen und Widerstandsgruppen, von Friedens- und Umweltgruppen, kirchlichen und nichtkirchlichen Initiativen sowie Unterlagen der Bürgerbewegungen und neuen Parteien von 1989/90. Gesammelt werden Schriftdokumente wie Flugblätter, Aufrufe, Briefe, Eingaben, Appelle u. a., Fotos, Transparente, Plakate, Film- und Tondokumente.
Die Dokumente von Opposition und Widerstand bilden die Gegenüberlieferung zu den Staats- und Parteiakten des überwundenen Regimes. Sie sind ein historisches Korrektiv und zu bewahrendes Kulturgut.
Die Projekte der Robert-Havemann-Gesellschaft werden u. a. durch den Berliner Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR und die Stiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert und in Kooperation mit weiteren Partnern realisiert.