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Hintergrundinformation „Harninkontinenz“
Je nach Symptomen wird zwischen einer Belastungs- oder Stressinkontinenz und einer überaktiven Blase (OAB), die teilweise mit einer Dranginkontinenz verbunden sein kann, unterschieden.
Belastungsinkontinenz tritt – wie der Name sagt – bei körperlicher Anstrengung auf, etwa beim Lachen, Husten, Heben oder Joggen. Der Blasenschließmuskel kann dem dabei im Körper entstehenden Druck nicht mehr standhalten, so dass Urin ungewollt austritt. Bei der Dranginkontinenz reagiert ein Blasenmuskel über, zieht sich ohne Grund zusammen und erzeugt einen plötzlichen Druck auf die Blase. Betroffene haben das Gefühl, sofort auf die Toilette zu müssen, teils geht auch bereits Urin ab. Auch Mischformen zwischen beiden Varianten kommen vor.
Auslöser für die Erkrankung kann eine schwere Geburt sein, bei der die Aufhängung der Harnröhre oder die Beckenbodenmuskeln verletzt wurden. Risikofaktoren sind auch häufige Belastungen des Beckenbodens, etwa durch Asthma, Übergewicht, harte körperliche Arbeit oder andauernde Verstopfung. Bindegewebsschwäche oder das Fehlen bestimmter weiblicher Hormone können ebenfalls zu Inkontinenz führen. Letzteres kann vor allem nach den Wechseljahren zum Problem werden.

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Inkontinenz-Betroffene leiden meist schweigend, dabei gibt es längst Hilfe
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Inkontinenz-Betroffene leiden meist schweigend, dabei gibt es längst Hilfe

„Blasenschwäche bringt Sie nicht um, sie nimmt Ihnen nur das Leben“, sagte die US-amerikanische Gynäkologin Jeanette Brown einmal. Tatsächlich ist Inkontinenz nicht körperlich gefährlich, kann aber im schlimmsten Fall den gesamten Alltag bestimmen und der Psyche schaden. Rund 60 Prozent aller Frauen über 70 Jahren haben heute damit zu kämpfen – übersehen wird aber oft, dass auch bereits 15 Prozent der Frauen zwischen 30 und 40 unter Blasenschwäche leiden. Aus Angst verkriechen sich viele Betroffene in ihrer Wohnung oder denken bei jedem Schri…
17.03.2011
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