Im Jahr 2007 bezieht der Verein "Wiederbelebung kulturellen Brachlandes e.V." (WKB) die Reitbahnstraße 84 mit einem unbefristeten Mietvertrag. Vermieter ist die Grundstücks- und Gebäudewirtschaftsgesellschaft mbH (GGG), eine 100%-ige Tochter der Stadt Chemnitz. Der Verein etabliert ein Wohnprojekt und bespielt zudem erfolgreich die im Erdgeschoss befindliche Veranstaltungsfläche.
Im Jahr 2008 lässt die Stadt Chemnitz von zwei Stadtplanungsagenturen ein Integriertes Handlungskonzept für das gesamte Reitbahnviertel erstellen, auf dessen Basis EU-Fördergelder (EFRE) beantragt werden. Das "Experimentelle Karree" wird dabei zum zentralen Bestandteil des onzeptes. Dabei handelt es sich um eine Entwicklung und Initiative des Vereins "Wiederbelebung kulturellen Brachlandes e.V." (WKB), die sowohl
die Nutzung der Reitbahnstraße 84 als auch die der leerstehenden Nachbargebäude vorsieht. Zahlreiche Vereine und Initiativen können für die Mitarbeit gewonnen werden und beabsichtigen, sich in diesem Karree anzusiedeln.
Am 26.11.2008 wird im Chemnitzer Stadtrat die Umsetzung des Experimentellen Karrees" am Standort Reitbahnstraße beschlossen.
Daraufhin gründet sich im Januar 2009 der Verein "Experimentelles Karree e.V.", der die Koordinationsaufgaben für die verschiedenen Projekte im Karree übernimmt.
Im Mai 2009 unterläuft die GGG den Stadtratsbeschluss zum "Experimentellen Karree", indem sie mit einem Privatinvestor (der Keilholz GmbH) eine Sanierungsvereinbarung abschließt, die die hochwertige Sanierung des Karrees beinhaltet. Daraufhin erhält der Verein Experimentelles Karree e.V." keine Nutzungsgenehmigung für die Objekte Reitbahnstraße 80 und 82. Woraufhin die bewilligten EU-Fördermittel (EFRE) für das "Experimentellen Karrees" vom Verein nicht abgerufen werden können, da die Standortsicherheit des Projektes gefährdet ist.
Im November 2009 schließen die Vereine "Wiederbelebung kulturellen Brachlandes e.V." und "Experimentelles Karree e.V." eine ooperationsvereinbarung, sodass Teile des Projektes in der Reitbahnstraße 84 starten können.
Am 4.1.2010 kündigt die GGG das Mietverhältnis für die Reitbahnstraße 84 zum 30.06.2010. Das Wohn- und Kulturprojekt Reitbahnstraße 84 sowie das "Experimentelle Karree" stehen vor dem Aus. Die bewilligten EU-Fördermittel können nicht abgerufen werden.
Am 1.2.2010 formiert sich ein breites gesellschaftliches Bündnis zur Initiative "REBA ja!" für den Erhalt des Wohn- und Kulturzentrums Reitbahnstraße 84.