Die Rabaut-Apotheke in Remscheid blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Ihr Inhaber, Remigius Rabaut, ist ein direkter Nachfahre von Paul Rabaut. Dieser war im späten 18. Jahrhundert als Pastor der Église du Désert (‚Kirche der Wüste‘) in Frankreich tätig. Nach seinem Tod wurde sein Name in den evangelischen Namenskalender aufgenommen. Seine Nachfahren zogen um 1800 von Frankreich nach Deutschland. Der jüngste Sohn begann in Remscheid eine Lehre als Apotheker und gründete 1823 einen eigenen Apothekerbetrieb in einem Dorf bei Remscheid, das heute nicht mehr als eigenständiger Ort existiert, sondern im Stadtgebiet aufgegangen ist. Die Apotheke blieb allerdings im Familienbesitz. Heute ist Remigius Rabaut Inhaber des Betriebes und wird ihn, so Gott will, in einigen Jahren an seinen jüngsten Sohn Stefan weitergeben, der sein Pharmaziestudium bereits abgeschlossen hat und zur Zeit das Praktische Jahr in einer Apotheke in Düsseldorf absolviert.