Negativpreis „Plagiarius“ rückt dreisten Ideenklau ins öffentliche Licht
1977 selbst von Plagiaten betroffen, rief der Designer Prof. Rido Busse den Negativpreis „Plagiarius“ ins Leben und hat damit Pionierarbeit in punkto Information, Aufklärung und Sensibilisierung zum Thema Produkt- und Markenpiraterie geleistet. Mit dem Negativpreis werden jährlich Hersteller und Händler besonders dreister Nachahmungen ausgezeichnet. Trophäe ist der schwarze Zwerg mit der goldenen Nase – als Symbol für die Gewinne, die die Produktpiraten sprichwörtlich auf Kosten Dritter erwirtschaften. Ziel ist - mit Ausstellungen, Vorträgen, Beratung, Pressearbeit, Verbraucherevents etc. - das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass die skrupellosen Geschäftspraktiken der Fälscher enorme Schäden in der Industrie anrichten und Betrug am bzw. Gefahr für Verbraucher darstellen.
Praxisnahe Sensibilisierung im Museum Plagiarius in Solingen
Das Museum Plagiarius in Solingen zeigt mittlerweile mehr als 350 Produktunits, d.h. jeweils Original und das entsprechende Plagiat, im direkten Vergleich. Hinzu kommen zahlreiche vom Zoll beschlagnahmte Fälschungen. In Führungen, Seminaren und bei Verbraucherevents werden sowohl Unternehmer als auch Konsumenten praxisnah über Ausmaß, Schäden und Gefahren von Plagiaten informiert.